Asylbewerber erhalten deutlich niedrigere Zahlungen als Hartz IV-Empfänger, welche "Existenzminimum" genannt werden. Die Erstgenannten existieren aber auch. Wie kommt es also zu diesem scheinbar unzutreffenden Begriff und wie könnte man es sauberer formulieren?




Nur eine These: der Staat versucht, "Anreize" zu schaffen. Bei den Asylbewerbern würde dies bedeuten, schleunigst das Land wieder zu verlassen, deswegen geringe Zahlungen. Bei Hartz 4-Empfängern gilt es eben Anreize zu schaffen, wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren, egal ob Arbeit da ist oder nicht, ob diese leistungsgerecht vergütet wird oder nicht. Ergo könnte man das Existenzminimum auch als "Schaffung von Anreizen" oder auch Motivationsbeschleuniger nennen




Asylbewerber dürfen in D nicht arbeiten, vom HartzIV-Prekarianer erwartet man Eigenbemühungen.
Existenzminimum wird in D als steuerfreier finanzieller Mindestbedarf zur physischen Aufrechterhaltung des Daseins verstanden. Wo ist also das Problem?