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Frage Nummer 48222 Dara

Schäuble erklärt im Interview, dass wir unseren Wohlstand dem Euro zu verdanken hätten.

Für wie blöde hält uns dieser Mensch eigentlich? Wohlstand hatten wir auch schon zu DM-Zeiten, auch damals haben wir schon innerhalb Europas Handel getrieben, das kam ja nicht erst mit dem Euro. Oder übersehe ich etwas, was alle außer mir wissen?
Antworten (15)
Amos
Schäuble ist ein kranker Mann, der im Rollstuhl sitzt und verschiedene Defizite hat. Deshalb erzählt er manchmal wirres Zeug! Zur Erläuterung:
bh_roth
Nein, Dara, deine Sichtweise deckt sich mit meiner, wobei ich ein Problem habe mit den Wörter "alle", "wir", "jeder". Ich persönlich als Individuum bin nicht alle, wir oder jeder. Ich mach mein eigenes Ding, egal wohin der Mainstream geht.
Es gibt sogar Vergleiche, bei denen fällt die Zeit nach Einführung des Euro gar nicht so rosig aus, was Armut und Arbeitslosigkeit angeht. Mit dem Euro ist die Schere noch weiter aufgegangen zwischen denen, die sich den 3. Cheyenne kaufen und denen, denen die Mindestrente nicht zum leben reicht.
Dara
@ bh_roth
Es wird geschrieben, dass die Nicht-Euro-Länder in Europa besser da stehen als die Euro-Länder. Auch der außereuropäische Import/Export hat zugenommen, was die Behauptung, wir bräuchten den Euro, ad absurdum führt. Aber die Schere zwischen arm und reich hat nichts mit dem Euro zu tun, eher mit dem wieder zunehmenden Kapitalismus (hatten wir gerade).
Sockenpuppe
Jeder Idiot weiß, dass Währungen beliebig austauschbar sind! Es ist völlig wurscht, ob das Geld Euro oder Taler oder Phantasiacredit heißt, solange man genug davon hat!
[br]
Die Idee, dass es auf den Namen des Geldes ankommt, ob man viel oder wenig davon hat ist absurd!
StechusKaktus
Du übersiehst, dass der Euro tendenziell die Länder mit hoher Produktivität bevorzugt. Bei unterschiedlichen Währungen hat die weniger produktive Volkswirtschaft die Möglichkeit abzuwerten und die eigenen Güter wieder wettbewerbsfähiger zu machen. mit dem Euro funktioniert das nicht. Statt der Abwertung führt die unterschiedlich hohe Produktivität nun zu Arbeitslosigkeit oder Staatsbankrott in den weniger produktiven Ländern. Von daher hat Schäuble mindestens teilweise recht! Erzähle es aber bitte nicht den Griechen, Italienern oder Spaniern. Denn deren Bevölkerung muss sich doch fragen, warum die Regierungen sich in diese vorhersehbare Entwicklung begeben haben. Und die Antworten darauf sind unangenehm...die Argumente dafür liegen nämlich in der Schweiz in Sicherheit...
starmax
Hurra, Kaktus erste VT (Verschwörungstheorie)! Bin sprachlos - und dann gleich mit Provisions-Konten in der Schweiz, wooww!
Dara
@ sockenpuppe
Man sollte sich überlegen, Geld in englischen Prund oder norwegischen Kronen anzulegen, sofern man ein Euro-Guthaben hat. Das hat nichts mit Idiotie zu tun.
@ StechusKaktus
Soweit alles richtig (meiner unmaßgeblichen Meinung nach). Aber trotzdem hat Schäuble unrecht, wenn er unseren Wohlstand dem Euro zuschiebt.
sunnyboy_1
ja, das sehe ich ebenso. Der Euro hat nichts mit dem Wohlstand zutun. Wenn ich mal kurz auf mein sonniges Gemuet und das ebenso sonnige Venezuela kommen darf, dann kann ich euch sagen: Wir arbeiten hier mit Monopolygeld. Kaufen, verkaufen, handeln und die Wohlhabenden tauschen dann ihre Bolivares in Euro oder Dollar um, weil keine Bank der Welt uns dieses witzige Schnipselgeld abnehmen wuerde. d.h. die Gutverdiener decken sich auf dem Schwarzmarkt mit Dollar oder Euro ein, die Armen koennen eh nicht verreisen und kaufen sich ihr Futter mit dem Spielgeld in Vene. Offiziell duerfen wir im Jahr nur 3500 Dollar kaufen. Das ist ein Witz. Hat aber einen guten Grund.
HeinzBabbeldu2
Schäuble weiß natürlich selber, dass das Quatsch ist aber will den Euro stark reden.
Sieht man doch an der Schweiz: Gutes Wirtschaftswachstum und negative Zinsen für Staatspapiere.
rayer
Der Mann hat recht. Ich bekomme mein Geld in einer anderen Währung. Je länger die Euro und Dollarkrise geht, umso mehr hebt sich mein Wohlstand. Fremdwährung kassiert und in Euro investiert, klasse Sache. Irgendwann, auch wenn es 10 oder 15 Jahre dauert, sind die amerikanischen und europäischen Unternehmen wieder topp. Ich kauf den Mist jeden Monat billiger. Nur die im Euroraum bezahlen den tatsächlichen Preis. Für mich von aussen wird es tagtäglich billiger. Leben im Euroraum, Fremdwährung kassieren und investieren im Euroraum, ist seit 2007 ein super Geschäft. Ach so, ich vergass, man zahlt mich in einer sogenannten Hartwährung und fast ohne Steuern. Doppelbesteuerungsabkommen sei Dank.
sunnyboy_1
an Rayer: noch besser ist es, sein Geld in Euro zu kassieren und in einem "Billigland" zu wohnen. Wat meinste, was du hier fuer einen Euro auf dem Schwarzmarkt bekommst ?? Offiziell 5 Bolivares pro Euro. Auf dem mercado negro 14-15 Bolivares. Da kannste dir einen Mittelklassewagen mit zwei Monatsgehaeltern kaufen. Ich sags dir. Dat reinste Paradies ;-)) Natuerlich nicht fuer die armen Indios, DARA, versteht sich. hihi
bh_roth
@sunnyboy_1: Dann ist es ja kein Unterschied zu hier. In D kann ich mir auch einen Mittelklassewagen für 2 Monatsgehälter kaufen (hüstel)
sunnyboy_1
ich sprach von einem neuen, bh. roth, nicht vonner 20 Jahre alten Rostlaube ;-)

