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Olympia

Wie kann es sein, dass ein doppelt Beinamputierter Sportler mit technischen Hilfen an der Olympiade teilnehmen kann? Müsste er nicht eher bei den Paralympics starten? Und ist er mit den technischen Hilfsmitteln nicht eher im Vorteil den "normalen" Läufern gegenüber?

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe Hochachtung vor diesem Sportler!


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ANTWORTEN (3)
04.08.2012, 20:31 Uhr
 
Gerdd

Also, bei den Paralympics startet er auch. Ob seine Prothesen ihm einen Vorteil verschaffen, haben Gutachter untersucht und verneint. Das heißt nicht, daß man nicht solche Prothesen bauen könnte, aber seine sind nun offiziell anerkannt. Und deshalb darf er.

Darüber hinaus mußte er natürlich auch hart trainieren, um sich zu qualifizieren. Und den Vorlauf hat er ja als Zweiter geschafft. Chapeau!

Übrigens ist er nicht der erste. Zum Beispiel hat die Südafrikanerin Natalie du Toit 1998 an beiden Wettbewerben teilgenommen und dabei beide Male als Flaggenträgerin ihre Mannschaft beim Einmarsch angeführt.

Ihr fehlt seit einem Verkehrsunfall ein Bein vom Unterschenkel ab. Als Schwimmerin benutzt sie allerdings keine Prothese.

Oscar Pistorius wollte übrigens auch 2008 schon an den Olympischen Spielen teilnehmen, hat aber dann nach dem Rechtsstreit doch noch die Qualifikation verpaßt. Aber bei den Paralympics hat er drei Goldmedallien geholt.

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04.08.2012, 20:34 Uhr
 
Amos

Völlig richtig, aber man hat wohl festgestellt, daß sich Vor- und Nachteile (so blöd das auch klingen mag) gegenseitig aufheben. Es wäre ja auch Schwachsinn, einen Blinden beim olympischen Tennisturnier mitspielen zu lassen. Dieser Sportler hat aber wohl seine Teilnahme durch einen Gerichtsentscheid "erkämpft". Pistorius hatte 2008 gegen das Startverbot durch die IAAF vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS mit Erfolg geklagt. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF wollte ihm die Teilnahme an seinen Titelkämpfen und den Olympischen Spielen in der Annahme verweigern, dass Prothesen einen Vorteil verschaffen würden.

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05.08.2012, 17:44 Uhr
 
HeinzBabbe...

Wenn diese Prothesen so einen Vorteil darstellen würden, dann müssten die Para-Olympics-Läufer ja schneller sein als die Nichtbehinderten. Sind sie aber nicht.

Der Rekord liegt deutlich über dem Nichtbehinderter. Wenn sich herausstellen sollte, dass es doch einen Vorteil gibt, kann man ja auch die Teilnahme zwar erlauben, die Strecke aber leicht verlängern. Sonst lassen sich noch ein paar Verrückte absichtlich die Beine amputieren, nur damit sie bessere Chancen bei Olympia haben.

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