Die Wissenschaftler sprechen bei der Entstehungstheorie von der Ausdehnung des Universums. Das setzt ja doch irgendwie voraus, dass sich darum ein Raum (?) befindet oder es selber räumlich begrenzt ist. Die Frags ist also, was ist außerhalb oder in was ist es und was ist dann da außerhalb. Unendlichkeit ist etwas zu platt.




diese Vorstellung ist falsch.
Mit der Entstehung des Universums ist Zeit und Raum erst entstanden.
Es gibt kein Außerhalb, man kann sich nicht aus dem Universum heraus bewegen.




Tatsächlich befindet sich ausserhalb des Universums eine sehr dichte schwammartige Struktur. Das Universum dehnt sich also aus, bis der Schwamm ausgedrückt wird. Beim Auspressen des Schwamms wird unser Universum zusammengedrückt. Wissenschaftler nennen das den "Big Bounce". Wir sind wahrscheinlich ungeahnte Bewohner in Gottes Geschirrspülschwamm.




die Frage geht schon sehr in philsophische Bereiche, keiner weiß es genau. Die Schwammtheorie ist schon bestechend, aber wo endet der Schwamm ? Fassbinders Film "Welt am Draht" ist auch eine Theorie, keine schlechte. Wir existieren gar nicht, sind virtuelle Lebewesen in einem Schaltkreis, auf Knopfdruck austauschbar, ohne es zu merken. Fragen über Fragen, aber diesmal keine schlechte.




Also, das mit dem Schwamm finde ich eine seltsame Vorstellung. Davon gehört habe ich auch schon, aber andere Wissenschaftler beschreiben die Dinge so, dass der luftleere Raum in seiner Ausdehnung unendlich ist und bei der wachsenden Ausdehnung des Universums lediglich von der Materie zu sprechen ist. Die Galaxien treiben innerhalb eines unendlichen Raumes auseinander. Der Big Bounce käme durch einen Schwerkraft-Effekt zustande. Irgendwann stoppt der durch den Urknall ausgelöste Vortrieb der Galaxien. Ab da ziehen sie sich wieder durch ihre Gravitation gegenseitig an, werden dabei immer schneller und rasseln schließlich mit irrsinniger Energie in einem Punkt zusammen, um in einem erneuten Urknall zu explodieren. So als ob man einen Stein hochwirft, an einem bestimmten Punkt hat ihn die Gravitation der Erde wieder und er fällt wieder runter. Diese Vorstellung finde ich plausibler als Schwämme.




Das Phaenomen besteht darin, dass der Raum in einer weiteren Dimension (als den 3 uns vertrauten) gekruemmt ist. Das wird anschaulich, wenn Sie es um eine Dimension herunterkochen:
Stellen Sie sich eine Stadt vor, die sich immer weiter ausdehnt. Scheint nicht auch hier vorausgesetzt, es muesse um diese Stadt herum eine leere Flaeche liegen? Was sollte sonst ausserhalb dieser Stadt liegen? Wohin sollte sie denn wachsen?
Aber vielleicht befindet sich die Stadt auf der Oberflaeche einer Kugel, so, als wuerde sie einen Planeten ganz bedecken. Diese Flaeche waere in der 3. Dimension gekruemmt.
Wenn nun mit dem Wachstum der Stadt diese Kugel einfach immer groesser wuerde, waere hierzu keine Leere ausserhalb, kein geheimnisvolles "Nichts" mehr noetig.




