erfunden vom Hamburger Oberbaurat a.D (Tiefbauamt Hamburg, Elbtunnel) gibt es ein sinnvolles und nicht zu teures Verfahren zur Erstellung von Atommüll-Endlagerstätten Ohne Lobby chancenlos?




in der gegend, in der der müll eingelagert werden soll, will ich nicht wohnen wollen, egal in welcher form dies geschieht.




Das ist ehrlich, aber nicht ethisch. Ich wäre z.B.sehr dafür, wenn die Verantwortlichen für Kernkraft geanau auch am Ort des Geschehens wohnen m ü ß t e n.




Klingt wirklich genial. Nur:
Gibt es eine solch undurchlässige und tiefe Gesteinsschicht wirklich und wenn ja, wo?
Wie lange dauert die Bohrung?
Welche Erfahrungen gibt es mit Bohrungen in einer solchen Tiefe?
Wieviele Jahre dauert es, das Loch zu füllen und wie wird es in der Zwischenzeit abgedichtet?
Was passiert bei einem Erdbeben?
Wie teuer wird es wirklich?
Zusammenfassend klingt es für mich nach einem theoretischen Vorschlag, bei dessen praktischer Umsetzung ähnliche Probleme entstehen werden wie in Salzstöcken. Ob sich da einer einen lukrativen Forschungsauftrag verschaffen will?
Mein Vorschlag: Auf dem Mond verbuddeln. (da will ICH dann mitforschen)




Man sollte tektonisch ruhige Gebiete verwenden, klar. Aber die absolute Dichtheit entsteht durch das Schmelzverfahren!




Wie soll das funktionieren? Die Verbrenungstemp. liegt zwar unter optimalen Bedingungen bei über 3000°C, aber der entstehende Wasserdampf (Abgas) mit ebenfalls einer Temperatur von gut 3000°C bringt nicht nur das Gestein zum Schmelzen, sondern auch alle Apparaturen in der Umgebung.
Die Idee ist ok, aber die Umsetzung ist Quatsch.
Dazu noch: "Auf alle Fälle muss es eine über Jahre hinaus geologisch ruhige Zone sein". Über Jahre? Über 100.000 Jahre!




Dazu hat Norbert Röttgen klar Stellung bezogen. Atommüll wird "nicht verbuddelt" (so hat er es tatsächlich gesagt), sondern so untergebracht, dass er jederzeit wieder aus dem Endlager rausgeholt werden kann. Leider finde ich dazu kein Video im Netz, aber es lief so im Fernsehen.




Logan5, dann soll der gute Mann doch gleich mal anfangen zu graben - in Asse...
@all: Ich kenne Dr. Rolf Bielecki persönlich, er hat in seiner Amtszeit als Oberbaurat Planung und Bau der 3. Elbtunnelröhre verantwortet. Dem Mann ein nicht funktionierendes Bohrverfahren zu unterstellen, ist einfach inkompetent und schwachsinnig. Die Tatsache, daß sich jemand hier irgend etwas nicht vorstellen kann, spricht für mangelndes Wissen. Vielleicht mal denHamburger Abendblatt -Artikel genau lesen?




Ach so, du kennst ihn persönlich und hast uns mit deiner Frage nur ein wenig auf die Folter gespannt. Na, dann ist natürlich alles in Ordnung. Lasst uns heute noch eine Großdemo organisieren und vor den Bundestag ziehen, um endlich diese wunderbare Technik zu erforschen!
ROTFL!




Versuchen wir es mal mit Fragen.
Durchmesser der Bohrung 10m.
Das bedeutet, für eine Bohrung mit nur 1 Meter Tiefe müssen 78,5 m³ Gestein aufgeschmolzen werden. Diese sollen auf ca. 3500°C erhitzt werden.
Was passiert mit dem umliegenden Gestein? Schmilzt das nicht?
Soll das alles in irgendwelchen Rissen verschwinden?
Wie heiß muss dann das umgebende Gestein werden, damit die Schmelze sich weit genug verteilen kann ohne zu erstarren? 78,5m³ pro Meter Bohrlochtiefe ist ja nicht mal eben so aufgesaugt.
Was passiert mit der Schmelze die nicht aufgesaugt wird? Wie kann man flüssiges Gestein wegpumpen? Wäre doch was für den einen oder anderen Vulkan. Einfach leerpumpen bevor er ausbricht.
Sorry, das hat nicht mit Wissenslücken zu tun, das ist Natur und Technik. Und funktioniert nicht!




