



Den Rest sollst du Sonntags in die Kollekte tun! Somit wirst du angehalten regelmäßig zum Gottesdienst/Messe zu gehen!
Sehr clever, das Ganze!




...und nachts ist es kälter als draußen.
Der Ansatz ist aberwitzig, aber sei's drum, ignorieren wir die Grundwerte und betrachten nur die Prozentwerte:
wenn der Personal- und Sachkostenanteil, den Vater Staat aus unseren Steuermitteln an Mutter Kirche überweist, da hinzu gerechnet wird, dann fließt weit mehr als 9% und auch mehr als der Zehnte an die Kirche




kann natürlich auch an der Inflation liegen. Irgendwann war der Kirche der Zehnte nicht mehr genug und sie wollte den Elften.
Und 100 durch elf sind etwa 9% (und da, wo der Satz bei 8% liegt, haben sie sogar schon den zwölfkommafünften)




@ing793: Du vergisst aber, dass sich die 9 oder 8 % auf die Lohnsteuer beziehen, nicht auf den Gesamtlohn.
Der effektive Satz der Kirchensteuer (also auf den Bruttolohn bezogen) ist somit bei jedem anders.
Im Umkehrschluss bedeutet das: selbst wenn der Kirchensteuersatz bei 10% läge, entspräche das nicht dem Kornzehnt.




@denis: ich habe das nicht vergessen, sondern, wie oben beschrieben, den Grundwert schlichtweg ignoriert. Anders wäre kein Antwortansatz möglich gewesen.




Wie Denis bereits erwähnte, bezieht sich der Kirchensteuersatz auf die Lohn-/Einkommensteuer und nicht auf die gesamten Einkünfte. Abgesehen davon, dass der Einzug der Kirchensteuer durch den Staat durchaus hinterfragbar wäre - möchte uns vielleicht jemand nachweisen, inwiefern "die Bibel lehrt", dass "man" den "zehnten Teil" abgeben solle? Es gibt im AT Hinweise, dass eine solche Abgabe zeitweise in Israel existierte, teils als staatliche, teils als kultische Abgabe. Im Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner rühmt sich der erstere, dass er den Zehnten gebe. Aber ein biblisches Gebot in dieser Richtung ist mir nicht bekannt.