Teil 1:
nhoj schrieb am 03.12.2010 um 02:43 Uhr:
"Wenn nun mit dem Wachstum der Stadt diese Kugel einfach immer groesser wuerde, waere hierzu keine Leere ausserhalb, kein geheimnisvolles "Nichts" mehr noetig."
Wieso wäre dann kein "Nichts" mehr nötig? Wenn diese Kugel größer wird, nimmt sie auch mehr Raum ein. Somit muss diese Kugel sich in einem Raum befinden, in den sie sich ausdehnen kann. Und was ist mit dem Material, aus dem die Kugel besteht? Wenn diese Kugel "einfach immer größer würde", müsste in ihrem Inneren doch auch neues Material entstehen. Wo kommt dieses her? Und falls diese Kugel hohl sein soll, müsste wenigstens neues Material für die größer werdende Außenhaut entstehen. Ansonsten würde diese sich immer weiter verdünnen, bis sie nur noch eine Dicke von einzelnen Atomen hätte. Danach müsste sie reißen, wenn diese ominöse Kugel sich weiter ausdehnen soll.
Ich habe weiterhin noch keine akzeptable Antwort auf die Frage erhalten,




Teil 2:
was außerhalb unseres Weltalls ist. Fakt ist, dass sich die Erdkugel in einem Raum befindet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Raum unendlich groß ist. Somit kann auch der Raum, in dem sich unsere Erde befindet, nicht unendlich groß sein. Dies führt zu der Frage, was sich außerhalb dieses Raumes befindet. Das führt aber zu dem nächsten Problem, weil ja auch ein Raum außerhalb unseres Weltalls ein Raum wäre, so dass für diesen das gleiche Problem aufträte. Auch dieser kann nicht unendlich groß sein. Was ist also außerhalb von diesem Raum? Und das bringt mich erneut an den Punkt, zu dem ich bisher keine Antwort habe.
Ein vergleichbares Problem habe ich mit dem Ursprung von Allem. Wieso hat irgendwann etwas begonnen zu existieren. Z. B. der Raum außerhalb des Weltalls. Und was war davor? Btw, an Götter glaube ich nicht. Ich gehe davon aus, dass ich leider auch in Zukunft keine akzeptablen Antworten auf diese Fragen erhalten werde. Schade. 8-(




Eine gute Frage, um die Antwort zu finden, kommt man wohl nicht daran vorbei erst einmal den Verstand abzuschalten. Alles vergessen und nicht mehr räumlich denken.
Es gibt wohl kaum einen Schöpfer, also diese Denkweise auch vergessen.
Die Antwort ist: Unser Verstand ist unbrauchbar um die kosmischen Dimensionen verstehen zu können. In sachen Intelligenz sind wir Kosmisch gesehen nicht weiter entwickelt als ein Primat. Es reicht allerdings aus um solche Fragen zu stellen, dass ist gut und bringt uns irgendwann auf die nächste Evolutionsstufe. So werden wir auch mal in der Lage sein dieses zu verstehen. Amerika wurde auch durch Zufall entdeckt.
Ich habe mir diese Frage auch gestellt und das war die Antwort von meinen Vater..
Ob diese Antwort gut ist, keine Ahnung. Aber sie bewahrt mich vor den Wahnsinn.
Grüße aus Iserlohn.




Man geht heute davon aus, dass das Universum nicht unendlich gross ist aber unbegrenzt. Das hört sich kompliziert an, lässt sich aber leicht erklären wenn man eine Dimension herunter-skaliert: stell Dir Strichmännchen vor die auf einem Blatt Papier leben. Sie wollen wissen ob das Papier irgendwo endet und gehen immer geradeaus. Nach einiger Zeit landen sie wieder an ihrem Ausgangspunkt, obwohl sie sich sicher sind genau geradeaus gegangen zu sein. Sie schliessen daraus: es gibt eine dritte Dimension, sie leben auf der Oberfläche einer Kugel!
Die Strichmännchen können ihre Oberfläche nicht verlassen, genauso wie wir nicht nach ausserhalb des Universums gelangen können. Dazu fehlt uns eine Dimension :-)
Das Ausdehnen des Universums ist zu verstehen wie ein Wachsen der Papierkugel: es gibt mehr Oberfläche, aber die Strichmännchen sehen nur, dass sich an jeder beliebigen Stelle die Abstände in alle Richtungen gleichmässig vergrössern.