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Frage Nummer 57666 Amos

Sind Rating-Agenturen sinnvoll?

Die Auswirkungen auf die europäische und amerikanische Finanzwelt ist teilweise verheerend, und deren Ratings erweisen sich im Nachhinein manchmal als völlig verkehrt. Dann ist es aber schon zu spät.
Antworten (7)
fophucksake
Für manche Interessen schon. Für den kleinen Anleger, für dich, für mich - nö.
starmax
Für Religionen zum Beispiel höchst erforderlich!
christentum: Waffenhandel, Geldwäsche
Islam: Rassismus, Aufforderung zu Straftaten gegen Ungläubige
Talmud: REGELN FÜR SEX MIT 3JÄHRIGEN KLEINKINDERN
usw.
elfigy
Ja sie sind sinnvoll. Das ist so etwas wie Stifung Warentest für den Finanzmarkt. Woran es aber krankt , ist das Fehlen von Konkurrenz, also Ratingagenturen, die nicht in USA beheimatet sind, nicht die Interessen der USA reflektieren, sondern sich gegenseitig überwachen. Bleibt zu hoffen, daß es bald gelingt, eine kompetente europäische Ratingagentur zu gründen.
Da hat Europa lange geschlafen und nun einiges nachzuholen.
fophucksake
@ elfi
Ja und was hast Du von 10 Rating-Agenturen, die zehn verschiedene Interessen befriedigen müssen und somit zu zehn verschiedenen Ergebnissen kommen? So wie Korruption und schädlicher Lobbyismus schon um sich gegriffen haben, wirst Du für den Finanzsektor keine neutrale Bewertungsinstanz schaffen können. Das ist leider völlig utopisch.
elfigy
@ fophucksake. Ich stimme dir grundsätzlich zu. Aber noch schlimmer ist es, wenn gar keine Konkurrenz da ist. Wenn sich mehrere Ratingagenturen widersprechen, wird wenigstens über deren Ergebnisse debattiert. So wie es jetzt ist, sind die Bewertungen ja wie ein Naturgesetz. Der Markt ist ihnen ausgeliefert. Und wir haben schon so etwas wie einen Handels- und Finanzmarktkrieg USA/GB gegen Europa. Es geht ums Geld, da hört die Freundschaft auf.
fophucksake
elfi, aber eigentlich wissen wir doch, was von den Ratings zu halten ist. Eigentlich sind die keinen Pfifferling wert. Und eben weil das alle wissen, auch die Geldgeber, ist es doch sehr gut zu sehen, wie hier Willkür und Missbrauch das Finanzsystem beherrschen. Daran ändert auch eine Konkurrenz der Interessen nichts. Die mit der besten Lobbyarbeit werden die Meinung machen. So lange wir brav zahlen und die Fresse halten, reicht das.
elfigy
Willkür und Mißbrauch werden das Finanzsystem so lange beherrschen, wie die Politik zu feige ist, die alten Regelungen wieder per Gesetz einzuführen. Und zwar weltweit. Bis dahin haben diese drei Ami Ratingagenturen aber weitreichende Macht mit großen Auswirkungen auf die europäische Finanzwirtschaft, auf den Rettungsschirm, bis runter zu uns ganz persönlich, nämlich auf unsere Steuergelder. Wir bezahlen das, was die verursachen. Da ist jeder Gegenwind nützlich. In diesem Falle eine Europa-Lobby. Die gibt es nämlich nicht. Es hilft schon, wenn gegenteilige Bewertungen da sind.
Auch die kleinen Schritte sind wichtig, man sollte sie nicht verachten, auch wenn man das große Ganze, wünschenswerte, nicht sofort haben kann.