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Frage Nummer 58887 scharni

darf der Arbeitgeber Urlaubssperrzeiten vorschreiben

Ich arbeite im Handel und unser Arbeitgeber gibt Urlaubssperrzeiten vor. Ich habe eine Kollegin mit einem schulpflichtigen Kind und sie wollte in der Woche vor Ostern Urlaub haben, weil Ferien sind und sie zu ihren Eltern reisen wollte. Nun haben wir aber Urlaubssperre.Einen Betriebsrat gibt es nicht. Darf der AG den Urlaub streichen oder hat sie einen gesetzlichen Anspruch auf die freien Tage.
Antworten (4)
bh_roth
Ja, ein Arbeitgeber kann Sperrzeiten vorgeben. Und ja, du hast gesetzlichen Anspruch auf deinen Urlaub, aber nicht auf einen bestimmten Zeitraum. Sollte der Urlaub aber schon mal genehmigt worden sein, und jetzt wird er gestrichen, können für den Arbeitgeber Kosten entstehen (z.B. Storno-Kosten).
Meyerhuber
Genauso, wie er Werksferien vorschreiben kann, kann er auch Urlaubssperrzeiten vorschreiben und wenn Du bei VW am Band stehst und zu den Werksferien nicht verreisen möchtest, hast Du Pech gehabt.
Meyerhuber
Habe die Frage nochmals aufmerksam gelesen. Wenn der AG den Urlaub streicht, hat er ihn ja zuvor gewährt, dann kommen, wie oben erwähnt, evtl. Kosten auf den AG zu. Sollte mit 'Urlaub streichen' jedoch 'Urlaubsantrag ablehnen' gemeint sein, hat die Kollegin Pech. Konkreter, Pech hat so sowieso, nur für den 2. Fall hat sie doppelt Pech, sofern sie schon etwas kostenpflichtig gebucht hat, dann bleibt sie nämlich auf den Kosten sitzen.
mantrid
Sperrzeiten müssen betrieblich begründet sein, z.B. wegen der Inventur im Handel, Wartungsarbeiten in einer Raffinerie und ähnlichem. Wenn die Karwoche eine der Hauptumsatzzeiten des Betriebes sind, wäre das auch ein solcher Grund. So etwas muss aber rechtzeitig angekündigt werden und nicht erst, wenn jemand tatsächlich Urlaub beantragt.