StellaBella

Kreisverkehr, warum haben wir in Deutschland relativ wenige Kreisel ?

Man benötigt doch keine energiefressenden Ampeln und der Verkehr fliesst doch viel flüssiger, wenn man sich verfahren hat, dreht man einfach eine Runde und kommt problemlos wieder zurück.


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ANTWORTEN (29)
22.03.2013, 23:12 Uhr
 
ing793

weil irgendwann in den sechziger oder siebziger die Entscheidung zugunsten der Ampelkreuzung gefallen ist.

Bei dem damaligen Verkehrsaufkommen und der Sicherheit der Autos war das wohl die bessere Alternative, damals wurden massivst Kreisel aufgelöst und in Ampelkreuzungen umgewandelt. (ansonsten siehe letzter Satz).

Mittlerweile geht der Trend andersherum. Die Zeiten haben sich geändert, die Verkehrssituation hat sich geändert, der Kreisel ist konkurrenzfähig. Die Städte stehen jetzt immer wieder vor der Entscheidung: die Ampelanlage muss saniert werden. Baue ich eine neue Ampelanlage (die zahle ich selber) oder wandele ich die Kreuzung in einen Kreisel um (das zahlt das Land). Und jetzt rate, wie die Entscheidung ausfällt (das war wahrscheinlich in den siebzigern umgekehrt)

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22.03.2013, 23:16 Uhr
 
Amos

Kann ich nicht nachvollziehen: hier wird an jeder Ecke ein Kreisverkehr gebaut. Innerhalb kürzester Zeit mindestens 5!

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22.03.2013, 23:19 Uhr
 
StellaBella

Mein Eindruck ist, dass es viel zu wenig Kreisel gibt, man steht so oft an einer Ampelanlage und nichts fährt und man darf trotzdem auf Grün warten. Bei einem Kreisel läuft alles viel eleganter und effektiver ab.

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22.03.2013, 23:37 Uhr
 
Dara

In dem letzten Jahren sind viele Kreisel entstanden. Dass es relativ wenige davon gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Aspekt, den viele nicht kennen ist, dass ein Kreisel nur dort einen Sinn ergibt, wo das Verkehrsaufkommen nicht allzu hoch ist. Anderenfalls sind Ampeln effektiver.

Ein anderer Punkt ist, dass man die Ampeln bei geringem Verkehrsaufkommen abschalten kann, aber soviel Freiheit wollen die Gemeinden den Autofahrern nicht zugestehen.

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23.03.2013, 07:01 Uhr
 
bh_roth

@Dara: 100Punkte! Die Vorteile schwinden in dem selben Maße, wie der Verkehr zunimmt. Ein Kreisel ist nicht geeignet, große Verkehrsmengen aufzunehmen, mit Schwerverkehr, oder der Platzbedarf sprengt die zur Verfügung stehende Fläche.

Nach 5 Jahren wohnen in dem Vorreiterland des Kreisels weiß ich, wovon ich rede.

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23.03.2013, 09:52 Uhr
 
Skorti

Ich widerspreche mal der Aussage, dass ein Kreisel keine größeren Verkehrsaufkommen schafft. Wer mal mit dem Wagen durch England gefahren ist, ist dort sicher auch mal über nen Kreisel gestolpert, der 4-spurig jede Menge Verkehr bewältigte.

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23.03.2013, 09:54 Uhr
 
Zombijaeger

Ich persönlich finde die einfach unsicherer, vor allem wenn sie noch mehrspurig sind. Hatte selber mal einen Unfall am Kreisel.

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23.03.2013, 10:03 Uhr
 
Dara

@ skorti

Ich weiß nicht, in welchem England du warst. In dem England, in dem ich letztes Jahr war, haben wir oft an Kreiseln im Stau gestanden, vorzugsweise auf vierspurigen Schnellstraßen.

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23.03.2013, 10:07 Uhr
 
Amos

Witzig finde ich die Vorfahrtsregelung in Italien, die zwangsweise zum Chaos führen muß.

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23.03.2013, 11:42 Uhr
 
TschiTschi

Leider reißt die Unsitte, Kreisel zu bauen, auch bei uns ein. das hängt damit zusammen, dass Verkehrsampeln teurer sind.

Der Verkehrsfluss wird an Kreiseln jedoch gestört, weil die Geschweindigkeit auf jeden fall heruntergebremst werden muss - selbst, wenn es sich um eine Hauptstraße mit einer untergeordneten Querstraße handelt. Außerdem steigt das Unfallrisiko.

Wie gesagt: Die geringeren Kosten sind der Grund - nicht die verkehrstechnische Vernunft!

