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Frage Nummer 56862 Amos

Ist jemals eine "Rote Karte" im Fußball nach Protest des entsprechenden Spielers zurückgenommen worden?

Oder ist die Entscheidung des Schiedsrichters unwiderruflich? Und kann höchstens im Nachhinein revidiert werden, wenn es der entsprechenden Mannschaft nichts mehr nützt?
Antworten (7)
elfigy
Soweit mir bekannt ist, ist eine Schiedsrichterentscheidung eine sogenannte Tatsachenentscheidung. D.h. , wenn er weiterspielen läßt, gilt die rote Karte, auch wenn sich nachher in Zeitlupe herausstellt, dass es eine Fehlentscheidung war. Solange er nicht weiterspielen lässt, kann er neu entscheiden. Kommt aber eigentlich nie vor, wahrscheinlich aus pädagogischen Gründen, sonst gäbs da jedes mal endlose Debatten.
bh_roth
Ja, erst vor 5 Tagen das letzte mal. Kann man bei google finden, wenn man "rote Karte aufheben" eingibt, lieber Amos.:-)
Allerdings geht das nur im Nachhinein, denn ein Sportgericht bestätigt oder widerruft die Schiri-Entscheidung.
Amos
Ich wollte eigentlich damit die Frage stellen, ob mal ein Schiedsrichter auf Grund der wütenden Proteste der Spieler die Karte UNMITTELBAR wieder zurückgesteckt hätte. Ob er sich quasi so beeinflussen läßt, daß er umgehend seine Entscheidung rückgängig macht. War vielleicht mißverständlich formuliert.
elfigy
Da wird dann aber nur die Sperre aufgehoben. Am Spielausgang ändert sich dadurch nichts. Obwohl die Mannschaft dann mit 10 Mann unterlegen war und das evtl. den Spielausgang mitbestimmt hat.
bh_roth
Korrekt. Es gibt 2 Folgen bei Rot: Die unmittelbare und die mittelbare. Die unmittelbare stellt den Platzverweis dar, und die mittelbare die Sperre. Die mittelbare wird aber durch das Sportgericht des Dachverbandes ausgesprochen, also bestätigt, oder aufgehoben.
Eine aufgehobene Karte unmittelbar im Spiel ist nicht dokumentiert.
MaG666
Tatsächlich hat ein Schiedsrichter das Recht, eine getroffene Entscheidung sofort wieder zu revidieren und es ist auch schon vorgekommen. Allerdings nicht weil sich der betroffene Spieler beschwert hat, das die rote Karte zu hart ist, sondern eher in folgenden 2 Fällen:

A) Der Schiri hat schlicht und ergreifend dem falschen Spieler die rote Karte gezeigt. Nach Klärung der Sachlage bekommt der richtige Spieler die rote Karte und der Andere darf doch weiterspielen

B) Der angeblich gefoulte Spieler ist so fair, dass er dem Schiri sagt, dass er wohl doch eher über eine Grassnarbe gestolpert ist und nicht gefoult wurde. Auch dann kann der Schiri die rote Karte zurücknehmen.

Beide Fälle sind so oder ähnlich bereits vorgekommen.
maradonner
Ich kenne nur diesen Fall. Entspricht aber nicht ganz deiner Frage ;) ist aber witzig.