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Interview: The Hive 2013

Im Mai findet zum zweiten Mal die Blogger-Konferenz "The Hive" statt. Die beiden Gründerinnen Yvonne und Peggy sprechen mit uns über ihre Arbeit - und was sie sich von der Konferenz erwarten.

Foto: thehive-conference.com

The Hive 2013 ist eine Konferenz für Blogger, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindet, diesmal in Berlin. Auch Nido.de wird dabei sein, um sich noch besser mit Bloggern zu vernetzen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen (und um diese Vorträge anzuhören) – deshalb haben wir den beiden Gründerinnen Peggy und Yvonne einige Fragen dazu gestellt (Peggy war mit ihrem Blog bei uns Blog der Woche.)

Zum 2. Mal findet im Mai 2013 die Bloggerkonferenz „The Hive“ statt. Auch Nido wird durch Sophie Servaes aus der Onlineredaktion dabei sein und hoffentlich viele Blogger kennenlernen. Für alle Nicht-Blogger: Was genau wird da eigentlich konferiert?

Yvonne + Peggy: Bei The Hive werden alle Themen diskutiert, die Bloggern helfen, sich und ihren Blog weiterzuwickeln. Dazu soll es ein Ort sein, an dem Blogger mit Unternehmen ins Gespräch kommen, die wirklich mit Bloggern arbeiten wollen. Dadurch, dass bei The Hive Blogger aus ganz Europa vertreten sind, bietet sich die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und zu sehen, wie bloggen in Schweden, UK, Frankreich oder auch in Tschechien gehandhabt wird.

Ihr habt diese Konferenz letztes Jahr gegründet. Ihr bloggt beIde, Peggy war mit ihrem Blog Paul & Paula schon Teil unserer Reihe „Blog der Woche“. Wie kam ihr dazu, eine Konferenz zu organisieren – wer von euch hatte die Idee?

Y: Peggy und ich hatten uns im November 2011 via Textnachrichten darüber unterhalten, dass in wenigen Monaten eine große Blogkonferenz in den USA stattfinden würde und wieviel man sich dort einfallen lässt. Wir haben dann ziemlich rumgesponnen, wie unsere Konferenz aussehen würde, welche Sponsoren, welche Deko und, und, und. Irgendwann sagte dann eine von uns, ich glaube es war Peggy, warum machen wir es nicht einfach? The Hive schrieb ich ihr dann als Namensvorschlag keine 12 Stunden später. Daran musste ich immer denken, weil in einem Bienenstock ja eine Menge los ist. Es ging also sehr schnell.

P: Ja genau so war es, ich weiß noch, dass ich mit meiner Mutter im Auto saß, denn ich war gerade auf Deutschlandbesuch. Und außerdem hatte ich einen Tag zuvor ein anderes Projekt abgeschlossen, es war also Platz für etwas Neues.

The Hive richtet sich ausdrücklich auch an Männer. Wird dieses Angebot auch so genutzt?

Y: Noch nicht so richtig. Es gibt durchaus Männer, die ein Ticket kaufen und auch gerne als Speaker zu uns kommen. Aber von einer Selbstverständlichkeit, dass Männer zu uns kommen, sind wir noch weit weg.

P: Wir sind auch, ehrlich gesagt, noch nicht so recht dahintergekommen, warum das so ist. Wir sehen das gleiche Phänomen auf anderen Blogevents…

Und denkt ihr, dass es eine reine Lifestylebloggerkonferenz werden wird? Wie war das letztes Jahr?

Y+P: Wir wollen uns gar nicht festlegen auf ein bestimmtes Thema. Das Oberthema ist weiterhin „Blog“. Ja, die meisten der Besucher kommen eher aus dem Lifestylebereich. Aber wir sind auch für Blogs aus dem Bereich Technik und Auto offen.

Gibt es noch Tickets – und wenn ja, wo? Was muss ich wissen, wenn ich Tickets bestelle?

