. .
Noch Fragen? - Die Wissenscommunity
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
 
rrankewicz

Kann man einen modernen Staat ohne Staatsdefizit führen?

Warum kann ein Staat (wenn er nicht gerade Unmengen von Rohstoffen hat) nicht nur so viel Geld ausgeben, wie er einnimmt?


  Frage stellen     Frage beantworten  
?
ANTWORTEN (17)
23.03.2011, 12:57 Uhr
 
Highspeed

Ich denke, man könnte einen Staat ohne Defizit führen. Aber auch ein Staat muss mal einen Kredit aufnehmen. Ist halt problematisch, wenn's dann unterm Strich für eine Rückzahlung nicht reicht.

Antwort bewerten » rating (1 Bewertungen) Beitrag melden
?
 
 
 
Ihr Link-Tipp zum Thema  
Sie kennen spannende Blogs, Foren, Artikel oder Seiten zum Thema der Frage? Dann schlagen Sie uns den Link hier vor. Wir prüfen ihn und werden ihn freischalten. Bitte beachten Sie, dass Links, die Werbung oder Spam beinhalten oder die auf Online-Shop verweisen, abgelehnt werden. Link vorschlagen
 
    Blogs, Artikel, Seiten - schlagen Sie hier passende weiterführende Inhalte zu dieser Frage vor.
 
23.03.2011, 16:14 Uhr
 
starmax

Ja das geht - Bedingung ist aber ein zinsloses Geldsystem. In diesem sollten a l l e Investitionen aller Bürger dauerhaft steuerfrei gestellt werden, nur Konsum- und Lenkungssteuern (Alkohol, Zigaretten etc.) werden erhoben. Und es würde jährlich eine Geld-Quellensteuer auf brachliegendes Bar- und Giralgeld erhoben. Die Folge wäre ein Investiitonsboom sondershausen. Selbst das Ausland würde hier Geld unterbringen wollen.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 17:58 Uhr
 
Ingenius

Hilft das? Man müsste allerdings einen längeren Text lesen.

http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~EBC7D0236676D4A4B9372D14081993118~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 18:04 Uhr
 
StechusKaktus

In der Demokratie ist das nicht möglich, weil die Opposition sofort fremdfinanzieerte Wohltaten versprechen würde und damit gewählt würde. Der rumänische Herrscher Caucescu hatte das mal vesucht. War für die Bevölkerung aber nicht besonders komisch.

Der Vorschlag von starmax ist ein interessanter Denkansatz, aber in der Demokratie undurchführbar, weil inbesondere Alte, Kranke und Geringverdiener überdurchschnittlich belastet würden.

Gegen ein gewisses Staatsdefizit ist ja auch nichts einzuwenden. Immerhin profitieren kommende Generationan ja auch von der vorhandenen Infrastruktur.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 18:40 Uhr
 
starmax

Lieber Kaktus, heftiger Widerspruch!!! In einer Demokratie ist mit entsprechender Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit alles durchführbar (mit Lügen und Vorwänden ja auch, wenn sie nur oft genug wiederholt werden).

Gerade Arme, Alte und Schwache würden von dem "fehlenden" Zinsanteil (=Kapitalbeschaffungskosten bei allen Waren und Dienstleistungen), von nachweisbar 35 -40% Verbilligung erheblich profitieren. Aber das ist natürlich nicht im Sinne des Großkapitals, weil der Zins über den Kredit hilft, Vermögen von Arm nach Reich zu transferieren. Leider - und mit voller Absicht!- wird die Aufklärung über diese wirtschaftlichen Zusammenhänge an Schulen elegant umgangen...

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 18:50 Uhr
 
Musca

In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wieviel % der Staatsausgaben durch Fehlplanung und Fehlentscheidungen jährlich flöten gehen.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 19:10 Uhr
 
starmax

Die hier haben ziemlich genaue Schätzungen der Verschwendung . Ist aber im Vergleich zum Zinseszinsbetrug nicht so bedeutsam.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 20:10 Uhr
 
rrankewicz

Interessante Antworten. Wahrscheinlich kann aber kein Staat im Alleingang ein zinsloses Systerm einführen?!

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 20:38 Uhr
 
TKKG

In diesem Fall muss ich Starmax mal rechtgeben. Da gab es doch mal die Seite systemfehler.de? Grundsätzlich stimmt diese Überlegung.

Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Finanztransaktionssteuer, zu der selbst unsere Mutti* meinte: "Das ist eine charmante Idee"

Man könnte Zinslose Kredite schon einführen. Allerdings gibt es einen Risenhaken! (Überlegt mal, bei wem unser Staat seine Schulden hat!**)

*Angie

**wahlweise als Frage bei stern.de stellen

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
23.03.2011, 22:46 Uhr
 
starmax

Nun, es hat im Dt. Kaiserreich unter dem Goldstandard eine über 40jährige Zeit des Wohlstandes gegeben (die über 40%ige Inflation entstand erst in der Zeit kurz vor 1914) - und es ist zu überlegen, ob das nicht als wahrer Kriegsgrund für WK I eine Rolle gespielt hat..

