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Frage Nummer 3000053199 Gast

Ist ein Leitungswasserschaden ein versteckter Mangel, auch wenn angeblich behoben?

Beim Abschluss einer Gebäudeversicherung ist bekannt geworden, dass die Juni
2016 erworbene Immobilie in den Jahren 2013 und 2014 je einen Leitungswasserschaden mit einem Schadenbetrag von ca. 3500 € bzw. 5700 € hatte.
Besteht ein arglistiges Verschweigen eines Mangels, auch wenn der Schaden angeblich behoben seien soll?
Antworten (11)
ing793
ein "Mangel" ist nach meinem Rechtsempfinden etwas, das fortbesteht.
Wenn ein Schaden fachmännisch repariert wurde, besteht er nicht fort. Also stellen die Schäden keinen Mangel dar.

Nur zum Vergleich: wenn an Deinem Auto die Wasserpumpe kaputt gegangen ist und sie in der Werkstatt gegen eine neue ausgetauscht wurde - müsstest Du einen späteren Käufer dann aktiv darauf hinweisen? Natürlich nicht!

Du darfst es nicht verneinen, wenn er gezielt danach fragt, das wäre etwas anderes.
Insofern hast Du vor dem Kauf des Hauses offensichtlich nicht genügend oder die falschen Fragen gestellt.
Skorti
Ein Wasserschaden ist allerdings ein Mangel, der ggf. Nachfolgeschäden hat.
Zum Beispiel Schimmel, wenn die Wand nicht richtig trockengelegt wurde.
Sollten solche Mängel noch bestehen, dann wäre es evtl. eine arglistige Täuschung.
ing793
@Skorti: wenn der Schaden "fachmännisch repariert" wurde, dann ist die Wand trockengelegt.
Arglist ist übrigens ausgeschlossen, wenn der Käufer den Mangel kannte oder hätte kennen müssen.
Wer ein Haus mit Schimmel kauft, ist selber Schuld, also gibt es entweder keinen Schimmel oder kein "arglistiges Verschweigen".
Wer ein Haus mit feuchten Wänden kauft, ist selber Schuld, also gibt es entweder keine feuchten Wände oder kein "arglistiges Verschweigen".
Beides sind Dinge, die ein einigermaßen sachkundiger Berater vor dem Kauf erkennen muss.
Amos
Grundsätzlich ist ein solcher Schaden nach § 153 BBG sowie BGB justiziabel. Ein durchschnittlicher RA könnte sich damit 200 Euro verdienen.
miele
Ein Mangel liegt im jurististischen Sinne vor, wenn die Istbeschaffenheit des Vertragsgegenstandes nicht der Sollbeschaffenheit entspricht.
Etwas war undicht (oder vielleicht nur ein Fenster nicht geschlossen?) es wurde repariert / abgedichtet, wenn erforderlich anschließend technisch getrocknet, das wars. Wo ist der Mangel oder der Schaden?
Ich frage gerne auch anders: Ist eine Leitung oder eine Abdichtung undicht? Ist ein Bauteil nass? Das wäre ein dann (möglicherweise, nicht zwangsläufig) ein Mangel.
panther
Einem Vorbesitzer Arglistigkeit nachzuweisen, wenn dieser von Bauphysik keine Ahnung hat und seinen Handwerkern vertraut hat, ist quasi unmöglich.
Wer eine Immobilie kauft, sollte mA vorher entscheiden welche Risiken er ausschließen möchte und dieses dann auch tun - oder lassen und dann aber nachher die Konsequenzen tragen.
Im Bezug auf den geschilderten Fall hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Schimmelspürhund angeschlagen, ein Baugutachter kann leider die Wand auch nur von außen ansehen/messen und hilft in solchen Fällen nur bedingt.
miele
Von einer Wand wurde nicht berichtet.
Mit Bauphysik hat das nichts zu tun.
Typisches mitteleuropäisches Massivmauerwerk schimmelt nicht, Betonwände ebensowenig.
Einer vernünftigen Untersuchung durch einen Sachverstängigen würde ich mehr Vertrauen entgegenbringen, als einem Hund.
panther
Ojeoje, miele! Was für Wissenslücken....
Amos
Panther und panther: es wird ziemlich bescheuert. Derjenige hat ein Problem.
panther
Contenance svp
steinhaus
Um diese Frage zu beantworten, muss man wissen:
1) Gab es eine konkrete Frage, die unkorrekt beantwortet wurde?
2) Hängen die Schäden zusammen? Ist zu erwarten, dass aus dem gleichen Grund ein neuer Schäden entsteht.
Zufällige Einzelereignisse werden kein Problem sein. Ein Problem entsteht, wenn zb. ein Problem vorhanden ist, das auch in Zukunft für Probleme sorgen kann. Das ist der Fall, wenn zum Beispiel die Rohre nicht fachmännisch verlegt wurden und darum an einer anderen Stelle auf Grund der gleichen Ursache ein neuer Schaden entstehen kann.