Y+P: Tickets gibt es hier und über unsere Website. Im Ticketpreis sind alle Präsentationen und Workshops enthalten, Snacks und Mittagessen, sowie die Goodie Bag. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, sich Moo Visitenkarten zu bestellen und auf der Konferenz abzuholen und einen Rabatt Code von Airbnb, damit die Unterkunft auch günstiger wird. Wir veranstalten keine Party am Samstagabend, sondern geben Besuchern noch die Chance, sich weiter zu unterhalten und veranstalten ein Dinner im Betahaus. Dazu muss das Ticket allerdings extra gekauft werden. Das Dinnerticket kann auch bis zur Konferenz gebucht werden.

Welche Fragen werden mir an diesem Wochenende Ende Mai beantwortet?

Y: Alle, die man zum Thema Blog so haben kann: Wie man Geld mit seinem Blog verdient, wie man die Klickzahlen liest, und was man damit machen kann, wie man seinen Blog Suchmaschinenoptimiert (SEO) und auch, wie man Fotos für seinen Blog stylt. Vor allem wird die Frage beantwortet: Wie sieht eigentlich der Blogger hinter dem Blog aus, den ich so gerne lese. Spannend auch für Peggy und mich, da gab es letztes Jahr Überraschungen.

P: Was sind die Tricks! Es gibt Blogs ja schon ziemlich lange und somit auch etablierte Blogger, die viel aus der Trickkiste berichten können und ihre Erfahrungen teilen.

Wieviel Aufwand brachte und bringt die Organisation mit sich – und da du, Peggy, ja Mutter dreier Kinder bist: Wer hat dich dabei unterstützt?

Y: Viele, viele E-Mails und Nachrichten, die wir uns täglich schreiben. Ansonsten arbeiten wir beide ziemlich eigenständig, setzen uns aber cc oder leiten die Nachricht weiter. Manches muss leider warten, da ich zwar keine Kinder habe, aber in einer Agentur für digitale Kommunikation arbeite und nicht immer sofort einen Blog ansehen kann.

P: Jetzt eine genaue Stundenzahl zu nennen, ist für mich unmöglich, da ich immer dann arbeite, wenn ich Zeit habe. Mein kleinstes Kind ist gerade einmal vier Monate alt. Oft kommt auch mein Mann nach Hause, und das erste, was er hört, ist: Bitte schau mal, dass niemand Unsinn macht, ich muss schnell xx e mails beantworten. Er kennt das schon und unterstützt mich 100% mit allen meinen Projekten. Er sieht ja, dass es mir Spaß macht und dadurch, dass ich zeitlich so flexibel bin, profitieren letztendlich doch alle. Unterstützen tun mich auch alle, die verstehen, wenn ich ein e mail nur mal schnell stichpunktmäßig ohne viel trara beantworte und das nicht unhöflich finden, sondern sich freuen, dass ich so schnell geantwortet habe.

Peggy: Dein drittes Kind wurde letztes Jahr im Herbst geboren, du bist Bloggerin und organisierst eine ganze Konferenz: Kommt da irgendwas zu kurz?

P: Meine Haare, sprich ein Friseurbesuch {ich hoffe das vor The Hive noch zu schaffen}, und dann habe ich auch noch einen tollen Gutschein für ein Spa zur Geburt von Leonor geschenkt bekommen. Der sieht schön aus auf meinem Schreibtisch. Solche Dinge kommen zu kurz. Könnte man evtl unter Luxus einstufen – schön, aber nicht lebensbedrohlich. Haha. Wie gesagt, ich bin zeitlich ja sehr flexibel. Blogposts kann man zu jeder Tageszeit verfassen, eMails beantworten ebenfalls {übrigens: Ohne ein Smartphone wäre ich aufgeschmissen, das steht fest}. Momentan sitze ich häufig spät abends mit Laptop im Bett. Alle schlafen, wunderbar ruhig, und ich kann mich richtig konzentrieren. Und dann kommt mein Schlaf zu kurz…

Was erwartet ihr euch von der Konferenz? Was möchtet ihr davon mitnehmen?

Y+P: Wir sind viel ruhiger geworden. Wir haben viel im letzten Jahr gelernt. Was wir wollen und nicht mehr wollen. Wir möchten, dass Unternehmen und Marken The Hive als tolle Chance und Plattform verstehen, ins Gespräch zu kommen und hier Antworten zu finden, wie man mit Bloggern arbeitet. Im letzten Jahr waren wir so aufgeregt und an allen Ecken beschäftigt, dass wir die Konferenz gar nicht richtig genießen konnten.

