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Frage Nummer 40523 tinnoo18331

Was bringt die einjährige Berufsfachschule wirklich? Sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz danach wirklich besser?

Antworten (4)
Noah K.
In den einjährigen Bildungsgängen können sich berufliche Grundbildungen angeeignet werden. Es werden Grundkenntnisse- sowie Fertigkeiten in verschiedenen Berufen erworben. Diese Lehrgänge werden an der Berufsfachschule für Technik, für Informations- und Kommunikationstechnik und Gesundheit und Pflege angeboten. Nach dem avsolvierten Jahr kann man sich zielstrebig auf den Beruf seiner Wahl konzentrieren und sich dort um einen Ausbildungsplatz bewerben.
MattisMacht1988
Generell ist das natürlich eine sehr sinnvolle Maßnahme, weil dieses eine Jahr an der Berufsfachschule ja für Jugendliche gedacht ist, die keine Ausbildungsstelle bekommen haben. Mit dieser einjährigen, weiterführenden Qualifikation erhöhen sich ihre Aussichten auf eine solchen Ausbildungsplatz also deutlich und zudem stellen sie unter Beweis, dass sie ernsthaft um eine Ausbildung bemüht sind. Der tatsächliche Erfolg hängt im Anschluss dann sicherlich auch von der Region ab, in der der Anwärter sucht, sprich: Er wird immer in einer Region mit guter Arbeitsmarktlage bessere Chancen haben als zum Beispiel in einer spärlich besiedelten Gegend mit hoher Arbeitslosenquote und wenig Industrie.
Az666
Die einjährige BFS gibt es auch an kaufmännischen Berufschulen, wird allerdings in den nächsten Jahren gänzlich in die 2 Jährige übergehen, soweit ich weiß. Davon mal abgesehen kann man in der BFS neben der beruflichen Grundbildung für die entsprechende Fachrichtung die Fachoberschulreife nachholen (zumindest in der 2 jährigen) und den Q-Vermerk für die Höhere Handelsschule (wie es im technischen Bereich heißt weiß ich nicht) also fürs Fachabi erwerben (mit entsprechendem Notenschnitt) Die Einjährige vermittelt nur den Q-Vermerk, hier muss man die FOR mitbringen, man muss sich aber im Klaren sein, dass die Stundenzahl in der einjährigen höher ist als in der 2 jährigen (Nachzulesen im Schulgesetz für Berufsschulen)
JeremyB.
Das sind sie mit Sicherheit. Bei der einjährigen Berufsfachschule handelt es sich ja im Prinzip um eine Weiterbildungsmaßnahme für alle jene, die bei der Jagd nach einem Ausbildungsplatz leer ausgegangen sind und somit aktuell eigentlich keine Perspektive haben. Durch eine einjährige Weiterqualifizierung dokumentiert man nicht nur die Bereitschaft, sich Zusatzqualifikationen für Ausbildung und späteren Beruf anzueignen, sondern verbessert auch seine Eignung und damit seine Chancen, in einem Ausbildungsberuf mit Zukunft unterzukommen.