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StechusKaktus

Ab welcher Brennzeit lohnen sich Energiesparlampen?

Ich habe in meinem Haushalt beobachtet, dass die meisten Glübirnen nur wenige Minuten, häufig auch nur einige Sekunden brennen. (z.B. in Speisekammer, Keller, WC, usw.) Nun hörte ich, dass Energiesparlampen zu Beginn sehr viel Energie brauchen und erst nach einiger Zeit anfangen, tatsächlich zu sparen. Gibt es eine Faustformel, ab wann sich diese Lampen lohnen?


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ANTWORTEN (13)
22.09.2010, 21:53 Uhr
 
Logan5

Ich habe inzwischen mehrmals Berichte gelesen, denen zufolge die Geschichte mit dem höheren Einschaltstrom sich messtechnisch nicht untermauern lässt und in den Bereich der Märchen und Sagen gehört. Sinnvoller ist die Frage, ob sich die Investition einer Energiesparlampe, die ja einen stolzen Preis hat, an einer Steller amortisiert, an der sowieso kaum Strom verbraucht wird. Wenn ich 20 Cent im Jahr sparen kann, aber 5 Euro mehr für das Leuchtmittel ausgegeben habe, rechnet sich das nicht.

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22.09.2010, 22:26 Uhr
 
Highspeed

Frag doch mal ein Osram oder Philips. Wenn die eine vernünftige Antwort geben, kannst Du die hier gerne zum Besten geben.

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22.09.2010, 23:01 Uhr
 
starmax

Daß für den Start solcher Lampen eine höhere Energie benötigt wird, ist richtig (und kann man auch sehen, wenn es draußen kalt wird und der Startvorgang durch langes Flackern begleitet wird). Also lohnt längere Brenndauer schon, für kurzzeitiges Ein - und ausschalten im Hausflur sind die ungeeignet. Richtig ist auch, daß die "Einsparung" nur vom Verbraucher erzielt wird - trotz der Aussage von Dipl-Phys. Merkel ist Herstellung und Entsorgung insgesamt umweltbelastender als bei Glühbirnen.

Ich würde auf die neuen LED´s umsteigen (Brenndauer 50.000-100.000 h), die wirklich nur ein Zehntel einer Glühbirne verbrauchen und jetzt auch in warmweiß erhältlich sind. Aber auch hier wird zum Start etwas mehr Strom benötigt. Dabei sollte man in Wohnräumen berücksichtigen, daß die fast vollständig fehlende Wärmeenergiedieser Leuchten von anderen Heizquellen ergänzt werden muß

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23.09.2010, 14:25 Uhr
 
tobix

Der Stromverbrauch beim Einschalten ist für ein Bruchteil einer Sekunde erhöht. Das macht garnichts aus. Die US-Serie "Mythbusters" hat dies einmal untersucht, vor dem Hintergrund ob man eine Lampe ausschalten sollte, wenn man sie nicht braucht oder lieber brennen lässt. Vom Stromverbrauch her lohnt sich das Ausschalten schon bei unter 1 Sekunde. Allerdings verringert sich die Lebensdauer der Lampe durch Ein- und Ausschalten drastisch.

Für die Speisekammer kann das heißen, dass sich eine Energiesparlampe nicht lohnt, weil die Abnutzung durch Ein-/Ausschalten teurer als der Stromverbrauch anderer Leuchtmittel ist. Wobei die Haltbarkeit durchaus besser geworden ist.

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23.09.2010, 15:11 Uhr
 
tobix

@starmax: Eine Energiesparlampe ersetzt durch ihre längere Lebensdauer mehrere normale Glühbirnen, zudem ist der Herstellungs- und Entsorgungsenergieverbrauch minimal im Vergleich zu dem im Betrieb. Durch den geringeren Stromverbrauch werden auch weniger Schadstoffe in den Kraftwerken ausgestoßen.

