rrankewicz

Warum hört kein Mensch mehr Jazz-Musik?

Während klassische Musik - auch dank eines subventionierten Kultur-Betriebs - weiterhin präsent ist, scheint das Jazz-Publikum immer mehr zu überaltern und auszusterben. Warum ist das so?


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ANTWORTEN (16)
12.08.2011, 09:53 Uhr
 
Heraklit1970

Dank Norah Jones und Co. konnte doch wieder ein jüngeres Publikum gewonnen werden. Aber Jazz ist nunmal kein Ohren-Fast-Food mit dem man überall beschallt wird. Man muss sich auf diese Musik einlassen und das machen doch eher lebenserfahrenere Personen. Wobei ich sagen muss, der Karlsruher Jazzclub wird auch von unter 30jährigen besucht...

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12.08.2011, 14:24 Uhr
 
sininen

Ist das so? Ich habe ganz und gar nicht diesen Eindruck. Aber sicher ist, dass Jazz (wie eigentlich immer schon) nicht gerade die breite Masse anspricht. Aber auch das ist nicht unbedingt ein Zeichen fürs Aussterben. Allerdings wird der Jazz auch gern weiterentwickelt und mit anderen Stilrichtungen gemischt. Den Uralt-Jazz wie den von Charlie Parker einst hört man ja dann auch mal aber besonders frisch und innovativ ist er halt nicht mehr. Der Mainstream mag jedenfalls Musik von Til Brönner (oder wie der heisst). Kann man auch dem Jazz zuordnen. Geschmackssache. Schauen Sie mal bei Arte in die Musikprogramme rein, da ist der Jazz eigentlich recht jung und aktiv.

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12.08.2011, 14:29 Uhr
 
Ingenius

Ich verstehe die Frage nicht. Wenn wir mal zu einer Jazz-Veranstaltung gehen, gibt es dort genügend junge Leute. Vielleicht solltest du mal das Lokal wechseln. Übrigens: Wer mal in Berlin ist, sollte "Die kleine Weltlaterne" besuchen. Das ist die schönste Jazzkneipe, die ich kenne.

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12.08.2011, 15:30 Uhr
 
Bellicosa

Ich habe erst vor 2Wochen eine CD erworben ,von d i e s e n Herren. Dort spielten noch 3 weitere Jazz-Bands und

es war viel "Jungvolk" da!

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12.08.2011, 16:27 Uhr
 
rrankewicz

@ingenius Es gibt zum Altersdurchschnitt und zur Hörerschaft offensichtlich keine verlässliche Studie, in der Tendenz ist man sich, wie z.B. bei diesem Beitrag, wohl einig. Natürlich muss man nicht dem Jugendwahn verfallen, und man kann auch gern das Positive betonen, wie einige Beiträge hier. Nora Jones etc. spricht natürlich ein großes und auch jüngeres Publikum an, ich persönlich würde das nicht unbedingt als Jazz bezeichnen. Aber das ist ein weites Feld, sicher zu weit für dieses kleine Forum. Viel Spaß beim Jazzhören weiterhin!

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12.08.2011, 16:45 Uhr
 
Ingenius

@ rrankewicz

Beitrag gelesen, weiß nur nicht was Jazz mit politischen Parteien zu tun hat, abgehakt. Man muss auch nicht für alles eine Studie haben, oft reicht es einfach die Augen aufzumachen. Bei uns in Hessen gibt es zum Beispiel ein Landesjugendjazzorchester. Auch in Stockholm habe ich schon jugendliche Jazzbands gesehen (Stockholm Water Festival). Woanders gibt es das sicher auch. Da ist der Nachwuchs, bitte also nicht so pessimistisch sein.

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12.08.2011, 17:06 Uhr
 
rrankewicz

Der Jazz-Nachwuchs in Deutschland wird erstklassig gefördert, keine Frage. Die Frage ist: Was kommt nach dem Studium. Ich kenne viele Jazz-Musiker in Berlin, daher ist die Klage von wg. immer weniger und immer älteres Publikum aus erster Hand. Dass es schwieriger geworden ist, von Jazz zu leben, ist für die Szene evident. Allzu pessimistisch bin ich nicht, denn ich glaube an kulturelle Evolution - wobei es m.A. nach große Ungerechtigkeiten in der kulturellen Subventionspolitik gibt. Aber Musik sol sich entwickeln. Da ich in Berlin lebe, ist es kein Problem, drei mal in der Woche ein gutes Konzert zu sehen. Obwohl ich tatsächlich noch nie in der Weltlaterne war...

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12.08.2011, 18:30 Uhr
 
fixsternchen

Klassik hatte von jeher ein grösseres Publikum als Jazz.

