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Blog der Woche: berlinmittemom

Ein Blog über alles, was Anna in ihrem Alltag begegnet - für Eltern, "die sich für die Welt um sie herum interessieren und für die Menschen, die darin leben".

Diese Woche: berlinmittemom

Wer bist du?

Wer bin ich und wenn ja wie viele? Im echten Leben bin ich Anna Luz de León, Schreibende, Lesende, Mutter von 3 großartigen Kindern, verheiratet mit dem Besten, und als Exil-Rheinländerin seit zehn Jahren glücklich in Berlin. Dann gibt’s da noch Berlinmittemom, die Berliner Mitte-Mutter, die sehr viele Aspekte ihres Lebens verbloggt und über alles schreibt, was ihr vor die Flinte kommt. Und es instagramt. Und tweetet. Und bei Pinterest sammelt. Letztlich unterscheiden sich aber Netzmutter und echte Frau gar nicht voneinander. Sie sind höchstens die unterschiedlichen Ausprägungen ein und desselben Menschen.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Das Bloggen kam zu mir! Während ich nämlich versuchte, mich der Arbeit an meinem ersten Kinderroman zu widmen, grätschte mir das Leben mit meinen Kindern immer wieder dazwischen und ich notierte all das, was meinen Alltag mit ihnen so turbulent und unberechenbar machte, in Facebook-Statusupdates. So konnte ich mich kurz abreagieren und leichter verschmerzen, dass sie mich mal wieder vom Schreiben abgehalten hatten oder manchmal sogar durch ihr schiere Anwesenheit meine Muse einfach killten. Diese Statusupdates wurden immer länger und es gab immer mehr Leute, die gerne mitlasen. Die tatsächliche Idee „Schreib doch ein Blog!“ kam dann schließlich von meinem Mann. Das ist jetzt genau ein Jahr her, und inzwischen hat sich eine Menge getan: Berlinmittemom ist nicht länger nur mein „Blitzableiter“, vielmehr ist es mein Netzort, mein Internet-Abschnitt, den ich mir gar nicht mehr weg denken kann.

Um was geht es in deinem Blog?

Ich schreibe über alles, was mir im Alltag begegnet: Das kann heute eine Frühstückstisch-Anekdote meiner Kids sein, morgen ein Reisebericht und übermorgen ein Streifzug durch Berlin. Inzwischen gibt es auch feste Kategorien, die ich in unterschiedlichen Frequenzen auffülle: da sind zum Beispiel meine „Berliny Recommendations„, die beliebtesten Kinder-Wunschessen meiner drei Berlinmittekids mit Rezepten oder die Vorstellung meine Lieblingsshops beim Shop-till-you-drop-tuesday. Da ich aber selbstverständlich nicht ausschließlich Mama bin, sondern ein vielseitig interessierter Mensch mit ein paar persönlichen Schwerpunktthemen, spiegelt mein Blog natürlich auch das wider: ich äußere mich also auch zu politisch-gesellschaftlichen Themen, Kunst und Literatur und überhaupt (fast) allem, was mich berührt.

Allen Beiträgen gemeinsam ist aber so gut wie immer der Fokus auf dem Leben mit meinen Kindern. Deshalb auch das „Mom“ hinter Berlinmitte.

Wen könnte das interessieren?

Die nächstliegende Antwort ist wohl: Eltern. Mütter. Menschen, die mit Kindern leben und denen das wichtig ist. Und wenn ich meine Blogstatistiken und Stammleser*innen betrachte, trifft das auch auf eine Großzahl der Berlinmittemom-Frequentierenden zu. Ich führe das allerdings nicht nur darauf zurück, dass ich aus meinem Leben als Mutter berichte und damit sicher oft Situationen schildere, die andere Mütter wieder erkennen. Ich denke vielmehr, dass meine Leser*innen ebenfalls Menschen sind, die sich gerne berühren lassen wollen, die sich für die Welt um sie herum interessieren und für die Menschen, die darin leben. Ich greife auf, was mir begegnet und ich liebe diese Begegnungen mit anderen, virtuell wie analog.

