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Frage Nummer 56860 Amos

Ist Streik ein legitimes, d. h. im Arbeitsrecht abgesichertes Mittel des Arbeitskampfes?

Wieviel Tage im Jahr stehen einem zu? Ab wann sind die berechtigten Interessen eines Arbeitgebers höherwertig? Gibt es auch Sanktionen oder kann man als organisierter AN tun und lassen, was man will?
Antworten (1)
Skorti
Streik ist ein legitimes Mittel des Arbeitkampfes. Es gibt keine zeitliche Begrenzung.
Da bei einem Streik die Gewerkschaft das Streikgeld, also eigentlich die Lohnfortzahlung, zahlen muss, wird der Gewerkschaft auch mal das Geld ausgehen. Solange kann sie aber Streiken.
Da die Arbeitgeber weniger Geld erhalten, als sie Netto verdienen, werden auch die evtl. nach einiger Zeit gewillt sein einen Kompromiss einzugehen.
Natürlich kann der AN nicht machen was er will, er muss sich an die Gesetze halten und die geben die Voraussetzungen für einen Streik penibel vor.
Die Interessen des Arbeitgebers sind nie höherwertig, da er nur gleichberechtigter Tarifpartner ist, jedoch können Gerichte einen Streik verbieten, weil die Interessen der Allgemeinheit als höherwertig eingestuft werden.
Der AG ist aber auch nicht machtlos, er kann aussperren, oder aber auch einen Kompromiss aushandeln und seine Mitarbeiter einfach gerecht bezahlen.