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HanröderPILS

Hat eine Pfandflasche eine bessere Ökobilanz als Einweg-Plastikflaschen, aus denen neue entstehen?


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ANTWORTEN (15)
17.08.2011, 06:54 Uhr
 
antwortomat

JA.

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17.08.2011, 08:35 Uhr
 
Denis80

Ganz so eindeutig finde ich das nicht, denn Pfandflaschen müssen vor der erneuten Abfüllung erst mal gereinigt werden und evtl neu etikettiert werden.

Einweg Plastikflaschen können einfach verbrannt werden und daraus Energie gewonnen werden. Dieses Plastik enthält auch kein Gift, das dabei freigesetzt würde.

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17.08.2011, 09:10 Uhr
 
ing793

Mehrweg- und Einweg-Plastikflaschen bestehen grundsätzlich aus dem gleichen Material (PET). Mehrwegflaschen werden bis zu 25mal neu befüllt, Einwegflaschen geschreddert und (zumindest teilweise) zu neuen Flaschen verarbeitet.

Unter Berücksichtigung der gesamten Logistikkette ist die Mehrweg-PET-Flasche nach einer Untersuchung des NABU der Einweg-PET-Flasche eindeutig vorzuziehen.

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17.08.2011, 10:14 Uhr
 
Ingenius

Na klar. Die Herstellung neuer Flaschen aus alten Flaschen benötigt viel Energie. Das Einweg-Pfand ist die blöde Idee eines Spinners, der zur Zeit sogar als möglicher Bundeskanzler gehandelt wird.

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17.08.2011, 11:21 Uhr
 
ing793

Das war nicht die Idee des "Spinners". Er hat die Einführung des Einwegpfandes lediglich ausgeführt, beschlossen war sie schon Jahre früher.

Als die Müllberge anfingen, ins unermessliche zu steigen, weil alles verpackt werden musste, die Verpackungen auch noch mal verpackt und der Handel massiv in Einwegverpackungen gegangen ist, wurde das Duale System zum Recycling eingeführt mit der klaren Vorgabe: sollte die Recyclingquote einen bestimmten Wert unterschreiten, werden Zwangsmaßnahmen (Pfand) eingeführt (das war noch unter dem dicken Spinner!!).

Der Handel hatte kein Interesse an Mehrweg, den Verbrauchern waren die Müllberge scheißegal (ist ja keiner vor meiner Haustür) - ergo wurde der Grenzwert nach einigen Jahren unterschritten. Dummerweise war zu diesem Zeitpunkt kein Speichellecker der Industrie Umweltminister und so wurde tatsächlich umgesetzt, was die Wirtschaft mit Kohl vereinbart hatte.

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17.08.2011, 11:31 Uhr
 
Ingenius

Er hätte es ja nicht einführen müssen, also doch Spinner. Inzwischen suchen die Müllverbrennungsanlagen händeringend brennbaren Abfall, dafür werden sogar die mühsam sortierten gelben Säcke geplündert. Es gibt vernünftige Entscheidungen und politische Entscheidungen. Daran sieht man schon, dass dazwischen ein Unterschied besteht, und das Einwegpfand war eine politische Entscheidung.

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18.08.2011, 19:47 Uhr
 
antwortomat

@ingenius: Hätten nicht reine wirtschaftliche Interessen für den Bau zu vieler Verbrennungsanlagen geführt, dann wäre das Recycling der Einwegflaschen nicht diskussionswürdig, sondern ein klares Plus für die Ökobilanz. Das Öl aus dem die Kunststoffe gemacht werden ist nämlich zu schade um es zu verbrennen.

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18.08.2011, 20:28 Uhr
 
Ingenius

Ja, das ist richtig, Öl kann man besser verwenden als Plastik daraus zu machen, das anschließend verfeuert wird. Aber warum führt man dann ein Einwegpfand ein, das genau diese Vorgehensweise fördert?

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18.08.2011, 22:24 Uhr
 
antwortomat

Das Pfand wurde eingeführt um zu verhindern, dass die Flaschen überall statt im Müll landen. Gleiches gilt für Dosen.

Die Straßenreinigung an Autobahnausfahrten wollte darauf hin eine "Dosen aus dem Fenster schmeißen" Pflicht einführen.

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18.08.2011, 22:40 Uhr
 
zelliberlin

Flaschen, die nicht weggeworfen,sondern immer wieder mit selbsthergestellten Getränken gefüllt werden, haben mit Abstand die beste Bilanz. Das Gesetz mit dem Flaschenpfand für PET- Flaschen stammt übrigens, soweit mir das bekannt ist, aus den Zeiten, als eine Frau mit schlechter Frisur Umweltministerin war. Die Frisur hat sich geändert, das Amt auch....

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18.08.2011, 22:42 Uhr
 
Ingenius

Fünfte und damit letzte Antwort zu diesen Thema: Wenn die Leute die Flaschen sowieso zurückbringen sollen, hätte man das Mehrwegsystem stärken sollen. Dann könnten die Flaschen mehrmals verwendet werden. Aber was bringt es, eine Einwegflasche zurückzubringen, die dann im Automaten zerstört wird? Das ist Material- und Energieverschwendung. Auf solche Ideen kommen wirklich nur Spinner, und der soll nie Bundeskanzler werden.

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18.08.2011, 23:10 Uhr
 
ing793

die Antwort geht wirklich völlig am Thema vorbei und zeugt zumindest in einem Teil des Weltbildes von vollkommener Ignoranz.

Andererseits bin ich wirklich heilfroh, dass es die letzte zu diesem Thema ist

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19.08.2011, 08:05 Uhr
 
Schumie

Naja, mittlerweile gibt es ja auch Pfand auf Einweg-Flaschen. Aber ich denke, worauf du hinauswillst, ist, dass Mehrwegflaschen tatsächlich besser für die Umwelt sind. Die werden ja nur gereinigt und neubefüllt. Beim Einschmelzen von Einwegflaschen dagegen entstehen umweltschädliche Gase.

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19.08.2011, 08:05 Uhr
 
Ziegler436

Ich denke schon. Die Einweg-Flaschen werden ja oft einfach nur geshreddert und dann nach Fernost verkauft, wo irgendwelche anderen Sachen daraus produziert werden. Pfandflaschen aus Glas werden hingegen ausgespült und wiederverwendet, das ist ökologisch günstiger, denke ich.

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19.08.2011, 10:15 Uhr
 
neumann

Eigentlich nicht, denn die Energien,die aufgewendet werden müssen, um die Flaschen zu reinigen und wieder in Umlauf zu bringen, stehen sich in etwa gleich mit denen der Einschmelzung und Neufabrizierung der Einwegflaschen. Auch sind die Transportwege für wiederverdwendbare Flaschen länger, auch dies fällt negativ bei der Ökobilanz auf.

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