HOME
Frage Nummer 3000035198 Gast

Sommerreifen?

Darf man in diesen Monat Sommerreifen drauf machen ?
Antworten (23)
elfigy
Frau auch.
Du kannst immer Sommerreifen drauf machen. Du solltest aber damit bei winterlichen Strassenverhältnissen nicht fahren.
Amos
Ja, im letzten Winter ohne Schnee bin ich immer mit Sommerreifen gefahren. Die Investition im 4stelligen Euro-Bereich für ein Sommerauto war mir dann doch zu hoch.
Cordelier
Wir haben erst Anfang Februar, da kann es noch mal mächtig Kalt werden.

Die Regel heißt eigentlich von O bis O Winterreifen, also von Oktober bis Ostern.
bh_roth
Lieber Amos, dass du keine Kohle hast für einen Komplettsatz Felgen + Reifen jeweils für Sommer und Winter für deine Autos möchte ich bezweifeln. Woran liegt es also? Stahlfelgen für den Winter, die fetten Alus für den Sommer.
Amos
@Opal: Ostern ist 2016 aber sehr früh! Im Sauerland haben wir immer gesagt: bis zu Führers Geburtstag, 20. April. *fg*
Amos
Lieber bh: mein Winterauto von VW mit Allradantrieb hat auch Winterreifen, nur beim Sommerauto ohne Allradantrieb ist es herausgeworfenes Geld. Mir wurde zwar erklärt, daß man durch Drücken verschiedener Knöpfchen den gleichen Effekt hat. Ich bezweifel das aber.
Gast
http://www.warum-winterreifen.de/winterreifenpflicht/rechtslage-winterreifenpflicht/
elfigy
Dein Link hilft auch nicht weiter fhainer.
Darin steht:
"Ab sofort sind M+S-Reifen (steht für „Matsch & Schnee“) Pflicht bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte."
Und weiter, daß ein Zeitraum nicht vorgeschrieben ist.
Also kann der Gast Sommerreifen aufziehen und dann eben bei winterlichen Bedingungen nicht fahren.
Gast
Leider hast du damit Recht. Jeder ist des eigenen Glückes Schmied!
elfigy
Bei deinem letzten Satz fehlt auch noch ein "leider" fhainer. Denn leider sind ohne zwingende Bestimmungen viele Leute zu leichtsinnig.
Ralle
Es geht bei Winterreifen nicht darum ob Schnee liegt,sondern um die Temperaturen. Man muss bedenken, dass die Reifenmischung bei Sommerreifen ab ca. 6° C an Bodenhaftung und Elastizität verliert! Dementsprechend verändert sich auch das Lenk-und Bremsverhalten, also lieber noch keine Umstellung.
Malleri237
Wahrscheinlich wird man in diesem Jahr keine Winterreifen mehr brauchen. Ich würde aber den Februar auf jeden Fall noch abwarten. Sicher ist sicher!
netter_fahrer
Man darf den ganzen Winter mit Sommerreifen fahren, eben nur nicht bei Schnee, Matsch und Eis.
@Ralle: Das mit dem angeblichen Reifen-Verhärten unter +7°C ist Marketing der Reifenindustrie aus den 1970er Jahren. Damals waren die Winterreifen deutlich grober profiliert und beim Fahren lauter als Sommerreifen und daher unbeliebt. JederAutofachmann -nein, nicht der Reifenhändler, der will verkaufen- kann bestätigen, dass bis zu 0°C auf trockener Straße Sommerreifen die bessere Haftung haben; die Lamellen der WR haben hier Nachteile, sind für Schnee-Grip gemacht.
Erst bei wirklich winterlichen Bedingungen, Schneematsch, Reif, Minusgraden sind Winterreifen notwendig und besser.
T. B.
Ein Tipp für Sparfüchse: wer mit unter 100 PS maximal 15.000 km pro anno unterwegs ist, kann viel Geld sparen, wenn er ganzjährig mit langlebigen Winterreifen fährt. Wir sind seit Jahren mit Michelin Alpin A4 gut bedient. Teuer, aber fünf Jahre lang nur Luftdruck messen. Auch der ADAC hatte vor über zehn Jahren bereits empfohlen, Mietwagen ganzjährig mit Winterreifen auszustatten.
ing793
Sparfüchse werden im Ernstfall feststellen, dass Winterreifen im Sommer bei trockener Fahrbahn einen um 50% verlängerten Bremsweg haben. Auch die Seitenführung in einer zügig gefahrenen Kurve ist wesentlich früher am Ende.
rayer