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23.09.2010, 23:01 Uhr
 
Musca

danke Stechus für diese Frage, ein gutes Beispiel für Volksverdummung.Der Energieverbrauch für Beleuchtung im Haushalt ist anteilig derart gering, dass man ihn vernachlässigen kann. Welche Lampe du auch nimmst, du wirst den Unterschied in der Jahresabrechung kaum spüren. Es sei denn, du veranstaltest von November bis Februrar Weihnachtsorgien an deiner Hausfassade

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23.09.2010, 23:10 Uhr
 
Musca

aber immerhin ist es unserer Regierung gelungen, man sieht es an den Fragen hier, von den wichtigen Themen abzulenken, und das Volk in eine bestimmte Richtung zu treiben

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24.09.2010, 03:30 Uhr
 
starmax

Jeder Startvorgang kostet bei den Energielampen 50 Watt laut Aussage Umwelthilfe. Allerdings ersetzt eine Lampe bis zu 6 Glühbirnen (theoretisch - in der Praxis fallen die schon mal auseinander). Und bei den eingesetzten Kapitalkosten ist die Energielampe ebenfalls ungünstiger; trotzdem wird dies - für den Verbraucher - durch den günstigeren Verbrauch beim D a u e r brennen wettgemacht. Und Musca hat natürlich Recht, es gibt ganz andere Bereiche, wo Energie gespart werden könnte.

Daß das Quecksilber fast komplett resycelt wird, glaube ich auch nicht - zuviele von den Dingern gehen statt Entsorgung im Hausmüll kaputt!

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24.09.2010, 19:26 Uhr
 
Michael_

Die Antwort von starmax ist Müll: Sie impliziert, als sei das Starten teuer ("Oh nein, 50 W!"). Dabei ist es nicht mal ein tausendstel cent: Die 50 W fallen für weniger als eine Sekunde an. Die Energieaufnahme ist also winzig (Gucken Sie mal, wie oft 50 Ws in eine kWh passen. (Tipp: 50 / 3600 (s->h) / 1000(W->kW))

Für kurze Zeiträume lohnt es sich nicht (weniger als ne Stunde am Tag), in meinem Arbeitszimmer (10h / Tag) spare ich über 40 Euro pro Jahr.

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24.09.2010, 19:31 Uhr
 
starmax

Blödsinn, 50 Watt sind 50 Watt - und die berechnet der Stromversorger als Verbrauch.

Da steht eben nicht "W/h" (zeitbezogen) sondern "W" =Watt!

Die Stromrechnung weist die Zahl der abgenommenen Leistung aus, und nicht den der Vergleichseinheit /h.

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25.09.2010, 11:12 Uhr
 
Michael_

starmax: kWh = kW MAL h (h=Stunde). Nicht durch - das haben Sie gerade hier eingeführt.

Wikipedia sagt: "Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Zeit, die das Gerät in Betrieb ist, die wesentliche Größe zur Bestimmung der vom elektrischen Gerät benötigten Energie ist."

"Berechnet wird bei Kleinverbrauchern (Haushalten) nur die abgenommene Wirkenergie, also das zeitliche Integral der Wirkleistung."

Das zeitliche Integral bewirkt (einheitentechnisch) eine Multiplikation mit der Zeit.

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27.09.2010, 13:41 Uhr
 
tobix

@starmax: Quecksilber fällt auch in Kohlekraftwerken bei der Stromerzeugung an, das bisschen in den Lampen wird durch den verringerten Stromverbrauch ausgeglichen.

@Musca: Ersetzt man eine 60 Watt Glühbirne durch eine 14Watt Energiesparlampe (vllt. sogar 11 Watt), sind das 46 Watt Ersparnis. Bei einer Brenndauer von 3h/Tag und 0,20EUR/kWh ist das eine Stromkosten-Ersparnis von 10 EUR/Jahr.

"Volksverdummung" sieht anders aus.

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27.09.2010, 15:37 Uhr
 
Musca

@tobix: Der Anteil an Beleuchtung bei einem durchschnittlichen 2-3 Personenhaushalt beträgt 1% !!! des Gesamtenergieverbrauchs. Da sehe ich wenig Einsparpotential, aber selbstverständlich sollte man bei häufig genutzer Beleuchtung auf sparsame Leuchtmittel zurückgreifen.

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