wie ist sichergestellt, dass bei Abschaltung deutscher AKW nichts schief geht, d.h. die Kühlung nicht zum Problem wird?
Kann es dazu kommen, dass erst durch die Abschaltung ein Problem auftritt, welches ohne Abschaltung gar nicht aufgetreten wäwre?




Diese Frage beweist sehr wenig Kenntnis über die Funktion eines AKWs.
Nach einer RESA (und das ist nicht das normale herunterfahren, wie man es normalerweise und ohne Zeitdruck tun würde), muss die Nachzerfallswärme abgeführt werde. Und die Beträgt nur noch einen Bruchteil der Wärme, die das Kraftwerk normalerweise abgibt (sonst wäre es ja kein Kraftwerk).
Das Hauptproblem ist folgendes: Wird der Reaktor gescrammt, liefert er zwar ab sofort keinen Saft mehr, muss aber weiterhin gekühlt werden. D.h. die Pumpen brauchen ab sofort eine externe Stromversorgung (z.B. Dieselaggregate).
Je nach Bauart kann es natürlich noch weitere Probleme geben.




Also um die Frage endgültig zu beantworten:
Nein! Weil man beim Abschalten die Reglerstäbe langsam einfahren würde und sich die Leistung des Reaktor langsam aber sicher der Null nähert.
Das gewöhnliche Runterfahren hat mit Scramen ungefähr soviel zu tun wie eine Vollbremsung auf der Autobahn mit rückwärts Einparken.




Wir lernen am aktuellen Beidpiel Japan, daß bei Atomkraft gar nichts "sichergestellt" ist.
Weil von den Verantwortlichen in Verkennung ihrer Aufgabe "Business as usual" betrieben wird.
In dicht besiedelten Ländern der reine Horror, was da als nicht geplantes Katastrophenszenario sich auftut.