@T.B.
Du bist ja ein richtiger Sparfuchs. Bis zu 75 000km auf einem Satz Reifen? Fährst Du bis zum Stahlgürtel? Ich wär schon froh auf die Hälfte zu kommen. Ist aber schwierig, wenn man im Winter noch 3mm Profil haben möchte.
netter_fahrer
Winterreifen im Sommer sind gefährlicher als Sommerreifen im Winter (Schnee & Eis mal außen vor)!
Hat der ADAC sicher nie empfohlen, da ein solcher "Spartrick" ganz schnell und heftig in die Hose geht, wenn der Bremsweg damit bei >30°C bis zu 16m länger wird...
http://www.auto-reporter.net/articles/9588
bh_roth
Korrekt, netter_fahrer. Ich habe mal an einer Studie über richtiges Bremsen teilgenommen (war noch vor der Zeit, als es ABS serienmäßig gab). Dort hat ein Physiker ausgerechnet, dass ein Bremsweg, der 4-5 Meter zu lang wäre (also es knallt bei einer Vollbremsung, und das Fahrzeug wäre ohne Unfall 4-5 Meter später zum Stehen gekommen), einem Totalschaden gleichkommt. So hoch ist in dem Moment noch die Restgeschwindigkeit.
Und bei Winterreifen im Sommer sprechen wir nicht von 5 Metern mehr.
T. B.
Antwort vom Sparfuchs:
Es ist einfach eine Kosten-/Risikoabwägung: Wer gerne "sportlich" unterwegs ist, darf gerne halbjährlich Hochsicherheitspneus aufziehen lassen. Allerdings wäre hier noch die "Schrecksekunde" einzurechnen... Die von mir angegebene Laufleistung stimmt, auch wenn es den Reifenherstellern nicht gefällt. Bitte hier die Kommentare lesen: http://www.t-online.de/auto/technik/reifen/id_41366628/was-taugen-winterreifen-im-sommer-.html
und das test-Heft Oktober 2012.
Entscheiden Sie selbst, es ist Ihr Geld ...
ing793
okay, TB, Du meinst das wirklich ernst.
Dann vergleichen wir doch einmal Kosten und Nutzen.
Für den Wagen meiner Frau habe ich einen Sommer- und einen Winterreifensatz. Wir sind uns glaube ich einig, dass stets und zu jedem Zeitpunkt ein Satz montiert sein muss.
Wir können uns wohl auch darauf einigen, dass die nackte Laufleistung eines Reifens im Wesentlichen vom Fahrstil abhängt, wenn Du also mit einem Satz Winterreifen 75.000 km weit kommst (das nehmen wir jetzt einfach mal als wahr an), dann schaffst Du das auch mit einem Satz Sommerreifen.
Es macht also prinzipiell keinen Unterschied, ob ich mit einem Satz Winterpneus 75000km schaffe oder mit einem Satz Winter- und einem Satz Sommerreifen 150.000.
Unterm Strich geht es also nur noch ums Wechseln. Also ich mache das selber, zweimal im Jahr 45 Minuten Arbeit. Das wären dann meine Kosten.
Mein Nutzen sind im Ernstfall 30% weniger Bremsweg. Ich hatte auch schon die eine oder andere kräftige Bremsung, aber eng geworden ist es noch nie wirklich. Ich hatte also noch keinen Nutzen von dem Aufwand, den ich treibe.

Andererseits: ich hatte noch nie einen Haftpflichtschaden und werde auch hoffentlich nie einen haben. Der Nutzen meiner Haftpflichtversicherung war bisher also Null.
Dennoch habe ich eine (und ich spreche hier nicht von der Auto-Pflichtversicherung).

Dein Vorschlag bringt mir als Nutzen Nichts (außer 1 1/2h Arbeitserspanis) bis 40 Euro/Jahr (wenn ich in die Werkstatt ginge).
Dafür soll ich das Risiko auf mich nehmen, im entscheidenden Momentstatt zu stehen mit 50 Sachen Restgeschwindigkeit auf das Hindernis aufzuschlagen.
Alles klar, mach Du das - ich nicht.
machine
@Amos: Check mail.
advo
Abgesehen von der sprachlich bescheidenen Ausgangsfrage („drauf machen") - wirklich herrlich, wie viel Unfug hier verbreitet wird:

Die sog. „O bis O-Regel" ist genau so ein Unfug wie die sog. „7-Grad-Regel" - und eine „Winterreifenpflicht" gibt es in Deutschland auch nicht.

netter_fahrer und bh_roth bringen es auf den Punkt - das meiste andere ist schlicht BlaBla.
Gast
Info für alle