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hooterti5

Welchen Schalldämmstoff sollte ich bei der Isolierung eines Musikraumes verwenden?


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ANTWORTEN (6)
09.08.2011, 08:17 Uhr
 
Musca

Grundsätzlich dämmen schwere Materailien den Schall besser als leichte. Unebene Oberflächen, z.B. Eierkartons brechen auch sehr gut die Schallwellen, vermindern darüber hinaus die Nachhallzeit innerhalb des Raumes = verbesserte Akustik. Optimal wäre eine Vorsatzwand aus Gipskarton o.ä. den Zwischenraum mit schwerer Mineralwolle gedämmt, an der Außenseite die GK-Platten mit Eierkarton beklebt. Die Vorsatzwand sollte aber nicht mit den Wänden fest verbunden sein, sondern entkoppelt.

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09.08.2011, 11:25 Uhr
 
starmax

Die Entkoppelung, wie Musca schon schreibt, ist das Hauptproblem. Ich kenne es aus der Trittschalldämmung beim Estrich, der wirklich von der Wand sorgfältig getrennt sein muß, sonst übertragen die Hauswände diesen Schall ins ganze Haus.

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10.08.2011, 19:22 Uhr
 
Franz Schwarz

Es gibt für so etwas spezielle Akustikschaumstoffe auf PU-Basis. Diese werden zum Dämmen von Schall u. a. in der Industrie, in Werkstätten, Klassenräumen, bei Ärzten, in Kindertagesstätten, in der Schule, in Tonstudios, in Proberäumen sowie im privaten Bereich gern genutzt.

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11.08.2011, 10:45 Uhr
 
MIDI69

Zu unterscheiden ist zwischen der Dämmung nach aussen (Bauakustik) und der Raumakustik. Die vorher genannte Kombination aus Vorsatzschale und Schaumstoff bzw. Eierkarton ist im Prinzip richtig, kann aber noch verbessert werden. Nimmt man anstelle von Gipskarton als Vorsatzschale Sperrholz, so baut man bei richtiger Dimensionierung einen Tieftonabsorber, der das tiefe Dröhnen aus dem Raum herausnimmt. Gleichzeitig dämmt die Schale nach aussen. Auf diese Schale können dann Hochtonabsorber in Form von Schaumstoff angebracht werden. Generell ist für eine gute Raumakustik die Tieftonabsorbtion wichtiger als die Hochtonabsorbtion, sie ist aber auch aufwändiger zu erstellen und wirkt nicht so offensichtlich. Der alleinige Einsatz von Hochtonabsorbern (Schaumstoff / Eierkarton) führt zu einer Überbedämpfung im Hochtonbereich (Raum klingt "tot"), während das tiefe Dröhnen weiterhin besteht.

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11.08.2011, 19:28 Uhr
 
Tommitom

Bei mir auf der Arbeit haben wir um unsere lauten Prüfstände herum Schallschutzkabinen. Diese haben auf der Innenseite ein Lochblech, dann eine min. 20 cm starke Schicht aus Glaswolle oder Steinwolle und dann eine Blechwand nach außen. Das dämmt extrem.

Ob das allerdings für einen Musikraum geeignet ist weiß ich nicht.

Wenn man nämlich in so einer Kabine bei ausgeschalteten Maschinen steht, dann ist diese extreme Stille schon unangenehm. Man hört außer sich selbst nämlich überhaupt gar nichts... Und das meine ich wörtlich!

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13.08.2011, 09:50 Uhr
 
Ud33_usch

Eigentlich könnten schon Schaumstoffplatten ausreichen. Eine Trittschalldämmwand wäre aber sicherlich eine gute Idee. Man könnte auch mit Pressspanplatten und Rockwoll arbeiten, indem man mit dieser die Zwischenräume ausfüllt. Denke aber jedenfalls an eine Dampfbremse, dass nichts anschimmelt.

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