Der Vorschlag ist ziemlicher Blödsinn! 1. Die Flamme soll bei 3500 °C einen Schacht ausschmelzen. Es dürfte technisch kaum beherrschbar sein, dass die zurück strömenden heißen Gase nicht die zuführende Technik (Rohrleitungen, Kabel etc.) beschädigen. 2. Beim Abkühlen dieser Kalotte gibt es Spannungsrisse, durch die im Laufe der Zeit Wasser in diesen Zylinder eindringen kann. 3. Es liegen absolut keinerlei Erfahrungen über das Abkühlverhalten von Gemengen unterschiedlicher Schmelzen in diesen Größenordnungen vor.
Warum auch diesen Unsinn: Es gibt in Deutschland eine Reihe von Urgebirgen Teile des Schwarzwalds, Bayerischer Wald, Brocken), welche seit Jahrmillionen tektonisch stabil sind und dies auch noch weiterhin sein werden. In diese Gebirge könnte man ohne weiteres ein kontrolliertes Endlager bauen. Aber insbesondere die süddeutschen Urgebirge liegen halt im Machtbereich nicht unbedeutender CDU bzw. CSU-Granden!




Ja. ja Heraklit, für gewisse Ignoranten mal hier eine Teilanalyse des Bohrverfahrens
Highspeed, der Mensch setzt sich seine Schranken selbst ;-), das wissen wir aus der Psycholgie. Es kommen nach Bohrtiefe unterschiedliche Bohrverfahren zum Einsatz (Teilschmelze des Außenprofils, Abraum des Kernbohrguts)usw




Ob dieses Verfahren praktikabel ist oder nicht, vermag ich nicht zu sagen, allerdings teile ich die Bedenken von Kh Decker. Ob die Standortwahl aber von CDU-CSU Granden abhängig ist, bezweifle ich, schließlich ist weltweit noch kein "sicheres" Endlager ausgewiesen.Das wirklich empörende ist für mich aber, dass trotz der Unsicherheiten oder Unwissenheiten fleissig weiter gemacht wird mit dem Kernkraftwahnsinn. Im übrigen möchte ich gar nicht wissen, was in Ex-Sowietischen Gewässern an Atom-U-Booten unter dem Meeresspiegel vor sich hin rostet




Schön. Es ist also ein technisches Expose von Herrn Bilecki. Und im Zeitungsartikel wird auch lediglich von einer theoretischen Möglichkeit geschrieben, sowie die Prüfung zur Umsetzung eines Praktischen Tests. Es KLINGT interessant, aber ob es -wie Sie hier propagieren- ein sinnvolles und nicht zu teures Verfahren darstellt, bleibt ja noch abzuwarten. Und bevor nicht ein Prototyp existiert, können Sie auch nicht von fehlender Lobby oder Unterdrückung von technischen Innovationen fabulieren. Was Ihr Verschwörungstheoretiker gern macht, siehe z.B. "Nullpunktenergie" u.Ä.




Kaktus, kaktus, bitte nicht zu viel hineinterpretieren: Daß ich den Mann sehr gut (geschäftlich) kenne bzw. gekannt habe, heißt nicht, daß ich je ein Wort mit ihm über seine Idee gewechselt hätte (habe ich definitiv nicht!). Ich unterstelle Dir z.B. trotz Deines Namens auch kein Stachelkinn...
Ich habe mich nur wegen Gorleben an diese Geschichte erinnert und hoffe zu allgemeinem Erkenntnisgewinn - und vielleicht sogar zu einer Problemlösung - beizutragen.




>Es kommen nach Bohrtiefe unterschiedliche Bohrverfahren zum Einsatz >(Teilschmelze des Außenprofils, Abraum des Kernbohrguts)usw
Wenn das alles so einfach ist, dann kann man doch einen "normalen" Tunnelbohrer nehmen und anschließend die Wände mit entsprechender Hitze behandeln.
Zumindest mit dem ersten hat man ausreichend Erfahrungen.
So wie es im Zeitungsartikel beschrieben ist funktioniert es nicht.




@Starmax: zu deinem letzen Eintrag ein paar Worte von Kafka: die Träumenden und die Wünschenden tragen den feinen Stoff des Lebens in sich