Gast 70184

Vertrag zustande gekommen?

Hallo,

ich habe telefonisch mit dem Besitzer über das Mieten einer Ferienwohnung gesprochen. Daraufhin hat er mir den Vertrag zugeschickt.

Ich habe den Vertrag weder unterschrieben noch zurückgeschickt.

Nun hat sich der Besitzer gemeldet und (falls ich nicht zahle) mit dem Anwalt gedroht.

Ist es korrekt, dass er das einfordern kann nur weil ich das Angebot nicht aktiv abgeschlagen habe. Ich habe nichts unterschrieben. Wann hätte der Vertrag rechtsgültig werden sollen?


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ANTWORTEN (7)
02.07.2013, 17:22 Uhr
 
Sockenpuppe

Ich würd's drauf ankommen lassen! Der Typ hat nix in der Hand!

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02.07.2013, 21:34 Uhr
 
ing793

ich habe natürlich das Telefongespräch nicht belauscht (vielleicht kriegt man ja eine Abschrift von der NSA), gewinne aber ein wenig den Eindruck, dass Ihr Euch sehr(!) weitgehend einig wart.

Grundsätzlich ist ein Vertrag ein Vertrag, mündlich oder schriftlich. Solltest Du am Telefon sinngemäß "ja" gesagt haben, wäre der Vertrag zustande gekommen, auch ohne das Papier.

In dem Fall wäre es rechtens, das einzufordern. Aber hier zeigt sich dann: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Er ist in Beweisnot, weil er nichts schriftliches hat und ein Mitschnitt des Telefonats unzulässig ist ohne Ankündigung.

Was lernen wir daraus: es ist ein notwendiger Akt der Höflichkeit, die Absage eines angeforderten Angebotes aktiv zu kommunizieren.

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02.07.2013, 22:28 Uhr
 
schroedi8998

Ich eine nicht ganz einfache Sytuation, da es ja auch mündliche Verträge gibt.

Eigentlich hätte der Vermieter eine Auftragsbestätigung schicken müssen.

Mach über die Verbraucherberatung einen Termin mit einem Anwalt (ist nicht umsonst aber bezahlbar). Wahrscheinlich droht der Vermieter jetzt erst mal

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03.07.2013, 11:26 Uhr
 
miele

Verträge können mündlich oder fernmündlich abgeschlossen werden. Die Frage ist dann immer die Beweisbarkeit, hier helfen im Zweifel Zeugen.

Wenn ein Vertrag auf Grund des Telefongesprächs abgeschlossen worden wäre, dann hätte der Vermieter diesen schriftlich bestätigen können, was allgemein üblich ist, er muß dies jedoch nicht. Daß er dir nach dem Tefefongespräche einen Vertrag zugesandt hat, den du nicht unterschrieben hast, widerspricht seiner Behauptung, das bereits vorher ein Vertrag zustande gekommen sein soll.

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04.07.2013, 11:13 Uhr
 
Flipper123

Die Frage ist: Habt ihr Euch telefonisch auf ein Mieten der Ferienwohnung geeinigt oder nicht? Im ersten Fall ist der Vertrag fernmündlich zustande gekommen und die Schriftform wäre nur eine Bestätigung, sofern sie mit dem fernmündlich Besprochenen übereinstimmt. Im zweiten Fall wäre der "Vertrag" ein Angebot, das Du annehmen knnast oder eben auch nicht. Du solltest Dein Verständnis in jedem Fall dem Anbeiter schriftlich (zumindest in Textform) mitteilen.

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06.07.2013, 21:42 Uhr
 
Az666

Ich verweise einfach mal auf §§ 312b BGB ff., selber lesen macht schlau ;)

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12.07.2013, 13:11 Uhr
 
Flipper123

@Az666, Zitat "selber lesen macht schlau". Richtig, aber dann hättest DU eben erstmal lesen sollen. Die Anwendbarkeit von § 312b BGB scheidet wg. Absatz 3, Ziffer 6 hier aus.

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