Startseite
Frage Nummer 54374 Amos

Preiskalkulation baulicher Großprojekte

Wäre es nicht sinnvoll, bei baulichen Großprojekten (U-Bahn Köln, Elbphilharmonie HH, Stuttgart 21, Flughafen BER etc.) von Anfang an doppelte Kosten zu veranschlagen? Dann bräuchte man später nicht in regelmäßigen Abständen die Summe nach oben zu korrigieren! *g*
Antworten (8)
starmax
Ich glaube, das tut man insgeheim auch. Aber die Gebotsrichtlinien für europäische Ausschreibungen lassen das so nicht zu. "Brüsseler Lügen" eben. Deswegen ist die Praxis ja dann auch nicht weit weg von "Korruption": Welchrs Unternehmen kann über drei vier Jahre sauber kalkulieren und dann auch noch einen erwarteten Gewinn erzielen? Das umgeht msan mit sogenannten "ARGE"s (Arbeitsgemeinschaften) Die stellen über ein Bieterkartell dann sicher, dass der ( im vorigen Auftrag fast Pleite gegangene) Bieter zur eigenen Sanierung einen wesentlich höher kalkulierten Auftrag erhält.
ing793
das mit den ARGE's hat einen anderen Sinn.
Wenn ich als Firma A Generalunternehmer bin, dann kaufe ich mir Leistungen bei Firma B ein. Die kann ich preislich nicht einfach durchreichen. Schnittstellenkoordination, Risikovorsorge, Projektmanagement und Gewinn verursachen bei mir Aufschläge auf den Preis von B (einfache Kostenrechnung), das Projekt wird teurer.
Also wird B bei mir nicht Unterauftragnehmer, sondern wir bilden eine ARGE. Jeder von uns verkauft dem Endkunden sein Paket. Das macht das Projekt günstiger (weil die Aufschläge entfallen), verlangt aber Projektkoordination beim Auftraggeber. Und daran hapert es eben oft.
starmax
Ja, richtig, das ist die offizielle Lesart (die ja auch anwendung findet). Intern läuft es auch wie oben beschrieben.
ing793
verdammt, warum nur hat man Dir nur erzählt, dass Dein Nick nicht gehackt wurde.
Dein kurzes Dasein als "Sprudel" fand ich konstruktiver (gäähn).
Musca
Bei meinen bisherigen persönlichen Erfahrungen mit öffentlichen Bauprojekten , wenn auch nicht annähernd in dieser Größenordnung, lag das Problem der Kostensteigerung oder Zeitverzögerung ausschließlich bei den Bauherren selbst.Würden Bund , Länder und Gemeinden diese Aufgaben abgeben an die freie Wirtschaft hätten wir eine enorme Steuerersparnis
neilo
Die Kostenschätzungen stammen meist von Architekten. Und diese haben nur einen Überblick oberhalb der Grasnarbe. Für die Architekten sind Tapetenfarben und Lichtschalterdisign wichtig. Alles unterhalb der Erde (Tiefgründungen, Wasserhaltungen, Baughrubenwände etc) wird vernachlässigt.
Speznaz
Schaut euch mal den Waldorf-Hilfsschülerpraktikanten Konfusius an. Korrigiert gerne andere und hat selbst eine 6 in Rechtschreibung.
Was heißt den wohl "weden eines Schenkels"?
Ach ja, ich vergaß. In dieser Schule gibt es ja keine Noten. Also "Setzen, Schwarz! Hilfspraktikant"
elfigy
Alte Bauernregel : doppelte Kosten und doppelte Zeit veranschlagen.