Das "ß" ist ja meines Wissens aus einer Verkürzung der Buchstaben"sz" entstanden, wobei das "z" im Sütterlin noch den langen Bogen nach unten hatte. Aber wovon leitet sich die jetzt eingeführte Verdopplung des "s" ab?




Es leitet sich nirgends her, sondern ist einfach eine Festlegung. Nach einem lang gesprochenem Selbstlaut folgt ein "ß": Fuß, Stoß, Floß. Nach einem kurzen Vokal folgt ein "ss": Fluss, Hass, Pass. Nach einem Diphtong (zwei verschiedene Vokale) folgt ein "ß": reißen, heißen, fließen. Auswendig merken muss man sich Wörter mit nur einem "s": Mist, Nest, kurz aber nur ein "s". Diese Neuregelung wurde willkürlich getroffen und soll der Vereinfachung dienen.




Als auslaendischer Student der Germanistik wurde mir gesagt, ist der Vokal vor dem ss und nach dem ss kurz, dann ss benutzen, wie zB essen, besser, usw. In allen anderen Faellen, das eszet. Die Verdopplung des "s" wurde wegen der Computer-Tastatur adoptiert, weil wir zB hier in Indien keine deutsche Tastatur haben und wir brauchen immer ss statt das eszet zu benutzen. In der Schweiz hat man das eszet abgeschafft.