



Was für eine Frage: "Jeder auf seine Art" war irgendwo wichtig - ob im positiven oder negativen Sinne wichtig ist dann eine andere Frage... Bei Adenauer lag es an der deutlichen Anbindung an den Westen und an den Beginn der Assöhnung mit Frankreich, Willy Brandt öffnete die Tür nach Osten, Helmut Kohl ist untrennbar mit der WIedervereinigung verbunden, Gerhard Schröder mit Hartz IV.
Helmut Schmidt hat zu viel bewirkt, um das auf ein einziges Schlagwort komprimieren zu können und Angela Merkel erfüllt die "War" - also die Vergangenheitsbedingung Deiner Frage nicht ;) Lediglich bei Erhard und Kiesinger fällt mir spontan außer "Großer Koalition - aber war die damals wichtig? - nichts ein...




Ich würde sagen, dass es Helmut Schmidt war. Er hatte entscheidenden Einfluss auf die Verbesserung der deutsch-französischen Beziehungen und ist meiner Meinung nach ein Vorbereiter der EU. Außerdem wurde auf sein Bestreben hin die G7-Gruppe gebildet. Nicht zu vergessen, dass er die Gefahr der atomaren Bedrohung durch die SU erkannt hat. Außerdem empfand ich ihn als authentisch.




Für mich war immer Helmut Schmidt der beste Kanzler aller Zeiten. Er war authentisch und absolut glaubwürdig. Wenn ich an die RAF Zeiten denke und überlege mit wie viel Mut er die Bewegung quasi in die Knie gezwungen hat, kann ich nur den Hut heben. Er war absolut nicht erpressbar, auch wenn es um seine Familie ging.




Alle Bundeskanzler sind im Kontext ihrer Zeit zu betrachten und haben z. T. bedeutende und z. T. umstrittene Leistungen vollbracht. Ich halte Willy Brandt für einen wichtigen Kanzler wegen seiner auf Versöhnung und Ausgleich mit den osteuropäischen Staaten (hinter dem damaligen "Eisernen Vorhang") ausgerichteten Auslandspolitik, im schwierigen Umfeld des Kalten Krieges.