"...Sollte sich das Ergebnis tatsächlich bestätigen, würde das die in wissenschaftlichen Kreisen weithin akzeptierte Einsteinsche Relativitätstheorie in ihren Grundfesten erschüttern.. Sie besagt, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum eine Konstante sei, und sich nichts schneller als sie bewege.
Anzeige:"




Zunächst wäre es schön, die Quelle, aus der diese Behauptung stammt, zu kennen.
Prinzipiell ist es in der Wissenschaft aber so, dass Theorien genau dies sind, nämlich Denkmodelle, mit denen man beobachtete Phänomene beschreiben und im gewissen Rahmen auch richtig vorhersagen kann. Viele Theorien in der Wissenschaft wurden später verworfen oder ihre Gültigkeit wurde eingeschränkt. Schönes Beispiel: Licht - Welle oder Partikel? Für beide Ansätze gibt es Gleichungen bzw. Modelle.
Die Relativitätstheorie hat sich über mehrere Jahrzente als gutes Modell erwiesen. Sollte ein neuer Teilaspekt nun von ihr nicht mehr erfasst werden, muss sie abgeändert werden oder eine neue Theorie entwickelt werden. Das macht sie aber nicht falsch, sondern in diesem Teilaspekt nicht anwendbar.




Die Quelle CERN ist oben - in rot - anklickbar. Und der "Teilaspekt" ist imho der wesentlichste Bestandteil von E.T.




Da wir uns hier nicht im Vakuum bewegen, kann das theoretisch sein. Licht interagiert stärker mit seiner Umgebung als Neutronis, wird also auch stärker beeinflusst.
Außerdem kann die Strecke durch Ablekungen in Schwerefeldern länger werden also für die Neutrinos. Also kommt das Licht auch später an.




Bitte im vorletzten Satz die letzten 4 Worte streichen.
Ansonsten muss ich mich wohl so weit korrigieren, dass hier kein Wettlauf zwischen Licht und Neutrinos stattfindet. Es ist wohl eher so, dass die tatsächliche Geschwindigkeit der Neutrinos von der theoretischen Geschwindigkeit abweicht. Denn einen vergleichenden Lichtstrahl können die Forscher nicht auf die Versuchsstrecke schicken. Er würde nie ankommen. Daher sehe ich hier eher einen Rechenfehler als eine Sensation.




Der Artikel aus der Süddeutschen beschreibt sehr schön, wieso die Wissenschaftler an ihren eigenen Ergebnissen berechtigte Zweifel haben.