Ich kapiere einfach nicht, was einen Menschen (ausserhalb der Pubertät) ernsthaft zum Satanisten werden lässt. Gibt es tatsächlich erwachsene Menschen, die eine solche Religion aus Überzeugung gut finden? Warum? Hat das was mit psychischen Problemen zu tun? Abscheu gegen etablierte Religionen könnten ja nun auch zum Atheismus führen.




Hm.
Aus welchen Gründen finden Menschen zum Christentum? Zum Islam?
UND WAS bitte unterscheidet diese Religionen vom "Satanismus"??????
Doch nur deine moralische Einstellung (und die des Mainstreams)




ich würde es nicht als Religion bezeichnen, eher als den Versuch, sich gegen religiöse Dogmen aufzulehnen, hierfür dient Satan als Symbolfigur. Alle Religionen haben eine dem Menschen "übergeordnete" Gottheit, dieses wird von Satanisten möglicherweise nicht akzeptiert. In manchen Fällen, z.B. Gothicbewegung halte ich es einfach nur für eine Subkultur ohne weiteren (anti)-religiösen Hintergrund.
Abscheu gegen eine Religion der ich mal angehörte, habe ich auch, sehe aber trotzdem keinen Grund, deswegen zum Atheisten zu werden.




Da es keine geschlossene Definition von "Religion" gibt, aber durchaus einen theistischen Satanismus kann man diesen durchaus als Religion bezeichnen.




Auf die Frage nach dem "warum" noch eine Antwort..
Vielleicht weil manche Menschen eher etwas mit den hier aufgeführten Grundsätzen anfangen können als mit der schwülstigen Verlogenheit der etablierten Kirchen?




Dahinter steckt der Wunsch, etwas besonderes zu sein, zu wenigen Eingeweihten zu gehören, sich von anderen abzugrenzen, also Geltungsdrang. Das findet man im Satanismus, Okkultismus, religösen Extremismus usw. ist aber keinesfalls auf religiöse Aspekte begrenzt. Diese geschlossenen Zirkel, die sich abgrenzen bzw. andere ausgrenzen findet man häufig. Selbst bei kleinen Kindern findet man das, die andere Kinder im Sandkasten nicht mitspielen lassen wollen.




@mantrid: Würdest du diese Antwort auch geben, wenn gefragt würde, wie jemand ernsthaft an Gott oder Allah glauben kann?
und wenn nein - warum nicht?
Alleine aufgrund der Zahl der Anhängerschaft?




@Alex64: Was mir an deinen "Antworten" nicht gefällt, ist deine negative Grundhaltung zu all denen, die sich in einer religiösen Gemeinschaft geborgen fühlen (und damit meine ich weder die Extremisten noch die Pädophilen). Es gibt sehr viele Menschen, die zu den von den Religionen vermittelten Werten stehen und auch aktiv für diese eintreten, z.B. in der ehrenamtlichen Tätigkeit für die Alten und Schwachen der Gesellschaft. Eine solche Wertegemeinschaft gleichzusetzen mit einer Art "Rockerclub" mit dubiosen Ritualen zeugt in meinen Augen von einer gewissen Unreife. Sorry.




Zum Glück ist es ja jedem freigestellt, an was er glaubt oder auch nicht glaubt.
Solange nicht im Namen Gottes, Allahs oder meinetwegen auch Satans Menschen unterdrückt , misshandelt oder umgebracht werden. Was leider allzu häufig geschehen ist und weiterhin geschieht. Und darum sollte man Menschen, welche auf welche Art auch immer ihre Spiritualität auf friedfertige Weise ausleben, nicht diffamieren.




@ Alex64
Das ist hier eine Wissencommunity, keine Glaubenscommunity. Was du also glaubst oder nicht glaubst, ist relativ unerheblich, solange du kein WISSEN zu bieten hast. Auch der Atheist weiß nicht mehr als andere, er glaubt nur etwas anderes. Zu den „Satanischen Grundsätzen“: Natürlich gibt es Menschen, die mit diesen Grundsätzen etwas anfangen können, zwischen 1933 und 1945 gab es sogar besonders viele davon




@stechuscactus – ob dir meine Antworten zu diesem Thema gefallen oder nicht ist mir eigentlich egal.
Was MIR nicht gefällt, ist, dass du (und andere hier) anscheinend eure Moral (und die eures Glaubens respektive der indoktrinierten "christlichen" Werte) als einzig richtig anseht. Die "moral" hinter dem theistischen Satanismus ist eben eine andere – ob eure letztendlich "richtig" ist oder nicht kann durchaus hinterfragt werden.
@ingenius – ich weiss. Aber wozu es führt, wenn diese Frage rein rational, ohne Berücksichtigung von "richtiger" oder "falscher" Moral beantwortet und ein "Glaube" mit dem anderen verglichen wird sieht man ja oben.
Und ausserdem bekommst du hiermit "1 point godwin".
@musca – Danke. Genau so




Alex64,
ein Poisitivist glaubt nur das, was nachgewiesen ist, alles andere schließt er aus seinem Gesichtskreis aus. Wenn ihm das genügt, ist er eben sehr genügsam. Anderen genügt das nicht, sie stellen Fragen nach dem Sinn hinter allem, und finden Antworten in den Religionen, egal welchen, ich will hier nicht moralisieren. Es gibt ein universelles Grundwissen der Menschheit über eine höhere Macht, auf der ganzen Welt und seit Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen vor 5000 Jahren in Ägypten und Indien dokumentiert. Erst der „aufgeklärte Mensch“ erklärt das alles für Humbug; nicht weil er es besser wüsste, sondern weil er den Gedanken an eine Macht über sich einfach nicht ertragen kann. Den „Godwin“ gebe ich hiermit zurück, da er anscheinend aus der Arroganz des Nichtwissens verliehen wurde. Es war doch Nietzsche, dessen Gedanken zu einer Ideologie führten, die für die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts verantwortlich war.




@Alex64 Die Zahl der Anhängerschaft spielt keine Rolle, lediglich der Faktor, dass diese üblicherweise keine Wurzeln in der Gesellschaft gefunden haben und deshalb etwas Besonderes suchen. Das findet man übrigens auch in religiösen Moden wieder, die ab und an durch die westliche Welt schwappen.