Dierner23

Ich bin in meinem bisherigen Beruf total unglücklich. Bis zu welchem Alter macht eine neue Ausbildung Sinn? Werde dieses Jahr 30.


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ANTWORTEN (18)
19.07.2012, 09:20 Uhr
 
bh_roth

Die Sache ist die: Wenn du mit 30 Jahren den Beruf wechseln willst, bist du in deinem neuen Beruf mit ca.33 Jahren ein Grünschnabel, wo andere schon 10 - 15 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Rate mal, wen ich einstellen würde?

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19.07.2012, 09:25 Uhr
 
roth_BH

Macht IMMER Sinn!

Wenn ich mir vorstelle noch ca. 37 Jahre in einem Beruf tätig zu sein der mich total unglücklich macht, dann würde ich sofort handeln.

Ich war eine Zeitlang in der Abschreckung tätig und muss mir jetzt auch überlegen wie ich die Zeit (sinnvoll) totschlage.

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19.07.2012, 10:14 Uhr
 
ing793

wenn Du es Dir leisten kannst (Familie?), neu anzufangen, dann tu es.

Im Handwerk ist so ein Mangel - erst gestern kam im Radio ein Bericht, dass irgendwo in Westfalen die Handwerkskammer ein Programm aufgelegt hat, um z.B. Studienabbrecher in die Lehre zu holen.

Bei 37 Jahren Restarbeitsleben (wie schon erwähnt) wäre es fatal, jeden Tag unzufrieden zur Arbeit zu gehen.

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19.07.2012, 10:56 Uhr
 
BerndSchuster

Meiner Meinung nach macht das immer Sinn. Du kannst ja zum Beispiel auch ein Fernstdium machen anstatt einer Ausbildung. Erstmal kannste dann weiterhin in deinem Beruf zum Beispiel arbeiten und bekommst eben mehr Geld als bei einer Ausbildung.

Ich würde mich auf jeden Fall mal informieren.

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19.07.2012, 11:20 Uhr
 
starmax

Wir lernen lebenslang dazu. Deshalb ist es sinnvoll,

a) nicht mehr "das macht Sinn" zu sagen/schreiben,

b) vor dem Schreiben nachzudenken,

c) sich und seine Neigungen zu erforschen, um in einem Beruf Berufung zu finden - auch als Quereinsteiger.

Die sind meist motivierter - und deshalb erfolgreicher, wie viele Autobiografien Prominenter beweisen.

Albert Einstein war auch so einer; und hätte bei bh_roth keine Chance gehabt? Prust,..

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19.07.2012, 14:58 Uhr
 
Sallah

Sogar Naddel sucht den Neuanfang!

http://unterhaltung.t-online.de/nadja-abd-el-farrag-sucht-einen-mann/id_58050440/index

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19.07.2012, 15:07 Uhr
 
roth_BH

Stimmt, diese alten Ansichten werden mehr und mehr abgemustert.

Die Motivation (Eigenmotivation) zählt mehr als die Befehlsempfänger die nur funktionieren.

Gruß, Meldung, Gruß ist nicht mehr.

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19.07.2012, 15:41 Uhr
 
Ariette

Wenn du es dir leisten kannst?! Ich halte es auch jederzeit für sinnvoll, auch wenn du anderen gegenüber, die in deinem Alter sind, die dann deinen neuen Job schon länger machen einen kleinen Nachteil hast. Aber ist ja nicht so, dass du gar nichts vorweisen kannst. Vielleicht können dir ja deine bisherigen Erfahrungen auch hilfreich sein?! Viel schlimmer wäre es doch, einen Job noch weitere 40 Jahre zu machen, den du gar nicht magst, immerhin geht ein Großteil deiner Tageszeit dafür drauf.

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20.07.2012, 22:21 Uhr
 
LeticiArt1861

Es gibt Menschen, vor allem die Berater vom Arbeitsamt, die auch noch in einem viel weiter fortgeschrittenen Alter zu einer Umschulung bzw. einer anderweitigen Ausbildung raten werden. Die richtig große Karriere wird man wahrscheinlich nicht mehr machen, wenn man erst mit Mitte 30 ausgelernt hat. Es kommt allerdings immer darauf an, welchen Berufszweig man einschlägt und wie die Zukunftschancen generell in diesem Wunschberuf sind.

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20.07.2012, 22:45 Uhr
 
bh_roth

@starmax: es ist leicht, mit solchen Beispielen eine Meinung (meine) auszuhebeln. Das ist etwa so wie der, der aus dem Hinterhalt schießt. Deshalb werde ich mich auch nicht verteidigen. Es ist meine persönliche Meinung, und auch Einstein, der ja gerne zitiert wird, hatte es schwer als "Seiteneinsteiger". Und deshalb ist dein Beispiel gut, und unterstreicht nur meine These. Denn es gibt ganz ganz wenige Einstein.

