Gast 22764

ADHS als Erwachsener

In meiner Kindheit wurde bei mir ADHS diagnostiziert. Mit Tabletten habe ich es geschafft, mein Verhalten auf ein Normalmaß einzupendeln. Wegen damaliger Suchtgefahr habe ich die Tabletten nach einigen Jahren abgesetzt.

Mittlerweile bin ich erwachsen und bemerke wieder einige Symptome, die ich nicht in den Griff bekomme und die mir das Leben schwer machen. Überall lese ich nur von ADHS bei Kindern, aber an wen wende ich mich als Erwachsener und was für Möglichkeiten greifen bei mir?


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ANTWORTEN (4)
30.07.2011, 14:27 Uhr
 
Tilvur

Naja da ADHS keine ausgewiesene Kinderkrankheit ist, würde ich sagen, du wendest dich erstmal an deinen Hausarzt, der dich dann gegebenenfalls an einen Spezialisten überweist.

Was es da dann für Therapiemöglichkeiten gibt, da hab ich keinen Schimmer- Medikation, Verhaltenstherapie, hängt sicher sehr von der Art der "Symptome" ab, die dir derzeit Schwierigkeiten machen.

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15.08.2012, 23:19 Uhr
 
Hilde480

Als Erwachsener wendest Du Dich genauso an einen Psychiater oder Neurologen. Die Prozedur abkürzend ist vermutlich, die alten Unterlagen mitzunehmen.

Bei mir selbst wurde ADHS erst als Erwachsener diagnostiziert... daher weiß ich, wovon ich rede.

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15.08.2012, 23:45 Uhr
 
Inge66

ADS bzw. ADHS gibt es nicht nur bei Kindern!!!!!

Erwachsene, die als Kinder schon die Diagnose hatten, können auch als Erwachsene darunter weiter leiden.

Als Kind war ich ein Zappelphillip und erhielt eine Zeit lang Helfergin 500. Später hies es, ich brauche kein Medikament mehr und müsse auch nicht mehr zum Arzt.

Heute erhalte ich 2 x täglich Medikinet adult 30mg über meine Psychaterin. Allerdings ist diese Ärztin die Einzige, die erwachsene ADS bzw. ADHS-Patienten behandelt. Seit der Einnahme hat sich sehr viel positiv für mich geändert. Zusätzlich mache ich noch Verhaltenstherapie, damit alt unangebrachte Verhaltensweisen nach und nach in abgebrachte Formen umgewandelt werden können. Das ist nicht immer leicht...... , aber ich freue mich über jeden kleinen Erfolg. Besonders freue ich mich, wenn ich merke, dass meine Erfolge in mein tägliches Leben integriert sind, ohne dass ich darüber nachdenken muss.

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18.08.2012, 09:47 Uhr
 
Lysander

Hallo, weil AD(H)S eine Störung des Dopaminstoffwechsels ist, "wächst" es sich niemals aus. Es gibt ausgewiesene Ärzte, die auf ADHS spezialisiert sind. Es gibt deutschlandweit Selbsthilfegruppen und Foren, die gute Hilfen bitten. Nur zwei Beispiele: www.adhs-chaoten.net oder auch http://ads-bei-erwachsenen.de/. Hier findet man andere Betroffene, mit denen man sich austauschen kann sowie Literaturtipps und Ärztelisten.

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