Alle schreien immer nach Energie sparen. Kann man einen Oltimer denn überhaupt noch auf die Straßen lassen?




Aber natürlich - gerade unter ökologischen Gesichtspunkten ist doch ein Fahrzeug, das 30 Jahre und älter ist, gelebter Umweltschutz. Denn für ein neues Fahrzeug braucht es jede Menge Rohstoffe - insgesamt min. 1 Tonne. Die Förderung dieser Rohstoffe verbraucht Energie (die erst produziert werden muß und selbst co2 etc. abgibt) sowie Wasser (alleine im Abbau von Euisenerzen) und produziert Umweltgifte (Lacke, Plastik etc.). Und wenn ein Pkw zum Schrott geht, läßt sich manches, aber längst nicht alles wiederverwerten, der Rest ist giftiger Sondermüll. Die Förderung von Neuwagen ist unzeitgemäß, nicht der Oldtimer ;-)




Ich finde, Du hast absolut recht. Diese alten Energiefresser sind überhaupt nicht mehr zeitgemäß, Sie verbrauchen 10 – 20 Liter auf 100 Kilometer. Um die Sicherheit ist es doch auch nicht gerade gut bestellt. Funzeliges Licht, keine Airbags, kein Seitenaufprallschutz. Dass die Oltimer dann auch noch verbilligt auf den Straßen fahren dürfen, ist eigentlich gar nicht zumutbar.




Ein echter Oldtimer ist ein mindestens 30 Jahre altes Fahrzeug, und ich bin der Meinung, so ein altes Auto oder Motorrad zu erhalten, zu restaurieren und zu pflegen, ist auch der Erhalt eines Kulturgutes.
Ein Kollege fährt seit vielen Jahren im Alltag einen 1974er Opel Manta im Originalzustand, mit 90 PS, Nachrüstkat, ohne Airbag, Klima und E-Fenster. Braucht er auch nicht. Er hat ein schönes altes Auto, das man garantiert nicht an jeder Ecke sieht, das genauso zuverlässig ist wie manches moderne Auto -was nicht drin ist geht auch nicht kaputt- und verbraucht um 8 Liter Benzin. Die Ersatzteilversorgung ist erstaunlich gut, so manches Teil kostet weit weniger als bei modernen Autos! Fehlende Sicherheitsausstattung wird durch defensive Fahrweise kompensiert, niemand wird damit Autobahn-Bleifußtouren machen. Sicher: Ohne einige Schrauberkenntnisse sollte man da nicht dran gehen, aber so ein schönes altes Auto wegzuwerfen nur weil es eine vermeintliche Dreckschleuder ist, ist Schmarrn.




Ob die Herstellung eines Neufahrzeugs umweltfreundlicher ist, als der Weiterbetrieb eines alten Autos, hängt in erster Linie von der Fahrleistung und dem unterschiedlichen Spritverbrauch ab. Wer ein altes Fahrzeug nur gelegentlich nutzt, schneidet vermutlich nur bei den Schadstoffen Stickoxiden und ggf. Ruß schlechter ab, nicht bei den CO2-Emissionen. Dafür müsste das Neufahrzeug schon erheblich weniger Sprit verbrauchen. Die detaillierte Expertenantwort gibt es übrigens beim Klima-Orakel (www.klima-orakel.de).




Der Mini-Porsche für die Stadt heißt Cayenne.
Cheyenne ist a) ein Indianerstamm und b) ein elementarer Bestandteil des Kevinismus-Chantalismus ;-)))




Wenn man bedenkt, wieviel Energie für die Herstellung eines Fahrzeugs benötigt wird, dann sind Oldtimer sehr energiesparend. Wenn bei neuen Fahrzeugen eine Lichtquelle im Tachoeinsatz kaputt ist, muss man für teures Geld gleich einen neuen Einsatz kaufen, während ich bei meinem Oldtimer für ein paar Cent eine neue Glühlampe einsetze. Umweltfreundlich sind neue Fahrzeuge nur im Hinblick auf den reinen Spritverbrauch, bei Ersatzteilen ganz bestimmt nicht!




Wer einen Oldtimer hat und pflegt, fährt in der Regel im Sommer damit durch die Stadt, nimmt einmal jährlich damit an einer Ausfahrt des Oldtimerclubs teil, macht noch einmal damit einen Auslflug an den Strand. Das war's. Sprich: ein Oldtimer fährt durchschnittlich kaum 1.000 km jährlich. Daher fallen Oldtimer ökologisch nicht ins Gewicht.
Es ist in erster Linie Hobby und Pflege von Kulturgut. Im übrigen verbraucht ein Sparkäfer nicht unbedingt mehr als ein Golf VI.




Oldtimer haben gegenüber einem neuen Auto zwei große Nachteile:
Je nach Alter und Typ gibt es keine passive Sicherheit.
Die Autoindustrie verdient nichts an Ihnen.
Es gibt natürlich Oldtimer, die viel Sprit verbrauchen, Sparkäfer, Kadett, R4, Ente kommen jedoch mit 6-8 Litern hin (auch in der Sadt). Die Preise für Verschleißteile sind meistens geringer als bei neuen Autos (Luft-, Ölfilter, Bremsbeläge) usw. Und für den Energieaufwand für die Neuproduktion eines neuen Autos kann man auch einen moderaten Mehrverbrauch (so er dann existiert) lange abfangen. Und oft lassen sich auch alte Autos mit G-Kats nachrüsten; dann siehts für neue Autos noch schlechter aus.