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23.03.2013, 12:19 Uhr
 
elfigy

Ich sehe das genau umgekehrt TschiTschi. Sieh dir mal die Unfallstatistiken an. Die Kreisverkehre vermeiden Unfälle gerade weil der Verkehr heruntergebremst wird. Das macht Sinn. Viele unfallträchtige Kreuzungen von Haupt- und Nebenstraßen hat man so entschärft. Es spricht auch nichts dagegen, kostengünstige Verkehrsführungen zu errichten. Ein Kreisverkehr ist auf jeden Fall für die Autofahrer stressfreier,wenn sie von einer Nebenstraße nach links in eine Hauptverkehrsstraße einbiegen. Gerade außerhalb von geschlossenen Ortschaften. Und in verkehrsarmen Zeiten ist der Kreisverkehr ein Garant für flüssigen Verkehr, ohne unnötige Wartezeiten an Ampeln. In den Städten haben sich auch die mehrspurigen Kreisverkehre bewährt. Voraussetzung ist eine gute Beschilderung.

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23.03.2013, 12:38 Uhr
 
ing793

hier mal eine kurze und m.E. recht gute Zusammenfassung, wann und warum (und eben wann nicht) ein Kreisverkehr sinnvoll sein kann.

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23.03.2013, 12:49 Uhr
 
Amos

Hier ein Tip, wie es nicht sein sollte!

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23.03.2013, 12:59 Uhr
 
bipail

Wenn ich von mir zu Hause in die nächste Kleinstadt fahre, (15 km) habe ich 9 Kreisel.

Das sind doch genug, oder?

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23.03.2013, 13:04 Uhr
 
starmax

Natürlich können Kreisverkehre weder Allheilmittelsein noch Riesen-Staus beheben. Aber sie sind zu Normalverkehrszeiten und auch nachts äußerst nützlich im Vergleich zu spritfressenden und lärm- wie schadstofffördernden Pausenampeln. Wenn sie richtig aungelegt sind, wie in Frankreich, um so besser. Hierzulande gibt es geradezu grausliche Beispiele einiger Verkehrs- und Straßenplaner...

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23.03.2013, 13:15 Uhr
 
bh_roth

Der Brüller schlechthin (für mich) ist ein Kreisverkehr in der Nähe von Hannover. Dort hat man eine Kreuzung, die mit Ampeln geregelt war, zu einem Kreisverkehr umgebaut. Aber jetzt kommts: Und dann haben sie den Kreisverkehr ampelgeregelt!

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23.03.2013, 13:16 Uhr
 
elfigy

Oh Amos, gerade da funktioniert ein geradezu wüster Kreisel auf irgendeine wundersame Weise. Ich habe das fast eine Stunde von oben beobachtet. Atemberaubend, wie da dann noch Zweiradfahrer kreuzen. Und von unten mitten drin habe ich im Taxi den Atem angehalten. Es passiert nix. Bei uns wäre das unmöglich. Es fehlt dafür den deutschen Autofahrern das Laissez-faire

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23.03.2013, 15:27 Uhr
 
miele

In der Kreisstadt, in der wir wohnen, sind in den vergagenen Jahren ca. 15 Kreisel gebaut worden. Die meisten davon funktionieren gut. Meine Erfahrung: als Alternative zur ampelgeregelten Kreuzung bieten sich Kreisel nur an, wenn keine Einflußnahme auf den Verkehr erforderlich ist. Kreuzen sich Straßen mit verschieden hohem Verkehrsaufkommen, dann besteht die Gefahr, daß die Fhrzeuge aus den Straßen mit hohem Aufkommen den Kreisel blockiert und die Fahrzeuge aus Straßen mit deutlich niedrigerem Aufkommen, sofern sie bezogen auf die anderen von rechts kommen, sich schwer tun, überhaupt in den Kreisel einzufahren.

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23.03.2013, 15:49 Uhr
 
ing793

@Miele: halt Du Dich hier 'raus - wer aus der Kreisstadt kommt, ist bei der Diskussion um einen Kreisverkehr befangen ☺

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23.03.2013, 16:44 Uhr
 
bh_roth

@ing: 100 Punkte! Miele war ja schon mal raus, dann wieder drin, jetzt ist er wieder raus mit seiner Kreisstadt.

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23.03.2013, 17:32 Uhr
 
netter_fahrer

So ein Kreisel, soll er kein Engpass werden, braucht wesentlich mehr Platz als eine Kreuzung, ist also innerorts oft schwer umzusetzen. Und wenn jeder, wirklich jede(r) kapieren würde dass man beim Rausfahren zu blinken hat und nicht beim Reinfahren oder garnicht, würde das Ganze auch unkompliziert klappen.

Den absoluten Kreiselirrsinn findet man auf den Kanaren. Dort gibt es vorgefertigte Kreiselbauelemente, mit denen alle 100-200m so ein Kringel gebaut wird. Dann die Beschilderung: Zur Inselhauptstadt und zu so wichtigen Zielen wie Juans Bar oder Pizza Pepe, aber sonst - nix...........!

