



Vielfach, etwa bei schlechten, sonnenarmen Sommern wie 2009, wird "saurem" Most unvergorene, also zuckerhaltige sog. Süßreserve zugegeben.
Normalerweise ist der Zuckergehalt im Wein (Oechsle) natürlich, er entsteht während der Reifung der Trauben. Hefe wandelt während der Reifung von Most zu Wein den Zucker in Alkohol um, je länger man das lässt, um so mehr. Durchgegorene, also Weine ohne Restsüße, sind oft "kratzig" und unharmonischer als Weine mit mehr Süßegehalt. Süße Weine haben mindestens 45g Restzucker pro Liter, trockene Weine nur ein Zehntel davon. Zum Wohl!




Die Süße kann in der Tat durch Zucker oder anderen süßen Weininhaltsstoffen zustande kommen. Dafür gibt es Richtlinen, du solltest dich auch sehr gut beim Hersteller informieren können. Natürlich aber spielt auch die geschmackliche Umgebung eine serh große Rolle.




So selten ist das gar nicht - ich kenne viele die nur süßen Wein trinken. Also generell hat der schon mehr Zucker als trockener Wein, aber auch andere Zusatzstoffe können für mehr Süße sorgen. Schau mal hier ist es sehr gut erklärt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschmacksangabe_(Wein)




Ich glaube, das ist eher ein chemischer Prozess. Zum einen ist die Voraussetzung, dass die Trauben sehr süß sein sollen. Aber was den Wein tatsächlich süß macht, ist wenn die Gärung vorzeitig beendet wird. Das geschieht durch Kühlung. Bei billigen Weinen wird jedoch häufig einfach mit Traubensaft oder Zuckerzusatz gepanscht.




Hi fabeck23, ich bin Winzer und angehender Winzermeister :) und naja der "Restzucker" also das was einen Wein süss oder trocken schmecken läßt, sind die nicht vergorenen Frucht"zucker"anteil der Trauben, der nach der Gärung nicht in Alkohol umgewandelt wurde.
Deshalb wird auch nie im Leben ein Eiswein mit 100 und mehr Grad Oechsle trocken ausgebaut werden. Weil sonst der fertige Wein 16% Alkohol hätte. :)