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Frage Nummer 54903 bh_roth

Fahren im Schnee

Ich war einkaufen, hin und zurück 40 km, voll im Schneematsch. Da haben sich ganz schöne Schneemassen im Radkasten angesammelt. Meine Frage: Ist es denkbar, dass nach längerer Fahrt geradeaus, z.B. Autobahn, sich so viel Schneematsch ansammelt, dass die Lenkung blockiert, also z.B. nicht abgebogen werden kann? Spätestens dann, wenn das Fahrzeug dann über Nacht im Frost steht? Die Brocken vor der Fahrt entfernen, ist ja klar. aber wie es hinter dem Rad aussieht, weiß man ja nicht.
Antworten (7)
hphersel
eher nicht. Der Motor produziert ja nicht zu knapp Wärme, sodass schon deswegen hinter den Rädern (Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du mit "hinter" sozusagen "auf der Radinnenseite"), also zwischen Motor und Rad, während einer Fahrt nichts festsetzen kann, selbst wenn da ordentliche Schneemassen hinkämen. Und selbst das ist nicht gegeben, wie ich bei meinem Käfer sehe: auch bei ihm (Motor ist hinten) passiert nichts, einfach weil auf die Radinnenseite einfach keine großen Mengen Schee geraten. Sie werden durch die Fliehkräfte im Wesentlichen Radflächenparallel von der Lauffläche des Rades weggeschleudert und nicht schräg dazu.
Rocktan
Eher nicht. Der Schneesulz im Radkasten hinter den Rädern ist ja entsprechend gesalzen und kam schon in dieser Form hinter die Räder. Könnte aber dann passieren, wenn du das Auto abstellst und es knackig kalt wird über Nacht, wenn das Auto draussen steht.
ing793
die Lenkung wird nicht blockieren.
Es ist ja nicht so, dass Du stundenlang nur geradeaus fährst, ohne Lenkbewegungen. Selbst beim normalen Fahren hast Du immer wieder Korrekturen. D.h., hinter dem Rad bildet sich ein Radius und der bleibt auch im gefrorenen Zustand frei.
Und selbst wenn sich etwas ansammeln würde: das Eis wäre nicht kompakt genug, um den Lenk- und Fahrkräften zu widerstehen.
elfigy
Aus meinen Erfahrungen - es gab nie Beeinträchtigungen. Die Schnee- oder auch Eisklumpen fliegen einfach raus.
netter_fahrer
Seid da mal nicht so sicher: Ich erinnere mich an einen Winterurlaub vor ca. acht Jahren, mit hohem Schnee und gut -15°, der "Babb" im Radkasten war so hart gefroren dass genau das passierte: Die Lenkung ließ sich nur noch ca. 1/2 Umdrehung drehen...
Der Bauer des Ferienhofs half uns dann mit einem heißen Dampfstrahler.
Bei weniger Kälte ist mir das aber noch nicht passiert.
Rocktan
Bei -15 Grad wirkt ja auch Salz nicht mehr. Meine Rede: wenns über Nacht saukalt wird kann das passieren.
bh_roth
Ich persönlich hatte das Problem noch nicht, oder ich habe es nicht bemerkt. Es war nur so eine Überlegung. Was mir aber schon passiert ist: Ich habe mal auf einem frisch eingeschneitem Parkplatz eines großen Marktes mit meinem Auto "Schleudertraining" gemacht. Ziemlich lang. Dann habe ich das Auto in die Garage gestellt. Es knackte heftig in der Nacht. Am nächsten Tag fuhr ich das Auto auf die Bundesstraße, und dachte, das Auto zerlegt sich. Die ganze Karre rappelte und schlug, dass an ein Weiterfahren oberhalb von 60 km/h nicht zu denken war. Was war passiert? Auf den Felgeninnenseiten sammelte sich Schnee und Schmelzwasser, und gefror dort. Eine darauf folgende unglaubliche Unwucht beendete meinen sonntäglichen Ausflug.
Also ist ein festfrieren von Schneematsch-Masse denkbar.