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23.03.2013, 17:42 Uhr
 
miele

@ing: ich habe eher den Eindruck im Kreisel GEfangen

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26.03.2013, 10:23 Uhr
 
mantrid

Zunächst eimal Plädoyer für den Kreisverkehr. Weniger und weniger schwere Unfälle. Keine sinnlosen Wartezeiten, vor alen Dingen nachts. Keine "Ampel-Sprints". Keine Wartungs- und Betriebskosten. Keine sowieso nicht funktionierenden "Grünen Wellen". Dass wir in Deutschland relativ wenig Kreisel haben, liegt u.a. am guten Markteting der Firma Domeyer, die von den Ampeln sehr gut lebt. Dann hielt man deutsche Autofahrer schlichtweg für zu dämlich, Kreisverkehre zu befahren. Drei Farben auseinander zu halten ist ja schon schwer genug. Im Ernst: Eine Kreuzung mit Ampeln nachzurüsten ist viel weniger aufwendig, als sie zum Kreisverkehr umzugestalten. Es liegt also an der Bequemlichkeit der Verkehrsplaner.

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26.03.2013, 10:30 Uhr
 
hphersel

An Bequemlichkeit, am Platz, an mangelnder Erfahrung der Planer (Ich kenne viele Kreisel, die zu klein gebaut wurden und die gar nicht wie Kreisel aussehen, wo Leute, die geradeaus fahren wollen, einfach drüberbrettern)..

Spziell für Amos: es gibt noch andere Kreisel.

den Magic Roundabout bei Swindon zum Beispiel :-)

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27.03.2013, 21:43 Uhr
 
StellaBella

Hier gibt es ja sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema.

Ich persönlich bin ein Freund von Kreiseln, wenn man sich mal verfahren hat, kommt man deutlich leichter wieder zurück, besonders wenn man grössere Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit Anhänger bewegt.

Wenn man unsicher ist welche Ausfahrt die Richtige ist, dreht man noch eine Runde oder zwei bis zur Entscheidung wo man abfahren will.

Für diejenigen die das Thema noch interessiert, hier ein weiterer Link: http://uv-oh.de/download/10-06-22_Kreisverkehr1.pdf

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27.03.2013, 22:19 Uhr
 
Gerdd

Ein Kreisverkehr ist ein Mittel zur Verkehrsberuhigung. Wo das sinnvoll und gewollt ist, gut. In allen anderen Fällen ist er den zusätzlichen Platz nicht wert, den er verbraucht.

Weitere Mittel zur Verkehrsberuhigung: "Rechts vor Links" oder der in Deutschland noch nicht eingeführte 4-Way-Stop. Letzterer hat noch einen Zusatznutzen - die Erzielung von Rieseneinkünften aus Strafmandaten.

Wie sehr ein 4-Way-Stop den Verkehr ausbremst, kann man zum Beispiel in Südafrika beobachten, wo bei einer defekten Ampelanlage automatisch diese Regelung einsetzt und innerhalb von Sekunden zu endlosen Staus führt, entsprechendes Verkehrsaufkommen vorausgesetzt.

Als Ersatz für die "Rechts vor Links"-Regelung hat der 4-Way-Stop allerdings auch Vorteile - die auffälligen Schilder haben einen gewissen Warneffekt, wo eine unbeschilderte Rechts-vor-Links-Kreuzung oft zur Falle wird.

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28.03.2013, 23:44 Uhr
 
joschitura

Wir haben hier nicht nur jede Menge Kreisverkehr,

sondern sogar gleich ein Kreiskrankenhaus dazu...

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29.03.2013, 12:31 Uhr
 
RedDove

@Amos: Gerade in Frankreich funktioniert das mit den Kreisverkehren ausgesprochen gut. Selbst in Paris, wobei man bei diesem Bild nicht vergessen sollte, dass sich die Autos bewegen und dass im Grossraum Paris wegen des enormen Verkehrsaufkommens immer und überall Staus sind (morgens wird im Stau zur Stadt stehend im Auto gefrühstückt, sich geschminkt, rasiert, etc.). Welche Dimensionen dort Kreisverkehre haben können sieht man, wenn man in Google-Maps nach Les Ulis sucht und sih den Kreisverkehr rechts unten ansieht, durch den die N118 hindurchgeht. Ich habe dort in der Nähe (Nozay) mehrere Jahre gewohnt und müsste von der N118 kommend bergauf innen von links in den Kreisverkehr hinein, um dann nach enigen Metern rechts in die D446 abzubiegen. Das klappte wunderbar.

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29.03.2013, 18:13 Uhr
 
KHDecker

Nach der EU-Verordnung 4711/08/15 dürfen keine weiteren Kreisverkehre mehr gebaut werden, da die NASA jüngst feststellte, dass hierdurch die Erdrotation empfindlich gestört wird.

Da die Linksverkehre in Großbritannien, Irland und Indien nicht ausreichen, diese Störung zu kompensieren, überlegen sich einige große Staaten, wie z.B. die USA, Linksverkehr einzuführen, um dadurch der Kreiselwirkung der überwiegend rechtsfahrenden Weltbevölkerung entgegen zu wirken.

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