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Frage Nummer 10795 rrankewicz

Warum machen sich ausgerechnet die Deutschen wegen Street view dermaßen in die Hosen?

Antworten (8)
martmarq
Vermutung: weil die Politik sich als Datenschützer profilieren wollte, und damit von der Datenvorratsspeicherung abgelenkt werden sollte
sininen
DAS frage ich mich auch schon die ganze Zeit...
StechusKaktus
Ich denke, das ist eine Art Ersatzbefriedigung. Nachdem die Deutschen ansonsten gerne "gehorsam" sind, lassen sie sich bei solchen Nebenkriegsschauplätzen gerne mal aufstacheln. Ich wundere mich schon die ganze Zeit, dass bei der viel intimeren Ansicht aus Vogelperspektive so gut wie keine Klagen kamen und jetzt (bei der Ansicht, die ohnehin jeder einsehen kann, der vorbeigeht) der Volkszorn tobt. Ich selbst bin gerade auf Wohnungssuche und schätze es sehr, mir die Gegenden über street view anzusehen.
spamonmass
ich hab nichts gegen street view. bloß die sollten sich an regeln halten.
ich möchte eine gewisse privatsphere haben, dadurch hab ich zb hecken an die straße gepflanzt. die haben eine höhe von 190 cm. das reicht völlig, ich will ja keine mauer bauen.
google konnte da aber problemlos drübergucken, ich vermute, das deren fotos in einer höhe von 3 metern aufgenommen werden.
würden die fotos in einer höhe von 2 metern schießen, wäre mir das egal. so aber nicht.
Musca
in den Niederlanden gab es mal eine "Gardinensteuer", kein Scherz, ist aber sehr lange her.Häuser wurden nach laufenden Metern Gardinen besteuert. Was dazu führte, das man bis heute dort kaum Gardinen sieht. Vielleicht könnte man sich ein klein bischen von der Offenheit anderer Länder abschauen.
shred
Es ist eine Charakterschwäche vieler Deutscher, dass sie zwar keine Ahnung, aber bereits eine feste Meinung haben. Wenn die Presse und Politik dann auch noch in die Kerbe schlägt, kommt es schnell zu einer Massenhysterie mit bizarren Ergebnissen fern jeglicher Vernunft.
Musca
@Highspeed: mea culpa, mea culpa maxima. Du hast Recht, ich bin auf eine alte Mär reingefallen, übrigens wurde mir das vor Jahrzehnten im Studium vermittelt. Von daher bin ich ein "Pisa-Opfer". Der calvinistische Aspekt war mir bei den Niederländern nie bewusst