Ich glaube, Berlinmittemom gefällt all denen, die sich von mir mitnehmen lassen wollen in mein Leben, das sich in vielen DIngen gar nicht so sehr unterscheidet von ihrem eigenen.

Was hat dein Blog, was andere nicht haben?

Ein offenes Gesicht. Authentizität. Ich meine damit, dass ich wirklich ICH bin da bei Berlinmittemom. Das ist keine Kunstfigur, keine Maske, nichts Unechtes. Ich schreibe nur über die Dinge, die mich berühren und betreffen und ausschließlich aus diesem Grund: weil sie das tun. Ansonsten würde ich kein Wort darüber verlieren. Das muss nicht immer etwas Gigantisches sein, es sind ja durchaus oft viele kleine Alltagsdinge. Aber es sind alles meine Geschichten, meine Bilder, meine Gedanken – direkt aus meinem Leben. Es ist unter Bloggern immer wieder heiß diskutiert, wie viel man von sich preisgeben will, darf und sollte beim Bloggen. Das muss jede*r für sich selbst entscheiden, es gibt da sicher kein absolutes Richtig oder Falsch. Ich habe das für mich persönlich so beantwortet: es ist mir wichtig, dass ich echt bleibe und dass ich mich nicht verstelle beim Bloggen. Dafür zeige ich auch mein Gesicht (und ab und zu die Gesichter meiner Kinder), im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Wenn ich das nicht tun könnte, könnte ich es gleich sein lassen.

Wie oft sollte ich reinschauen?

Meine Mutter nannte mich als Kind oft „Frau Quatscheviel“, nach einer Kinderbuchfigur von Heinrich Hannover. Und das trifft heute noch auf mich zu – ich rede gerne und viel und entsprechend blogge ich auch gerne und viel: sicher dreimal in der Woche, selten weniger, gerne auch mal mehr.

Lieblingseintrag aus deinem Blog, den du anderen besonders ans Herz legst?

Da gäbe es eigentlich viele. Ich wähle jetzt mal drei aus, die meiner Meinung nach vor allem viel darüber aussagen, was typisch für Berlinmittemom ist. Und damit typisch für mich und mein Leben:

We’re circles ::: Vom Lieben und Sterben und Glücklichsein.

Von Gott zusammengebröselt ::: Familienplanung á la Lieblingsbub.

Mütter-Krankheiten. Heute: Das Stellvertreter-Hypochondrie-Syndrom.

Ferienkinder: Mother’s NIghtmare oder der Traum von der seligen Sprachlosigkeit.

Weniger Regeln, mehr kuscheln!

Welche Blogs liest du denn gerne?

Ich lese viele Blogs gerne, aus den unterschiedlichsten Genres: Foodblogs, Elternblogs, Reiseblogs… Wenn ich jetzt mal die „Großen“ weg lasse, die ohnehin alle lesen, wie zum Beispiel die Herzdamengeschichten oder Das Nuf, dann würde ich mich für diese hier entscheiden, die ich wirklich sehr regelmäßig lese:

Mama arbeitet – Das Blog von Christine Finke, die ich als einer der aller ersten Mütter-Blogs erinnere, die ich je gelesen habe. Und ich habe bis heute keinen Grund gefunden, damit aufzuhören.

Engelenchen – Blog von Marisa und eigentlich ein DIY-Blog, aber eben auch so viel mehr! Ich (als Bastelhonk) bin immer beeindruckt von allem, was sie so macht und sich ausdenkt. Und außerdem davon, wie sie ihr Leben meistert, mit einem kleinen Mädchen an der Hand und einem großen im Himmel.

Mama Mia – Mias Blog über das Leben als berufstätige Mama eines Sohnes und dem Umgang mit dem weiteren Kinderwunsch. Ich mag ihren Schreibstil und tauche gerne ein in ihre Gedanken- und Lebenswelt.

Eigentlich kein klassisches Blog sondern ein Joint-Venture aus sehr twitteraktiven Autorinnen und Autoren ist das von mir sehr geliebte Kleiner 3 mit hoher Veröffentlichungsfrequenz.

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