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Frage Nummer 22459 lvonnenito91

Brauchen nicht alle Pflanzen die gleichen Nährstoffe? Ich frage wegen den vielen Produkten wie Tomatendünger?

Antworten (16)
antwortomat
Im Prinzip schon. Licht, Luft, Wasser, Mineralien.
Aber trotzdem hat jede Pflanze andere Bedürfnisse. Die einen brauchen mehr Mineral X, die anderen Mineral Y.
Man kann also einen Dünger durchaus auf ein Pflanze abstimmen.
Ich persönlich halte das aber zumindest für den Hobbybereich für total überflüssig. Ein guter Boden und die richtige Wassermenge ist sicherlich wichtiger als Dünger.
NiWa_12
Nein, Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Das beginnt schon bei den Lichtverhältnisssen. Auch die Temperatur ist wichtig. Manche Pflanzen brauchen trockene, sandige Böden, andere gehaltvollen Mutterboden. Manche robuste Pflanze würde in einem solche gehaltvollen Boden sofort eingehen.
starmax
Meinern Meinung nach kannst Du mit Steinmehl (Dolomitkalk) nicht falsch machen. Der ist natürlich, billig und enthält alle wichtigen Mineralstoffe. Bei unserem vernachlässigten Rasen hat er wirklich Wunder gewirkt, ohne ein schnelleres Wachstum - wie bei den Standard-Rasendüngeren unvermeidlich - und damit häufigeres Mähen zu bewirken.
Laut Walter Veith (youtube) brauchen alle Pflanzen 84 Mineralien, aber in unterschiedlichster Gewichtung. Der Bauer ersetzt übrigens immer nur fünf (Kali. Phosphor Stickstoff etc.) - was zur Auslaugung der Böden und Mineralienarmut der Pflanzen beiträgt.
tobix
@starmax: Ist Walter Veith tatsächlich ein Experte für sowas? Nach Wikipedia ist er eher dem religiös-esoterischem Umfeld zuzuordnen, oder?
Andre Thomas
Nein, die Pflanzen haben sich auf unterschiedliche Böden spezialisiert. Es gibt nährstoffreiche und arme Böden, welche mit viel Kalk, andere mit viel Nitrat. Überall gibt es andere Pflanzen, die diesen Boden bevorzugen. Der Dünger geht darauf ein. Noch besser wäre Wechselwirtschaft. Immer eine andere Pflanze nach der ersten setzen, dann ergänzen sich die Bedürfnisse.
starmax
@tobix - in erster Linie ist der Mann ein ganz scharfsinniger Naturwissenschaftler und ehemaliger Atheist. Wer sich die - gewinnbringende - Mühe macht seine, total einleuchtenden YoouTube-Videos zu Ernährung, Geologie und Erdzeitalter aufmerksam anzuschauen, wird erstaunt sein, wie logisch und einleuchtend das alles ist. Er erläutert aber auch unabhängig davon , wie er zu denAlttestamentlern gefunden hat - weil er die biblisch erwähnte Sintflut nchweisen kann.. Nur mal so am Rande... Wikipedia ist wirklich nicht das Maß aller Dinge, besonders wenn man den Papst zum Gegner hat...
Heraklit1970
Ja! Ein "Wissenschaftler" (EX-Professor für Zoologie -was berechtigt ihn eigentlich jenseits seines Fachgebietes als sogenannter Experte aufzutreten?), der statt in einer Fachzeitschrift wie "Nature" seine Erkenntnisse auf Youtube veröffentlicht. Spricht für ihn... Und natürlich für das Weltbild von gewissen Personen, die einfache Erklärungen lieben.
BiHardy10
pflanzen brauchen zwar die gleichen - oder zumindest ähnliche - nährstoffe, aber nicht in den gleichen konzentrationen und proportionen. deshalb sind spezialdünger für tomaten, balkonpflanzen, zitrusfrüchte usw. durchaus sinnvoll. man sollte es aber auch nicht damit übertreiben.
starmax
Was berechtigt eigentlich gewisse Muffelköppe hier, anderen Leuten die Professur abzusprechen, hochwissenschaftliche Studiengänge abzuqualifizieren und eigenes Unverständnis in Reinkultur preiszugeben?
Walther Veith ist nach wie vor emeritierter Professor mit ruhendem Lehrauftrag, der den Mut hatte, seine gewonnenen Erkenntnisse in der Evolutionsbiologie, die diesem diametral zuwiderliefen, zu verkünden und offen zu verteten. Das wünschte man sich von manchem (Wirtschafts-)Wissenschaftler hierzulande, die allesamt Trial by error betreiben.
@heraklit: Der Hund bellt, die Karawane zieht weiter.
tobix
starmax, der Typ ist Professor für Zoologie - das sind Tiere, keine Pflanzen!
starmax
@tobix - ja und nein; der Typ hat wirklch noch ein bißchen mehr drauf: Seine Antwort zur Frage oben
tobix
@starmax: Kennst Du eine naturwissenschaftliche Quelle für die 84-Mineralien-These? Ich finde leider nur esoterische Seiten dazu, die auch noch über Photonen im Salz philisophieren.
starmax
Google mal unter Bodennährwert, Mengen- und Spurenelemente
Alle Mineralien hier (84?). Plus organische, humose Bestandteile humose Bestandteile. Interessant ist, daß nach Liebig immer der Nährstoff mit der geringsten Verfügbarkeit (=Mangel) über die Qualität der Pflanze entscheidet.
tobix
@starmax: Googlen nach "Bodennährwert" ist extremst erfolglos, die Mineralien-Seite sagt mir nichts über den Bedarf von Pflanzen aus, genauso wenig erhellend waren Humus oder Spurenelemente/Mengenelemente. Ein kleiner Hinweis gibt Hauptnährelemente.
Aber mir fehlt jetzt immernoch etwas zu den so oft genannten 84 Mineralien!
Poff.F
Es gibt unglaublich viele Arten von Pflanzen und alle sind ganz speziell auf ihre Umgebung angepasst, daher auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Wenn wir Pflanzen kultivieren, müssen wir die optimalen Bedingungen, an die sich die Pflanze in Jahrmillionen angepasst hat nachahmen, ganz ähnlich wie bei Fischen im Aquarium.
blume75
Nochmal ein kleines Beispiel gegen die obige These: Fleischfressende Pflanzen müssen sogar in einen ganz anderen Boden (Torf) gepflanzt werden und ein bisschen Eiweiß (Fliegen, etc.) ist auch nicht schlecht...