Gast 55758

lohnkürzung

wir haben leistungslohn und seit einiger zeit wird nur noch max. 130% gezahlt. begründung dafür ist der desolate zustand der belegschaft und der damit verbundene zu hohe krankenstand. ist das erlaubt und wie lange muss ich diese grenze akzeptieren? danke


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ANTWORTEN (6)
30.01.2013, 19:08 Uhr
 
elfigy

Der Arbeitgeber kann nicht einseitig den Arbeitsvertrag ändern. Aber wenn du das schon seit einiger Zeit unwidersprochen hingenommen hast, dann ist die Sache wahrscheinlich nicht mehr zu retten. Was man vereinbaren kann, ist eine Obergrenze aber in Verbindung mit einer Untergrenze. Das heißt Garantielohn . Aber nur in beiderseitigem Einverständnis. Ich würde mit dem Problem schnell zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht gehen und nicht darauf hoffen, in einem Forum immer eine gültige Antwort zu bekommen.

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30.01.2013, 19:42 Uhr
 
ing793

der Arbeitgeber braucht den Vertrag nicht zu ändern, schon gar nicht einseitig.

Im Vertrag stehen in der Rgel 100% Leistung und 100% Lohn. Wenn der AG jetzt als Leistungsanreiz zulässt, mehr zu arbeiten (und dafür mehr zu verdienen), dann ist es nach meiner Auffassung alleine seine Sache, wie weit er das zulässt. Es gibt kein Recht auf die unbegrenzte Abnahme von Mehrleistung.

Meiner Auffassung nach ist das erlaubt, und zwar unbefristet. Um sicher zu gehen, solltest Du mit Deinem Betriebsrat sprechen.

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01.02.2013, 12:49 Uhr
 
elfigy

@ ing. Wir kennen den Arbeitsvertrag des Fragestellers nicht. Die von dir erwähnte 100% Regel müsste dann extra drinstehen. Es kann aber auch vereinbart sein, daß mehr Leistung entsprechend vergütet wird. Ich selbst hatte mal einen leistungsorientierten Gehalts- Vertrag, der nach oben völlig offen war. Ich verdiente dann im ersten Jahr regelmäßig mehr als der Geschäftsführer. Der Gute hatte die Lage einfach unterschätzt, weil mein Vorgänger schlechte Zahlen geliefert hat.

Nachher haben wir dann realistischere Planzahlen einvernehmlich vereinbart und das ganze nach oben und unten gedeckelt. Ich fand das ok . Aber einseitig geht das nicht. Und schon gar nicht mit der Begründung, die der Gast anführt.

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01.02.2013, 13:10 Uhr
 
ing793

@elfigy: dann war das missverständlich mit den 100%...

Es gibt offensichtlich einen Vertrag. In dem Vertrag steht, was der Arbeitnehmer zu tun hat und welche Bezahlung es dafür gibt. Völlig egal, was genau da drin steht, DAS(!) definiere ich als 100%.

Nun lässt es der Arbeitgeber zu, dass der Arbeitnehmer mehr leistet, als vertraglich vereinbart und bezahlt ihm dafür entsprechend mehr. Das ist freiwillig. Niemand hat einen "Anspruch" darauf. Es ist ein reines Anreizsystem und der AG kann das ohne weiteres deckeln oder ganz abschaffen. Was dann mit der Motivation der Mitarbeiter wird, ist eine ganz andere Sache.

Einzige Ausnahme: es gibt eine Betriebsvereinbarung. Aber auch da steht i.d.R. nur drin, dass es das Verfahren gibt und wie Mehrleistung in mehr Geld umgerechnet wird.

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01.02.2013, 14:05 Uhr
 
neilo

@ing: es kann aber auch sein, dass der gute Mann im Akkord arbeitet. Und wenn er den Akkordvertrag mit seinem AG ausgehandelt ist, sollte er auch ausgezahlt werden.

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01.02.2013, 22:27 Uhr
 
ing793

@neilo: lies Dir meine Antwort noch mal in Ruhe durch - "völlig egal, was in dem Vertrag steht..."

Das schließt Akkordverträge ein. Auch da wird die Akkordregelleistung und damit indirekt das zugehörige Gehalt vereinbart.

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