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sininen

Leiden Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung eigentlich auch darunter?

Bbisher habe ich eigentlich immer nur gehört, dass das Umfeld leidet, wenn jemand mit einer Persönlichkeitsstörung da ist. Ist es tatsächlich so, dass die Betroffenen ein prima Leben führen und nur die Angehörigen und Kollegen unter dem Verhalten dieser Menschen leiden? Oder besteht auch für die Betroffenen ein Leidensdruck?


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ANTWORTEN (8)
17.11.2010, 12:46 Uhr
 
Highspeed

Frag doch mal jemanden der Turret hat. Ich denke schon, dass er darunter leidet. Allein schon, weil die Reaktionen der Mitmenschen einen gewissen Leidensdruck aufbauen.

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17.11.2010, 13:24 Uhr
 
sininen

Hm, Highspeed, das Tourette-Syndrom ist keine Persönlichkeitsstörung sondern eine neurologisch-psychatrische Erkrankung. Ich meine zB die Dissoziale Persönlichkeitsstörung, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Narzisstische Pers.störung etc.

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17.11.2010, 16:26 Uhr
 
Highspeed

Tja, wirklich Ahnung habe ich nicht, aber ich denke, es muss einem seine Störung schon deutlich bewusst sein, damit man erkennt was man da macht. Nur dann kann man auch Leidensdruck entwickeln. Wenn ich von meiner Störung keine Ahnung habe, dann gehen mir die anderen mit ihrem komischen Verhalten auf den Sack, und ich ärgere mich darüber, weil alle so uneinsichtig sind. Ich glaube nicht, dass da Leidensdruck entsteht.

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17.11.2010, 16:30 Uhr
 
martmarq

Persönlichkeitsstörungen sind Extremausprägungen bestimmter Persönlichkeitsmerkmale. Sie liegen dann vor, wenn die Betroffenen selbst sehr darunter leiden und starke Beeinträchtigungen in der sozialen Anpassung entstehen.

Quelle : http://www.psd-wien.at/psd/46.html

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17.11.2010, 18:45 Uhr
 
starmax

Die Grenzen sind fließend, liebe sininen, dazu hormonell und mit Rauschmitteln beeinflußbar. Erkennen, Lösung suchen und umsetzen ist wohl der korrekte Weg.

Ohne Kenntnis des Einzelfalls läßt sich nicht mehr dazu sagen.

Aber ein Beispiel: Wenn jemandem bewußt ist, daß er z.B. emotional aufbrausend reagiert, kann er lernen, immer erst bis zehn zu zählen.

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17.11.2010, 21:23 Uhr
 
Musca

Ich denke das ist individuell verschieden. Ein Narzist wird wohl immer von sich überzeugt sein, von daher wenig leiden, es wäre ein Widerspruch in sich. Ein Choleriker oder gewaltsamer Mensch, so denke ich, ist durchaus in der Lage, im Nachhinein sein Handeln zu beurteilen, und leidet vielleicht auch darunter. Meine Exfrau (Messi und Alki) litt sehr unter der Trennung von mir und den Kindern, sah aber keine Veranlassung, an sich einen Deut zu verändern. Egal, ich denke bei manchen besteht ein Leidensdruck, der aber meist verdrängt wird, womit auch immer

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19.11.2010, 16:56 Uhr
 
bendo

Ja, Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung leiden an ihrer Krankheit. Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass PS durch ungünstige Bedingungen in der frühkindlichen Entwicklung entstehen. So kann z. B. eine PS dadurch entstehen, dass ein Kind nicht genügend emotionale Wärme und Fürsorge erfährt. Dies kann sich dann so auswirken, dass die gerade entstehende Persönlichkeit sich nicht ausreichend gewollt, geliebt und akzeptiert fühlt. Dadurch kann sich kein positiver Selbstwert aufbauen. Entgegen der Meinung, dass z. B. Narzissten selbstverliebte Typen sind, wird der Narzissmus aus psychologischer Sicht vielmehr als eine Störung im System der Selbstwertregulierung betrachtet, weil diesen Menschen, während der Entstehungszeit ihrer Persönlichkeit, nicht ausreichend gespiegelt wurde, dass sie liebenswert und gewollt sind. Um diesen Mangel an Selbstwert zu kompensieren neigen diese Menschen dann dazu Ihren Mangel an Selbstwert durch aufgeblasene Selbstdarstellung zu kompensieren.

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25.02.2011, 13:02 Uhr
 
lumpazivag...

Menschen leiden eigentlich immer, ob sie nun eine Persönlichkeitsstörung haben oder nicht. "Prima leben" geht nur die wenigste Zeit - das ist Teil der conditio humana.

Ob sich Menschen bewusst sind, wie ihr Verhalten auf andere wirkt, ist unabhängig von einer "Störung" ...

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