Natürlich sind "die Schulden des Staates die Guthaben seiner Bürger" - aber brauche ich denn "Zinsen" - wenn ich doch über günstige Preise und Beteiligungen am Investivkapital am Produktivitätsfortschritt teilnähme (= wohlhabender werde), und der Staat für eine faire Verteilung desselben sorgte (statt wie heute einseitig die Interessen des Großkapitals zu bedienen und die Bürger mit "Zinsen" abzuspeisen, die die Inflationsrate nichtmal reinverdienen)?

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
24.03.2011, 08:17 Uhr
 
StechusKaktus

@starmax: Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und glaube, dass sich jede Demokratie durch die Notwendigkeit, Wahlen zu gewinnen, selbst in Krisen manövriert. Es ist eben durch viele Beispiele der Vergangenheit belegt, dass derjenige gewählt wird, der die meisten Wohltaten verspricht (und nicht derjenige, der das richtige macht). Und Zinsen sind der Preis des Geldes. Preise ergeben sich am Markt. Alle Versuche, Preise von einer übergeordneten Instanz festsetzen zu lassen, führen entweder zu Mangelwirtschaft, zu Schwarzmärkten oder/und zur Verschwendung (erinnere dich doch an die Immobilienkrise in USA, die durch künstlich niedrige Zinsen verursacht wurde). Daher ist es richtig, für Kredite Zinsen zu verlangen.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
24.03.2011, 10:01 Uhr
 
starmax

Schade Kaktus, daß Du wirklich nicht über den Telerrand schauen kannst/willst.

"Zinsen sind der Preis des Geldes" -das ist ein ganz lächerlicher Allgemeinplatz, denn:

Geld ist keine Ware! Und: Seit Jesus Christus (der gewisse Bankiers aus dem Tempel vertrieben hat, wir erinnern uns ; Zeit wärs mal wieder dafür) hat es in Europa fünfmal mehr Epochen o h n e Zins (also mit Zinsverbot !) gegeben als mit - und zwar wirtschaftlich erfolgreiche (Kölner Dom mal als Zeitzeuge). Es wird Zeit, daß Du deine Scheuklappem abnimmst, denn die Intelligenten sind jetzt gefordert - sie können dem Volk etwas von ihrer Ausbildung zurückgeben, statt den Pervertierten, den Aussaugern, zu folgen. Hugh, ich habe gesprochen.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
24.03.2011, 16:30 Uhr
 
StechusKaktus

Oh starmax!

Es ist ja tatsächlich ein interessanter Denkansatz, aber mit sooo vielen Fehlern: Das Mittelalter zeichnete sich u.a. dadurch aus, dass einige wenige (Kirche, Fürsten, Könige) sich auf Kosten des Volkes bereicherten und die Gesetze so erließen, wie es ihnen gerade zupass kam. Und das Geld z.B. mit dem Bau von Kathedralen verschwendeten. Es dient keinesfalls als Vorbild.

• In der mobilen Welt sucht sich das Kapital die besten Renditen. Schaffe ich hier die Zinsen ab, so verlässt das Geld eben das Land und wird woanders investiert.

• Der Drang der Menschen nach materieller Sicherheit im Alter kann nicht per Gesetz abgeschafft werden.

• Staatlich verordnete Inflation geht zu Lasten derjenigen, die nicht über Arbeitseinkommen verfügen.

(Teil 2)

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
24.03.2011, 16:30 Uhr
 
StechusKaktus

Teil2:

Pass bitte auf, dass du nicht zu sehr in Eliten denkst, denn dann bist du ganz schnell Anhänger totalitärer Systeme, in denen eine Elite der Bevölkerung vorschreibt, welche Produkte sie zu kaufen und wie sie zu leben haben, Einschränkung der Freiheit eingeschlossen.

Antwort bewerten » rating (1 Bewertungen) Beitrag melden
24.03.2011, 19:58 Uhr
 
TKKG

Ich gestehe: Ich hab mich damit noch nicht genügend beschäftigt. Aber meine vorläufige Meinung gibt Starmax recht (ausnahmsweise!)

Ich glaube auch, dass wir irgendwann gar kein Geld mehr brauchen werden. Aber das dauert noch ein Weilchen...

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
25.03.2011, 15:29 Uhr
 
StechusKaktus

@TKKG: Puh, da bin ich aber echt beruhigt. Denn wenn ich von Dir Zustimmung erhalten hätte, würde es mir echt zu denken geben...

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
29.08.2011, 11:48 Uhr
 
hphersel

Theorie BlaBla - Bill Clinton hat's doch vor gemacht! Er hat seinem Nachfolger einen Staat übergeben, der über einen mehralsausgeglichenen Haushalt verfügte!

Auchdie junge Bundesrepublik hat stets mehr eingenommen als sie ausgab.

Also, um die Fragen von rrankewicz beantworten:

ja, man *kann* einen modernen Staat ohne Defizit führen.

Die Frage (und damit die Antwort auf die zweite Frage: warum...?) ist einfach nur, ob der, der könnte, das auch WILL.

Antwort bewerten » rating (0 Bewertungen) Beitrag melden
?
Disclaimer: Leider können wir die eingestellten Fragen und Antworten nicht auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit prüfen. Alle Angaben sind daher ohne Gewähr, insbesondere bei gesundheitlichen, juristischen oder finanziellen Themen. Eine persönliche Untersuchung bzw. Beratung eines zugelassenen Arztes, Anwalts oder anderer ausgebildeter Fachleute können wir nicht ersetzen.
Noch Fragen? - auf einen Blick
NEUE FRAGEN