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Amos

Mikrowellenessen

Ich habe den Eindruck, als ob selbst heißes Essen aus der Mikrowelle schneller abkühlt als vom Herd. Stimmt das? Und wenn ja: warum?


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ANTWORTEN (9)
19.02.2012, 16:01 Uhr
 
Oberguru

Weil es nur oberflächlich heiss ist, und nicht durch und durch wie wenn es vom Herd käme.

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19.02.2012, 16:23 Uhr
 
antwortomat

Nein,stimmt nicht. Unter gleichen Bedingungen bleibt das Essen gleich lange warm.

Es ist aber oft so, dass Mikrowellenessen nicht überall gleich stark erwärmt wird. Daher hat man den Eindruck es würde schneller abkühlen.

Überprüfen kannst Du das, wenn Du einen flachen Teller mit Wasser drauf in die Mikrowelle stellst. Dann siehst Du, wo das Wasser schnell kocht und wo nichts passiert.

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19.02.2012, 16:45 Uhr
 
bh_roth

Es stimmt schon allein deshalb nicht, weil der Behälter, in dem das Essen ist, durch Mikrowellenbestrahlung nicht in gleichem Maße Hitze aufnimmt, als wenn der Topf auf dem Herd stünde. Das Essen ist zwar zunächst gleich heiß, aber der Topf oder der Teller nicht. Der Teller hat nur deshalb Temperatur, weil das heiße Essen Temperatur an den Teller abgibt, und dadurch selbst abkühlt.

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19.02.2012, 17:02 Uhr
 
Oberguru

Natürlich stimmt das ihr Hasen. Und damit ihr was lernt, schlagt ihr mal nach, wie tief Mikrowellen ins Essen eindringen. Und dann ist es sofort klar wieso das stimmt. Es sei denn man mikrowellisiert nur mit 200 Watt und erwätmt das Essen genausolange wie im Topf. Physik/Chemie ist nicht eure Stärke. Wirklich nicht.

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19.02.2012, 17:08 Uhr
 
serefine

wegen der wassermoleküle

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19.02.2012, 17:24 Uhr
 
bh_roth

@oberguru: Na, da hast du dir ja wohl ein Eigentor geschossen. Die Eindringtiefe der Mikrowelle ist das Ergebnis der Wellenlänge, geteilt durch 2xPi. Da die Wellenlänge ewa 12 cm ist, geteilt durch 6,28, ergibt sich schon mal ein Wert nahe an 2 cm. Das Ganze wird mit einem Wert multipliziert, der sich aus dem Dielektrizitätskoeffizienten errechnet. Das ergibt dann einen Wert >2 cm. Nach 2 cm sind dann noch immer ca. 37% Mikrowellenenergie nachweisbar.

Soweit zur Physik. Wer ist jetzt der Hase?

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19.02.2012, 20:32 Uhr
 
tobix

@Oberguru: Wenn das Essen tatsächlich gleich warm ist, dann kann es keinen Unterschied zwischen durch Mikrowelle oder Herd erwärmt im Abkühlverhalten geben. Egal, wie die Mikrowelle nun arbeitet.

Ob nun der Teller, Topf oder sonstwas warm oder kalt ist, ist eine Frage des Anrichtens der Speiße. Da kann ich auch auf dem Herd erwärmen und danach in einen eiskalten Teller anrichten, um das Ergebnis zu verfälschen.

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24.02.2012, 00:01 Uhr
 
Malu19

Jetzt mal den ganzen (wenn auch richtigen) Physikquatsch bei Seite: Wenn man Essen in der Mikrowelle bei maximaler Leistung in kürzester Zeit erwärmt, ist das Ergebnis, dass das Essen nur punktuell erwärmt wird und hierdurch auch entsprechend schnell abkühlt. Verlangsamt man aber den gewünschten Erhitzungsprozess etwas - mit weniger Leistung und mehr Zeit - und rührt das Gargut dabei zwischendurch auch mal um, ist das Ergebnis adäquat zur Erwärmung im Topf.

Am Ende relativiert sich dabei aber auch der zeitliche Vorteil... Ein weitere Rolle wird auch das verwendete Gefäß spielen => ein massiver Metalltopf speichert Hitze und kann diese auch noch über längere Zeit abgeben - beim Plastikteller sind diese Eigenschaften hingegen deutlich schwächer ausgeprägt.

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24.02.2012, 00:09 Uhr
 
bh_roth

@Malu19: Alles richtig und auf den Punkt gebracht. Das Resümee ist: Ich muss auch mit einer Mikrowelle kochen lernen, es ist eben mehr, als einen Teller hineinstellen, und auf den Knopf drücken. Wer die technischen Zusammenhänge kennt, kann die Vorteile nehmen, die Nachteile vermeiden, und erzielt ein passables Ergebnis. Selbstverständlich kann so ein Gerät nicht alles. Das will es auch nicht. Es ist nur ein Hilfsmittel in der Küche, welches ich bedienen können muss, und damit meine ich nicht das Einstellen der Schaltuhr.

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