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hannes52

Was musste man in der DDR eigentlich einem Ausreiseantrag alles beilegen und wieviele wurden im Schnitt angenommen?


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ANTWORTEN (3)
12.05.2011, 11:12 Uhr
 
TKKG

Das ist unterschiedlich und hat sich im Laufe der Jahre geändert!

1988 z.B. stellten 1.135.000 Menschen einen Ausreiseantrag, darunter 424.000 Erstanträge!

117.000 wurden nach Terror durch die Stasi zurückgezogen!

Von '61 bis 88 konnten 383.000 legal ausreisen und ca. 222.000 illegal!

Rentner werden von dieser Statistik übrigens nicht erfasst! Sie konnten relativ problemlos ausreisen!

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13.05.2011, 16:22 Uhr
 
XSchubbeX

Zu dem Antrag musste eine detaillierte Begründung geschrieben werden, warum man Ausreisen wollte. Wie viele angenommen wurden, ist mir nicht bekannt. Allerdings hatten einige Antragsteller dann diverse Nachteile und wurden extra überwacht. Meist wurde ihnen auch ein anderer, minderwertiger Job gegeben. Ich kenne das allerdings nur aus Erzählungen.

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15.05.2011, 22:37 Uhr
 
Benedikt B...

Soweit ich weiß, wurden solche Ausreiseanträge nur formlos gestellt. Renter, die also dem Staat nicht mehr ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten, konnten relativ schnell mit einer Genehmigung rechnen, während jüngere, arbeitsfähige Menschen durch einen entsprechenden Antrag zum Staatsfeind degradiert wurden. Hier dauerten Genehmigungsverfahren teilweise bis zu 10 Jahren.

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