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Frage Nummer 52606 bh_roth

Kaminofen

Kaminöfen haben in der Tür eine Feder eingebaut, die dafür sorgt, dass sich die Tür selbstständigt schließt. In einer Heizkassette findet man keine Feder. Dort kann die Tür, wenn ein Feuer brennt, offen bleiben. Was ist der Grund dafür? Ich meine jetzt nicht die Verordnung für Kleinfeuerungsanlagen, sondern den physikalischen Grund dafür, dass die eine Feuerungsstätte ein Federschanier haben muss, die andere nicht.
Antworten (3)
Miggel
Offene Feuerstätten sind Kamine und Kaminöfen ohne Tür, bzw. geöffneter Tür und besitzen keine Nachheizflächen, die für eine ausreichende Wärmeausnutzung sorgen. Eine vollkommene, schadstoffarme Verbrennung ist bei offenen Feuerstätten nicht gewährleistet. Damit verschwindet die Wärme direkt im Schornsteinzug. Aus diesen Gründen dürfen offene Feuerstätten nur gelegentlich betrieben werden. = Bauart 2
Geschlossene Feuerstätten sind Kaminöfen, deren Tür während der Verbrennung geschlossen ist. In ihnen wird das Brandmaterial fast vollständig in Wärme umgesetzt. Diese Feuerstätten sind für die Beheizung von Räumen ohne zeitliche Einschränkungen zugelassen. = Bauart 1
miele
Daß die Feuerraumtüre bei Betrieb selbsttätig schließt, ist eine bauartbedingte Anforderung. An einen Schornstein dürfen mehrere Kaminöfen der Bauart 1 angeschlossen werden. Um Rauchgasaustritt zu vermeiden, müßen die Feuerraumtüren daher bei Betrieb selbsttätig schließen. Zudem verfügen Öfen dieser Bauart über Heizgaszüge, Verbrennungsluftführung und Rauchgasführung sind den Betrieb mit geschlossenen Feuerraumtüre optimiert (der Ofen "zieht" dann einfach besser)
Bei Feuerstätten der Bauart 2 (meist offene Kamine oder Kaminkassetten), die nicht über diese Merkmale verfügen, ist die Mehrfachbelegung von Kaminzügen ausgeschlossen.
miele
Lieber konfusius, warum so unfreundlich? Heute noch kein Leckerli bekommen?
Hättes Du meine Antwort zu Ende gelesen, dann hättest sogar du erkennen können, daß auch auf diesen Teil der Frage eingegangen wird.