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21.07.2012, 21:21 Uhr
 
SebaFu

Eine Umschulung in diesem Fall ist auf jeden Fall sinvoll. Wenn man bedenkt, daß man noch 30 Arbeitsjahre vor sich hat. Außerdem muß man für bestimmte Berufe auch nicht mehr die ganze Ausbildung von vorne beginnen, da ein Teil der vorhandenen Berufsjahre für die Umschulung anerkannt werden. Auch finanziell gibt es die Möglichkeit, sich von der Arbeitsagentur Unterstützung zu holen.

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22.07.2012, 13:31 Uhr
 
Gerdd

Alle Vorredner hier haben einen wichtigen Punkt vergessen: Ob das Sinn macht, hängt ja ganz entscheidend davon ab, was du bisher gemacht hast und was dir so vorschwebt, was du als nächstes machen willst. Wenn ich zum Beispiel J.K. Rowling frage, was sie von einer Zweitkarriere als Schriftstellerin hält, dann wird sie sich wahrscheinlich recht positiv äußern.

Manch eine Zweitkarriere benötigt ja auch kein Bachelorstudium oder eine dreijährige Lehre. Wer zehn Jahre beim Finanzamt war, bekommt vermutlich in der sogenannten "freien Wirtschaft" eine zweite Chance. Will man danach lieber Zahnarzt werden, gibt es vermutlich keine Abkürzung.

P.S. @starmax: Selbsternannten Puristen, for die nichts "Sinn machen" darf, kann ich nur entgegenhalten, daß für sie dann auch nichts Spaß machen darf. Und das finde ich dann schade für diese Menschen.

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22.07.2012, 13:45 Uhr
 
starmax

@gerdd - dass etwas Spaß macht bzw. mir oder dir spaß macht, ergibt einen Sinn - machen tut es deshalb noch lange keinen.

Da ich kein Purist bin, schon gar kein selbsternannter, sonder nur ein Anhänger guter Sprache (weil die den Kulturstand eines Volkes widergibt), lasse ich dir natürlich deine Outing als oberflächlichen Menschen.

@bh-roth: Ich denke, wir liegen beide richtig mit unserer Auffassung. Das Spektrum reicht eben von - bis. Was hier beim Fragestellerer zutrifft, wird nur er wissen.

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22.07.2012, 13:49 Uhr
 
Gerdd

@starmax: Über oberflächlich oder so - das lassen wir hier lieber. Aber ich sehe den Unterschied einfach nicht. Umgekehrt, darf ich mal fragen, um welche "gute Sprache" es eigentlich geht? Oder warum darf das Anlehnen von Fahrrädern von einem "Owner" verboten werden, aber nicht von, z.B. einem Eigentümer? (so soeben gelesen.)

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22.07.2012, 13:55 Uhr
 
starmax

Der Einsatz von Fremdwörtern ist meines wissen nicht untersagt. Mir war der deutsche Begriff vorhin zu lang, da ich in Eile war. Und "making sense" aus dem englischen kann eben nicht wörtlich ins deutsche übersetzt werden (aktiv- oder Passivform). Das weiss jeder, der aufgepasst und seine sieben Sinne noch beieinander hat ;-))

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24.07.2012, 15:10 Uhr
 
Freddy1234

Eine Umschulung macht grundsätzlich Sinn, wenn man sich in seinem derzeitigen Beruf unwohl fühlt. Selbstverständlich macht eine neue Ausbildung immer weniger Sinn, je älter man wird. Zudem ist es sicherlich eine finanzielle Frage, ob die Ausbildungsvergütung den Lebensbedarf deckt. Grundsätzlich sollte man sich allerdings bei dem ausgeübten Beruf wohlfühlen, da man ihn vermutlich sein Leben lang ausübt.

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31.07.2012, 14:12 Uhr
 
ronnie62

kein thema - schau dir die leute in den ausbildungsfilmen an, da sind viele dabei, die dein alter haben oder wenigstens annähernd. die unternehmen suchen azubis, meistens sowieso üner 18 mit führerschein und langjähriger berufserfahrung ;-) viel spass beim bewerben!

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25.01.2013, 12:42 Uhr
 
MiriamHa

Ich kann dir nur raten: mach es einfach! Es gibt soooooo viele Studenten, die 40+ sind und nicht weniger Auszubildende, die ebenfalls Ende 20, Anfang 30 sind. das ist absolut machbar, ist halt nur ne Frage des Willens. Und klar, du musst dich darauf einstellen, erstmal wieder 'nur' Handlanger zu sein. Aber ich bin sicher, das ist es wert. Man hat halt nur dieses eine Leben, also sollte man auch was draus machen.

Viel Glück!

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