bh_roth

Pappe

Ein Karton - besonders Schwerlastkartonagen - ist ja ein stabiles Behältnis. Warum jedoch verliert ein Karton, wenn er einmal nass geworden und wieder getrocknet ist, diese Stabilität?


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ANTWORTEN (15)
02.10.2012, 19:51 Uhr
 
antwortomat

Der Kleber löst sich auf.

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02.10.2012, 19:53 Uhr
 
Rocktan

Ich will mal nicht so sein, aber alleine durch hinschauen hättest du es herausfinden können: Die die Kräfte ableitende Zickzackstruktur pappt zusammen und wird zerstört.

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02.10.2012, 22:29 Uhr
 
Rockfan

Oh Wunder,mein gebräunter Klon gibt tatsächlich mal eine gute Antwort!

Danke TKKG,Sockenpuppe und alle anderen Multiplen!

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02.10.2012, 23:50 Uhr
 
Rockfan

Eine Frage von mir,die nun absolut nichts mit dem Thema zu tun hat,die mich aber trotzdem interessiert :was ist mit Amos?? Wenn jemand weiss,was da los ist,dann bist Du das,oder?

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03.10.2012, 06:16 Uhr
 
bh_roth

@rockfan: Natürlich weiß ich, was mit amos los ist. Ich habe nur noch telefonischen Kontakt mit ihm. Er ist krank, und kann sich dadurch nicht darum kümmern, warum sein PC nicht mehr hochfährt. Hat sich wohl einen Virus auf dem Rechner eingefangen. Da geht nichts mehr.

An dieser Stelle wünsche ich ihm gute Besserung.

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03.10.2012, 11:12 Uhr
 
Dara

Das mit dem Kleber hört sich gut an, dagegen gehören Kräfte ableitende Zickzackstrukturen in den esoterischen Bereich. Da ich einen Internetanschluss habe, habe ich mal gestöbert. Demnach verliert nasse Pappe an Steifigkeit, weil sich der Elastizitätsmodul verringert. Auch eine trockenen Scheibe Brot ist hart und wird weich, wenn sie genässt wird, Heu ist steifer als Gras. Das muss etwas mit der Molekülbindung zu tun haben, aber da sind die Chemiker unter uns gefragt.

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03.10.2012, 14:38 Uhr
 
ing793

@dara: die "kräfteableitende Zickzackstruktur" ist keinesfalls esoterisch sondern wesentlicher Bestandteil der strukturellen Festigkeit eines Kartons. Je zickzackiger desto steifer. Oder glaubst Du, die Pappenhersteller würden die Struktur einbringen, weil sie sonst am Tage nichts zu tun hätten.

Bei der Fragestellung ging es übrigens nicht um nassen Karton, sondern um trockenen (der eimal nass gewesen ist). Meiner Meinung nach ist es tatsächlich der Kleber, aber nicht der Kleber, der die einzelnen Lagen zusammenhält, sondern der innerhalb der Pappstruktur, der den Zellstoff zusammenhält (im Grunde da, wo Dara es schon vermutet hatte - das wird beim Trocknen nicht wieder so fest wie vorher).

Also drei Sternchen für die Lösung und einen wieder abgezogen für die Missachtung des ZickZack

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03.10.2012, 16:30 Uhr
 
Musca

Durch wellen oder knicken von Papier wird dessen Festigkeit enorm erhöht. Auf die gewellten Bahnen wird die glatte Papierdeckschicht aufgeklebt. Fachwerkträger funktionieren im Prinzip so, ebenso die Wellblechkonstruktion der Alten Ju 88 oder die des französischen Bäckerautos. Meines Wissens wird bei der Pappherstellung Stärkeleim verwendet, dieser ist nicht feuchteresistent.

Die Esoterikvermutung kann man knicken, belastbarer wird sie dadurch aber nicht.

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03.10.2012, 18:01 Uhr
 
Dara

@ ing793

Da ich bei Google nichts für dieses Thema Relevantes über eine Zickzackstruktur gefunden habe, wäre eine kurze Nachhilfe für alle interessierte Teilnehmer nützlich.

@ Musca

Von Wellpappe war in der Frage nicht die Rede, auch glatte Pappe wird weich, wenn sie nass und wieder trocken geworden ist.

@ Rocktan

Danke der Nachfrage. Man fühlt sich trotz Toastbrotniveau immer noch Teilnehmern wie Rocktan meilenhoch überlegen.

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03.10.2012, 18:17 Uhr
 
Musca

Werte Dara, auch wenn es mir eigentlich zu lapidar ist, mich über Pappe zu unterhalten: Pappe ist ein Verbundstoff, kann beidseitig glatt sein,ist im Inneren aber gewellt oder geknickt. Der Herbst kommt, ich sehne mich langsam wieder nach dem Fotolabor.

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03.10.2012, 18:26 Uhr
 
Dara

@ Musca

Pappe muss kein Verbundstoff sein. Sie wird bei der Herstellung aus einem Stoffauflauf auf ein Sieb übertragen, trocknet dort und wird auf Rollen gewicklet. Eine innere Struktur (Stichwort Zickzack) entsteht dabei nicht. Die kann man später z.B. durch Herstellung von Wellpappe erzeugen. Diese wird im Fotolabor aber selten eingesetzt (seltsame Assoziation.....)

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03.10.2012, 18:43 Uhr
 
ing793

@dara: es ging um Kartons aus Pappe, insbesondere Schwerlastkartons.

Diese sind praktisch immer aus Wellpappe und Wellpappe hat eine Zick-Zack-Struktur.

Nach Deiner letzten Antwort habe ich aber den Eindruck, dass wir von unterschiedlichen Kartons ausgehen, dass Du eher in Richtung Schuhkarton denkst (weil Du die Wellpappe so von Dir weist). Schuhkartons haben keine Zickzachstruktur, die sind aber nach dem Trocknen auch wieder genauso steif (oder eben nicht) wie vorher.

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03.10.2012, 20:00 Uhr
 
Dara

@ ing793

Die Frage war nach Karton (das kann ein Schuhkarton sein) und insbesondere Schwerlastkartonagen (das kann Wellpappe sein). Beide verformen sich, wenn sie nass werden, weil sie weich werden. Wenn sie wieder trocken sind hat das Material dieselbe Stabilität wie vorher, nur der Karton als Gebilde aufgrund seiner Verformung nicht mehr. Ein s-förmiges Gebilde lässt sich eben leichter zusammendrücken als ein stabförmiges Gebilde.

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03.10.2012, 21:48 Uhr
 
bh_roth

Eben nicht, Dara, das ist ja das Merkwürdige! Ein Schwerlastkarton, egal ob mit Waben-, Wellen- oder Zickzackstruktur ist, wenn er einmal nass geworden ist - dabei muss er sich nicht einmal verformt haben - nicht mehr stabil. Ich habe einmal ein paar Umzugskartons aus meiner Garage geholt, deren Böden nass geworden sind, diese sind bei Belastung sofort durchgerissen. Ich vermute, dass durch die Nässe die molekulare Festigkeit verloren geht, die Molekülketten und der Leim sich aufgelöst haben. Sorry, ich kann meine Vermutung nicht besser ausdrücken

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03.10.2012, 22:39 Uhr
 
Rockfan

@bh_roth :ich schliesse mich selbstverständlich den guten Wünschen für Amos an,in der Hoffnung,dass er bald wieder hier mitmischen kann!

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