Y: Ich, für meinen Teil, möchte noch mehr unserer Besucher kennen lernen und mich unterhalten. Viele Präsentationen interessieren mich natürlich persönlich.

P: Eine super Stimmung ist mir sehr wichtig. Sich gegenseitig motivieren und inspirieren. Das erwarte ich von The Hive und möchte ich auch hinterher mitnehmen. Dieses Gefühl, ein tolles Wochenende verbracht, etwas gelernt und umgesetzt und neue Freundschaften geschlossen zu haben. Das ist toll. Außerdem erwarte ich Sonnenschein – eine extra Portion gute Laune!

Peggy: Hast du geregelte Arbeitszeiten? Ein extra Arbeitszimmer? Wie organisierst du dich?

Es gibt einen Zeitrahmen, der an 4 Tagen der Woche gleich ist. 6.30 aufstehen. 7.45 h aus dem Haus und ein Kind im Kindergarten abgeben und das andere in der Schule. Ich bin dann gegen 8.45 h wieder zu Hause und frühstücke bzw stille das Baby und frühstücke dann. Um 15 h geht es dann wieder los, Schulkind abholen, alle möglichen Nachmittagsaktivitaeten usw. In der Zeit dazwischen kümmere ich mich um die Kleinste, treffe mich z.B. mit Firmen und/ oder Speakern, die hier in den Niederlanden ansässig sind zwecks The Hive, oder mit Leuten die einen Laden oder Kinderlabel haben und mit Paul & Paula zusammenarbeiten möchten. Manchmal treffe ich mich auch mit Freunden oder Müttern – das muss einfach sein. Ja und zwischendrin und wenn das Baby schläft, wird z.B. am Stundenplan von The Hive gebastelt oder ein potentieller Sponsor überzeugt. Ein extra Arbeitszimmer habe ich leider nicht {steht auf der Wunschliste}, ich hätte auch nie gedacht, dass ich das mal alles mache. Ich blogge ja erst seit 2,5 Jahren, vorher wusste ich kaum von dieser wunderbaren Welt!

Was ratet ihr allen Leser/innen und Müttern/Vätern, die nun denken: Ich hätte auch so gerne mein eigenes Blog! Ist das wirklich so einfach?

Y: Ein Blog anzulegen geht ganz ganz schnell. Und auch die ersten Posts zu schreiben ist nicht schwer. Aber wenn dann nur wenige Reaktionen kommen oder sogar negative, dann fällt es manchmal schwer am Ball zu bleiben. Dann stellt sich die Frage: Ist bloggen was für mich? Daher kann ich nur raten: Am Ball bleiben und sich mit vielen anderen Bloggern vernetzen und treffen. Es ist super, was so alles offline passiert durch ein Blog.

P: Wie Yvonne bereits sagte, der Anfang ist einfach. Dann ist die Frage, was man damit machen möchte und wie regelmäßig. Regelmäßig zu schreiben, tolle Fotos zu liefern … kostet sehr viel Zeit.

Wird es ein The Hive 2014 geben? Wie sind die Resonanzen, verglichen mit 2012?

Y: Wir haben kaum zu hoffen gewagt, The Hive 2013 auf die Bühne zu bringen. Aber ja, wir rechnen damit, dass The Hive auch 2014 stattfinden wird. Auch wir entwickeln uns weiter. Die Resonanzen sind super. Das waren sie auch, als The Hive bekannt gegeben wurde. Man merkte richtig, dass europäische Blogger auf so etwas gewartet haben. Jetzt, wo man weiß, worauf man sich freuen kann bei uns, ist die Resonanz noch besser, und die Tickets verkaufen sich schneller.

P: Auf jeden Fall. Mein Blog ist mein 4. Kind. The Hive das 5. Es steckt viel Zeit, Leidenschaft und Liebe in der Organisation, das kann man nicht einfach wieder aufgeben. Hinzu kommt, dass es mir noch extra Spaß bringt, denn durch The Hive bin ich wieder mehr mit meiner eigentlichen Heimat Berlin verbunden.

Ich danke euch für das Gespräch!

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