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Justus Werner

Habt ihr euch mal mit liberalen Ideen beschäftigt? Sollte der universelle und kostenlose Musik-Download im Internet legal sein? Sollte künstlerisches Eigentum in Zukunft keinen Rechtsanspruch mehr haben? Oder seit ihr eher dagegen?


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ANTWORTEN (10)
14.01.2011, 20:59 Uhr
 
Highspeed

Es gibt doch schon kostenlosen, legalen Download von Musik im Internet.

Es gibt auch schon kostenlos und legal Kunst ohne Rechtsanspruch. Kannst Du sogar selber machen.

Das soll nicht bedeuten, dass ich das Verhalten der Musikindustrie gut finde. Das soll auch nicht bedeuten, dass ich die komerzielle Verwertung von Kunst verteufele oder für besonders wichtig halte.

Das bedeutet nur, dass es jeder selber in der Hand hat sich mit der Kunst zu befassen die er für richtig hält.

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16.01.2011, 05:51 Uhr
 
Dietann2

Ich bin nicht der Meinung, dass Downloads kostenlos sein sollten – schließlich hat der Künstler ein Recht darauf, für seine Arbeit bezahlt zu werden. Wenn Newcomer kostenlos Proben ins Netz stellen, ist das was anderes. Ich finde aber nicht, dass im Internet alles kostenlos verfügbar sein muss, das ist in meinen Augen nicht richtig.

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18.01.2011, 12:54 Uhr
 
Jörn Bergmann

Das muss sich ja nicht unbedingt ausschließen. Wenn ich eine CD kaufe, erwerbe ich ja auch nicht gleich die Rechte am Werk des Künstlers. Ich denke, das Geschäft wird sich ohnehin früher oder später ändern. Schon heute machen die Musiker ja mehr Kohle mit Konzerten und Merchandising als mit dem Verkauf von CDs.

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08.06.2011, 09:46 Uhr
 
hphersel

Künslerisches Eigentum ist nicht nur Musik. Wenn ich ein Buch schreibe (viel Arbeit!) und finde es kurze Zeit später eingescannt irgendwo zum herunterladen, bin ich darüber sicher nicht glücklich.

Oder anders gefragt: Ich möchte mein Buch verkaufen, sprich: damit Geld verdienen. Und wenn ich das nicht mehr darf, wenn ich darauf keinen Rechtsanspruch mehr habe, warum soll ich mir dann überhaupt die Mühe machen? Nur um mein ego zu füttern? Dafür gibt es genügend andere Möglichkeiten...

Wenn ich gar nicht die Absicht hatte, mit meiner Kunst Geld zu verdienen, sieht die Geschichte natürlich anders aus. Aber ob ich mein Werk verkaufe oder verschenke, muss meine eigene Entscheidung bleiben dürfen!

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08.06.2011, 22:51 Uhr
 
Daneel

Seit wann ist es "liberal" zu fordern, dass Leute für ihre Arbeit nicht bezahlt werden?

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08.06.2011, 23:07 Uhr
 
Musca

Fünf Sterne von mir für Daneel

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09.06.2011, 09:00 Uhr
 
screne

Klar muss die Arbeit, die hinter Kunst steckt, bezahlt werden. Der universelle und kostenlose Musik-Download sollte daher nicht pauschal legal sein. Künstler (nicht "Musik-Industrie") sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie etwas kostenlos oder kostenpflichtig anbieten wollen.

Die Musikindustrie ist allerdings dabei ein Hemmschuh, in dem sie 1. zu viel Geld verlangt, 2. von dem vielen Geld nur wenig die Künstler erreicht, sie 3. immer noch schläft was die (Weiter-)Entwicklung des Netzes angeht (Stichworte "DRM", "Sony & DRM-Fiasko", "Microsoft & Plays for Sure-DRM-Fiasko") und sich 4. der neuen Situation nur sehr langsam anpasst, Stichwort "GEMA & Youtube".

Das gleiche gilt für Film & TV. Man versuche nur mal, sich über Hulu.com/Fox.com in .de Videos anzusehen: "In ihrem Land nicht verfügbar". Als ob das Netz sich an Landesgrenzen halten würde oder Menschen außerhalb der USA zweitklassig sind. Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema.

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09.06.2011, 10:24 Uhr
 
netter_fahrer

Was hat das denn mit liberal zu tun? Tönt nicht die FDP am lautesten: Leistung muss sich wieder lohnen?

Wer würde denn noch künstlerisch tätig werden, wenn das Geschaffene kostenlos allen gehört und der Künstler dafür noch "drauflegt"?

Das hört sich eher nach Sozialismus an und der ist bekanntlich grandios gescheitert.

Welcher Schauspieler würde dann noch vor die Kamera gehen, welche Band auf Tournee, wenn sie das quasi selbst bezahlen müssten - und wovon?

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09.06.2011, 11:46 Uhr
 
poschi246

Wenn man mal das Bild eines Straßenmusikanten bemüht: Die Musikkonzerne benehmen sich so, als ob Straßenmusikanten 5 Bodyguards in 100m Entfernung aufstellen und sagen: Du kommst hier nicht weiter, außer Du gibst mir ein Euro. Für diese tolle Leistung kassieren sie dann gleich mal den Großteil, ein Bruchteil bekommt der Künstler.

Die Künstler können auch sehr gut leben wenn für ein Download o,20-o,30 € verlangt werden würden. Die Konzerne sollen den Leuten günstiger Zugang verschaffen. Kostet ein Song in sehr guter Qualität o,20 € wollen den doch viel mehr haben. Ein Portal mit wirklich großer Auswahl (alles) und günstigen Preisen wäre toll.

Kostenlos mit freiwilligen Spenden, soweit sind wir wahrscheinlich noch nicht, dass das funktioniert. Sicher aber ein Zukunftsmodell. Denn was im Kleinen funktioniert (Straßenmusikant) sollte im Großen um so eher funktionieren.

Die ganz Großen verdienen schon heute am meisten bei Konzerten und nicht durch Plattenverkauf!

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09.06.2011, 12:33 Uhr
 
Alex64

" Denn was im Kleinen funktioniert (Straßenmusikant) sollte im Großen um so eher funktionieren."

Dann denk mal darüber nach, warum der eine Strassenmusikant ist und der andere Millionär.

Capisce? DAS ist liberal - der erstere verkauft sich schlicht zu billig...

(Bitte ohne Wertung der Qualität oder bez. moralischer Wertigkeit sehen)

"Die ganz Großen verdienen schon heute am meisten bei Konzerten und nicht durch Plattenverkauf! "

Verzichtest Du denn freiwillig auf Weihnachtsgeld und Sondergratifikationen? Denn immerhin verdienst du ja mit dem regulären Monatsgehalt wohl eh mehr ...

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