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Frage Nummer 57221 StechusKaktus

Warum bringt ein Hoch im Winter Kälte und im Sommer Wärme?

Hoch bedeutet doch, dass die Luft mit viel Druck auf die Erde trifft. Müsste diese Luft dann nicht immer viele Wasserpartikel in sich tragen? Und dann wäre doch das Wetter schlecht. Hoch heißt aber meistens gutes Wetter. Wo ist mein Denkfehler?
Antworten (14)
bh_roth
Wiki hat dazu eine recht gute Erklärung. Ich zitiere:
"In einem (Boden-)Hochdruckgebiet sinken Luftmassen großräumig ab. Dabei erwärmt sich die Luft adiabatisch, so dass keine Kondensation und mithin keine Wolkenbildung stattfinden kann. In Bodennähe strömt die Luft aus dem Hochdruckgebiet in Richtung Tiefdruckgebiete hinaus – sie divergiert. Es gibt daher im Hoch keine Ausbildung von Fronten. Während des Absinkens der Luftmassen bildet sich eine Inversion. Dabei lösen sich die Wolken auf."
Zitat Ende
bh_roth
Warum wird es aber im Winter kalt? Durch praktisch nicht vorhandene Wolken kann die Wärmeschicht am Boden in höhere Luftschichten "abstrahlen" es wird also kalt. Schiebt sich eine Wolkenschicht dazwischen, wirkt das wie ein Isolator, und die (relative) Wärme wird reflektiert und kann nicht entweichen. Deshalb gibt es im Winter oft erst Frost, wenn es aufklart.
bh_roth
Warum wird es im Sommer warm? Weil die Sonne, ungestört durch Wolken, ungehindert bis auf die Oberfläche durchdringt, und dort den Boden erwärmen kann. Diese Wärme steigt dann nach oben.
Dara
bh_roth hat sehr schön aus wikipedia kopiert, es aber zumindestens als Zitat gekennzeichnet. Der Wikipedia-Artikel beschreibt das Thema sehr gut, nur passt das hier als Antwort nicht in die Zeichenbegrenzung. Bin ich jetzt böse, wenn ich frage, ob du das nicht selbst hättest herausfinden können?
ing793
noch eine Ergänzung:
ob Luft feucht ist oder nicht, hängt kaum vom Druck ab, erstaunlicherweise auch nur begrenzt davon, wieviele Wasserpartkel in der Luft sind, sondern hauptsächlich von der Temperatur.
Je wärmer, desto mehr Wasser kann die Luft tragen.
Weit oben ist die Luft kalt, da ist nur wenig Wasser drin. Wenn das jetzt "unter Druck" nach unten kommt, kommt kein Wasser dazu. Stattdessen wird die Luft wärmer, da regnet nix' mehr 'raus.
bh_roth
Und noch ein Hinweis: Nur mein erster Beitrag ist aus Wiki, weil mir das prägnanter erschien als das, was ich schreiben wollte.
Ergänzung zu dem, was Ing geschrieben hat: Die hohe Aufnahmefähigkeit von Wasser bei hoher Lufttemperatur führt früher oder später in der Höhe dann zu Wolkenbildung, weil die warme Luft aufsteigt, die Feuchtigkeit mitnimmt, die Luft in der Höhe an Temperatur abnimmt und damit immer weniger Feuchtigkeit halten kann. Sie gibt also die Feuchtigkeit wieder ab, und es entstehen daraus Wolken (Außer bei Inversionswetterlagen, weil da die Temperatur mit zunehmender Höhe zunimmt, aber das war nicht die Frage)
Amos
Liebe(r) Stechus: zusammengefasst heißt das: im Winter ist es kalt und im Sommer warm. Frag mal bei Svenni Hanni Plöger, der weß das.
Amos
Mist, i vergessen!
Dara
Was ing793 gemeint hat, aber infolge intellektueller Überkapazität nicht allgemeinverständlich ausdrücken konnte, ist Folgendes: Luft kann bei einer bestimmten Temperatur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen. Diesen Effekt nennt man "Relative Luftfeuchtigkeit". Gerät feuchte Luft in Kälte, muss sie Feuchtigkeit abgeben. Deswegen beschlagen Scheiben, wenn die Luft im Raum warm und feucht ist, während die Scheiben aufgrund der niedrigen Außentemertur kälter sind. Dort muss die Luft Feuchtigkeit abgeben.
starmax
"Warum bringt ein Hoch im Winter Kälte und im Sommer Wärme?" Das bewirkt ausschließlich die Sonne.
Im Sommer sorgt die wolkenlose Luft und die stärkere und längere Sonneneinstrahlung für wärmeren Boden, der auch in der - kürzeren - Nacht nicht so stark auskühlt: was weniger Wasserdampfkondensat (=weniger Wolken) bedeutet. Im Winter ist dieser Effekt umgekehrt; klarer Himmel sorgt für Bodenwärmeabstrahlung ins All. Das kann die Sonne nicht vollständig "wettmachen".
Auch der Nebel in der Übergangszeit ist diesem Effekt geschuldet.
starmax
Im Grunde ist es die Neigung der Erdachse zur Sonnenumlaufbahn, die für unterschiedliche Sonnenstände (=Einstrahlwinkel) und so für Tag-/Nachtdauer und die Jahreszeiten sorgt. Und das physikalische Ausgleichsprinzip der Natur, das umständige Angleichung unterschiedlicher Zustände bemüht ist.
hertha-koslowski
Die Frage ist doch vielmehr, woher weiss das Tief oder das Hoch überhaupt wann Sommer oder Winter ist.
elfigy
das steht doch in der Zeitung !
Heizwert
Nicht das Hoch bringt die Wärme oder die Kälte, sondern die Jahreszeit.
Kurz gesagt: Im Sommer ist es warm, im Winter kalt.
Das Hochdruckgebiet ist "nur" für das gute Wetter verantwortlich.