Mit Beginn der Wechseljahre werden meine Kopfhaare zusehends weniger. Nun hat mir ein Frisör ein Coffein-Tonikum empfohlen. Hilft das wirklich oder ist das nur Geldschinderei mit der weiblichen Eitelkeit ?




bisher jedenfalls gibt es keine klinischen studien, die das beweisen oder widerlegen.
jedenfalls sind kosmetika von diversen firmen, die sich mit "koffeinhaltig" schmücken, eher übertriebene marketingschmähs. koffein ist als substanz belebend, in den meisten shampoos und toniken findet sich jedoch auch menthol um diesen effekt zu verstärlken. koffein kommt wenn, dann nur in sehr geringer dosierung zum einsatz.




Es heißt, dass der Effekt von Koffein-Tinkturen bei Männern stärker sein soll als bei Frauen, da das Koffein vor allem gegen Haarausfall helfen soll, bei dem Testosteron eine entscheidende Rolle spielt.
http://www.alpecin.de/de/forschung/studien/wachstumsphasen_der_haare_bei_erblichem_haarausfall.html




1. Koffein _kann_ helfen, allerdings zumeist nur bei Männern und auch da nicht bei allen.
2. Kaffeetrinken hat damit nichts zu tun. Das Koffein muss direkt an die Haarwurzel.
3. In deiner Frage hast du quasi schon die Antwort gegeben: Haarausfall ist entweder genetisch bedingt (nix zu machen!) oder, wie wahrscheinlich in deinem Fall, hormonell bedingt. Zu Beginn der Menopause ändert sich u. a. das Verhältnis von Testosteron und Östrogen, was neben anderen Faktoren, sich auch im Haarwuchs niederschlägt. Eine (nicht billige) ärztliche Analyse des Hormonstatus kann hier Klarheit bringen; anschließend _könnten_ entsprechende Hormontabletten verschrieben werden. Bei Männern fortgeschrittenen Alters hat sich z. B. Finastirid gut bewährt, obwohl es ursprünglich für einen ganz anderen Einsatz geplant war.




Meine Kopfhaut juckte und ich verlor immer mehr Haare. Z. T. schimmerte schon stark die Kopfhaut durch. Dann versuchte ich es mit Plantur 39. Das stoppte wirklich den Haarausfall. Ob das am Koffein lag, weiß ich nicht. Das Jucken hörte jedoch nicht auf. Der Hautarzt erklärte, dass meine Kopfhaut zu trocken sei. Daraufhin kaufte ich mir ein Shampoo von Eucerin, und zwar Shampoo 5% Urea. Allein benutzt hörte zwar das Jucken auf, aber die Haare fielen wieder aus. Dann versuchte ich, die zwei Shampoos zu mischen. Und siehe da, es funktionierte. Kein Haarausfall mehr und die Kopfhaut juckt nur noch selten und höchstens ein bisschen.
Ich versichere, das ist keine Werbung und ich bekomme auch kein Geld dafür. Viel Glück. Vielleicht hilft es auch Ihnen.




Ein Haarausfall von bis zu 80 Haaren pro Tag (auch über einen längeren Zeitraum) gilt noch als normal und hängt mit dem natürlichen Haarwechsel zusammen.
Dass deine Haare "zusehends" weniger werden, kommt dir wahrscheinlich nur so vor, denn androgenetischen Haarausfall (Glatzenbildung) wie bei Männern gibt es bei Frauen auch in den Wechseljahren nicht.




Hallo, ich hatte das gleiche Problem. Coffein-Shampoo hat bi mir überhaupt nichts geholfen - dafür aber das Mittel "Karison Crinale". Das ist eine Lösung die äußerlich angewandt, also auf die Kopfhaut geträufelt wird. Ist verschreibungspflichtung - ich hab's vom Hausarzt bekommen und dann ca. 3-4 Monate angewandt. Es wurde damit nicht nur mein Haarausfall gestoppt, sondern es wuchs auch wieder kräftig nach. Nebenwirkungen hatte ich keine. Versuchen Sie es mal - viel Erfolg!
#s




Im Gegensatz zu Volvicis Antwort gibt es durchaus auch androgenetischen Haarausfall bei Frauen. Auch Frauen haben etwas Testosteron im Koerper, und bei manchen reagieren die Haarwurzeln staerker auf dieses. Zudem steigt in den Wechseljahren relativ der Testosteron-Anteil, da die weiblichen Sexualhormone zurueckgehen.
Ein weiterer Rat waere, den Arzt die Schilddruesenwerte ueberpruefen zu lassen, denn bis zu 10% der Bevoelkerung hat eine Hashimoto Thyreoiditis, meist ohne es zu wissen, und Haarausfall ist eine der haeufigen Nebenwirkungen. Dann wuerde als Nebeneffekt der Behandlung auch der Haarausfall gestoppt. Koffein halte ich fuer kaum oder nicht wirksam.




Hallo,
ich habe auch gute Erfahrungen mit Koffein-Shampoos gemacht. Die "plustern" wenigstens die verbleibenden Haare auch noch ein bisschen auf, habe ich das Gefühl. Grundsätzlich sind allerdings Stress und Östrogenmangel Hauptursachen für das "Ausdünnen". Daher kann das Koffein-Shampoo immer nur eine Komponente sein. Es schadet aber auf keinen Fall und ich finde, es macht die Haare wirklich schön. Ob ein Tonikum vom Frisör da jetzt wesentlich besser ist als vielleicht einfach mal eine Tasse (abgekühlten) Kaffee in die Haare...keine Ahnung. Von der Logik her würde ich sagen, ein Tonikum ist ja nichts anderes als konzentrierter Extrakt in einer (Wasser-)Lösung, oder? Also, da würde ich mir lieber fünf Löffel löslichen Kaffee ins Täßchen kippen, abkühlen lassen und schwupps über die Haare.