Im Ernst: Es gibt in Vene viele deutsche Firmen, die ihre Mitarbeiter natuerlich in Euro auszahlen und die hier auch mehrere Jahre bei grossen Projekten leben. Die bekommen Wohnung und Auto bezahlt und haben ihr Gehalt fast netto. Abzueglich der Steuern und Sozialversicherung. Weiss nicht genau, wie es geregelt wird. Jedenfalls koennen die ihre Kohle zum dreifachen Preis tauschen, wenn sie ueber Bares verfuegen.
rayer
@sunnyboy:
Kommt auf das Ziel drauf an. Ich will ja meinen Lebensmittelpunkt im Euroraum lassen, also brauche ich auch die Euronen. Aber ein Bombengeschäft ist es allemal.
Werde, wenn das mit dem Euro und Dollar nicht doch noch schief geht, den Rest meines "gesunden" Lebens da verbringen, wo es mir gefällt. Wenn es dann klappert, gehe ich in mein deutsches Haus zurück und frag, wer die alten Gelenke ölt. Noch ein bisschen und ich steige aus, nicht gerade als 30 Jähriger, aber deutlich früher als die meisten. Ein paar Jahre noch, dann sind die Kinder auf eigenen Füssen, wenn nicht, kann ich es auch nicht ändern, ich schmeiss den Krempel hin und schau mir die restlichen Länder an. Mehr als 50 habe ich schon durch, da gibt es noch ein paar.
sunnyboy_1
@ Rayer: Jeder, wie er kann. Ich habe keine Familie mehr. Muss auf nix Ruecksicht nehmen, nur auf mich und meine Mitmenschen ;-) Bei dir sieht das ganz anders aus. Wenn die Kinder eines Tags nicht mehr an deinem Geldbeutel haengen, wird es fuer dich "luxuriöser". Es gibt verdammt schoene Laender, in denen man als Deutscher sehr gut leben kann. Entspannter und fast sorgenfrei.