Jazz hat m.E. auch viel mehr Facetten und Stilrichtungen. Die werden von kleineren Einheiten gehört und fallen gefühlt nicht so ins Gewicht.

Auch gibt es viel weniger internationale Jazzgrössen, die ein grosses Publikum anziehen.

Man müsste mal die Kartenverkäufe im Jazz und der Klassik neben einander stellen, um ein besseres Bild zu bekommen.

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13.08.2011, 09:37 Uhr
 
stratoarmin

Nun ja, der Rockmusiker spielt seine 3 Akkorde vor 1000 Leuten, der Jazzer spielt seine 1000 Akkorde vor 3 Leuten :-)

Es gibt immer noch viele Jazzliebhaber und es wird auch immer welche geben. Jazz, je nach Richtung, ist aber für Otto Normalhörer schwer verdaulich, Partystimmung will sich bei einem Solo von Mike Stern einfach nicht einstellen ;-)

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13.08.2011, 11:33 Uhr
 
berns4000

Für modern und Freejazz interessieren sich nur ganz wenige Leute. Viele Verantwortliche bei Rundfunk und Fernsehen halten sich für besonders cool, wenn sie nur noch Sendungen über Cooljazz bringen.

Dabei ist der traditionelle New Orleans Jazz nach wie vor sehr beliebt. Zum Dresdner Dixieland-Jazzfestival kommen jedes Jahr über 1 Million Menschen. Dieses dem traditionellen jazz verschriebene Festival wurde schon früh in der DDR gegründet und hat Jahr für Jahr grossen Erfolg.

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14.08.2011, 12:55 Uhr
 
El.Mundi

Versuche es doch einmal mit: www.wbgo.org; Jazz 88.3 FM; vom allerfeinsten. Und die Jazzclubs in Manhatten sind täglich übervoll. Ich höre jeden Tag am Computer oder auf dem iPhone mit Kopfhörer stundenlang JAZZ. Die Massenmedien unterstützen doch jeden Mist und bringen in der Nacht diese einzigartige Musik, da schläft doch Otto-Normalverbraucher schon längsthttp://El.Mundi.

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15.08.2011, 10:31 Uhr
 
brokatjacke

Die berühmten drei Maulhelden Jazz, Rock und Pop quälen die Menschheit von früh bis nonstop.

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15.08.2011, 10:54 Uhr
 
docvolli

Pat Metheny hat es gesagt: Nur etwa 2% der Bevölkerung sind für derartig komplexe Musik aufgeschlossen, das scheint ein Naturgesetz zu sein!

Bestätigt wird das durch die ewig dudelnden Radio-Gagas, diese Stationen mit dem Bestreben der Einschaltquotenmaximierung, welche einen """""Kult""""-Hit nach dem anderen zu Besten geben. Für empfindliche Ohren manchmal nur schwer erträglich.

Besser ist da noch Nora Jones, aber das ist auch KEIN Jazz!!

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15.08.2011, 14:34 Uhr
 
liberare

Jazz hören geht im wesentlichen einher mit dem Kreativen Spielen eines Instruments. Dieses ist nicht so einfach, wenn über die Grundakkorde hinausgearbeitet wird. Die Pop-Musik, die mit wenigen Akkorden auskommt, ist omnipräsent. Dadurch ist das Gehör nicht mehr in der Lage, feine Akkordvariationen zu erfassen . Je weniger Menschen ein Instrument spielen, desto weniger verstehen sie also Jazz. Es spielen immer weniger ein Instrument. Jazz ist im wesentlichen auch gehör- und kopfgeprägt (manchmal zusehr) und verlangt eine musikalische Grundkompetenz. Ohne diese ist man quasi einem "abstrakten Gemälde" ausgeliefert ohne etwas von Malerei zu verstehen. Der snob-effekt reduziert sich auch ganz schnell, denn nur um "hipp" zu sein ist diese Musikrichtung - die der klassik gleichkommt - zu anspruchsvoll.

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15.08.2011, 14:49 Uhr
 
Ingenius

Wer behauptet, dass Pop-Musik nur mit Grundakkorden bestritten wird, hat keine Ahnung. Die feinen Akkordvariationen der Beatles sind unübertroffen, wer das nicht glaubt, sollte mal versuchen, die nachzuspielen. Disco-Stomp geht natürlich anders, also sollte man seine Aussagen differenzieren.

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17.08.2011, 11:11 Uhr
 
ifsoft

Also ich habe am letzten Sonntag eine ganz andere Erfahrung gemacht. War ganz spontan in einem kleinen Hamburger Jazzclub und mit meinen 59 Lenzen der Greis.

Der Rest des Publikums war unter 25!

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