



Ich glaube: NEIN.
Zum Einen sind in Börsenkursen stets aktuelle Entwicklungen schon enthalten, wie auch ein Themometer nicht vorhersagen kann, ob es kurz darauf fallende oder steigende Werte anzeigen wird.
Zum Anderen besteht immer auch die Möglichkeit, daß Aktien nur mangels Alternativen nachgefragt werden, also nur das kleinere Übel unter den Investitionsmöglichkeiten darstellen.
In dieser Situation befinden wir uns gerade.
Und Drittens ist für mächtige, kapitalstarke Interessengruppen stets die Möglichkeit der Kurs-Manipulation gegeben, besonders in volatilen Schaukelbörsen wie derzeit.
Esist also imho besser, nach den Ursachen für die Kursentwicklung zu fragen: z-B. treibt (auch versteckte oder geleugnete) Inflation stets die Kurse.




Wenn es so wäre, dann gäbe es in der wirtschaftlichen Entwicklung ein ständiges auf und ab. Nichts ist so unstetig und unkalkulierbar wie Börsen Aktienkurse. Die kleinste Bewegung im Weltgeschehen läßt sie steigen oder fallen. Eine langfristige Entwicklung der Wirtschaft ist dabei nicht absehbar.




Sehr schwer, vielmehr schlägt sich ja schließlich die Wirtschaft mit in der Börse nieder. So betrachtet aber wäre die Börse im Zusammenhang mit anderen Kenngrößen dann doch eine mittelfristige Zukunftsperspektive. Auf die Frage also: Mitunter ja, aber nicht an und für sich.




Die Wirtschaftsexperten sagen schon lange ziemlich einhellig, dass die Börse die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft vorwegnimmt. Manche legen sich sogar auf einen Zeitraum fest und sprechen von etwa sechs Monaten, die die Kurse im Vorfeld steigen oder fallen.




Der gute alte Börsenguru Kostolany hatte hier die treffende Allegorie mit Hund und Herrchen: Die Wirtschaft ist das Herrchen, die Börse der Hund. Der Hund läuft mal vorneweg und hängt wieder hinterher, aber am Ende ist er immer wieder ganz eng am Herrchen.




Nur zu einem kleinen Teil. Eine Naturkatastrophe, die ein Land trifft, hat beispielsweise Auswirkungen auf die Produktion und den Tourismus - also wichtige Wirtschaftszweige - was die Kurse fallen läßt. Der angezeigte Wiederaufbau läßt einzelne Branchen folgerichtig wachsen (Erst Rohstoffe und Bau, dann Infrastruktur, Versorger und zuletzt die Konjunktur insgesamt - ein bekanntes, sich wiederholendes Schema). Staatlich-dirigistische Maßnahmen und weltkonjunkturelle Einflüsse erschweren jedoch oft gezielte Prognosen.
Die Antwort lautet also :Jein. Jedenfalls solange Du "Börsenkurse" in Deiner Frage nicht näher spezfizierst.