Paul Lehmann

Wenn Italien Pleite ist, wie können die überhaupt wieder aus dem Schlamassel raus kommen?


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ANTWORTEN (7)
12.05.2012, 19:59 Uhr
 
ing793

für die Italiener wäre das überhaupt kein so großes Problem.

Sie bekämen halt kein fremdes Geld mehr, müssten mit ihrem eigenen auskommen.

Aber wenn man sich mal überlegt, dass Italien wesentlich mehr Zinsen zahlt als das Staatsdefizit beträgt, würde bei Wegfall der Zinsen genügend für die Italiener übrig bleiben.

Nach einiger Zeit wäre Ruhe.

Brasilien z.B. war in den letzten 30 Jahren sechsmal pleite, heute ist es ein aufstrebender Schwellenstaat, bei dem man sich darum reißt, dort zu investieren.

Für den Staat und seine Bevölkerung ist eine Pleite unangenehm, aber überlebbar.

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14.05.2012, 23:08 Uhr
 
Tim Meier

Da gibt es nur einen Weg: harte Reformen und Sparmaßnahmen. Mittlerweile ist der Rettungsfonds jedoch so stark kapitalisiert, dass eine Staatspleite Italiens aufgefangen werden könnte. In der Tat wird es in dem Land bald ungemütlich, allerdings lässt sich bspw. ein Schuldenschitt in dem Land leichter erreichen, da die meisten Gläubiger Inländer sind. Deutschland gehts sehr gut.

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16.05.2012, 23:28 Uhr
 
Mark Lehmann

Wenn Italien insolvent wäre, gäbe es im Moment noch keine Lösung dafür. Derartige Reglements müssen erst noch getroffen werden. Aber soviel ich weiß, ist die BRD schon lange überschuldet. In den Medien wird immer nur von den größten Schuldnern gesprochen. Für mich sind das nur theoretische mathematische Rechnungen. Nicht mehr.

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18.05.2012, 08:32 Uhr
 
Johannes Jung

Zum Glück ist es in Italien noch nicht ganz so schlimm wie in Griechenland. Aus dem Schlamassel kommen die nur raus, wenn sie radikal sparen und dazu wurde ja ein entsprechender Haushaltsplan vorgestellt. Mir stellt sich jetzt nur langsam die Frage, wie das weiter gehen soll. Deutschland allein kann das ja bald nicht mehr erwirtschaften.

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18.05.2012, 08:55 Uhr
 
starmax

Ich lach mich tot - wenn ich das hier in ein paar Monaten wieder aufrufe. Der Euro ist fast tot und kann höchstens als Referenzwährung (ECU) überleben.

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03.10.2012, 06:39 Uhr
 
Alesius

Das was wir jetzt vermehrt wahrnehmen sind "nur" Auswirkungen. Das wahre Problem liegt in der Gier, die vom Kapitalismus gefördert wird. Wenn wir nichts an der Ursache verändern, sondern stets nur die Auswirkungen "bekämpfen", werden wir immer wieder vor ähnlichen Problemen stehen.

Daher denke ich, dass es zunächst "schlimmer" werden wird, bis die Luftblase endgültig platzt. Aber am Ende kommen wir gestärkt heraus. Auch wenn ende 2012 die Welt sicher nicht unter gehen wird, so beginnt da vielleicht doch etwas Neues :)

Das ist jetzt vielleicht keine Lösung, wie sie sich einige erhoffen. Die kann auch (meiner Meinung nach) keiner geben, da die wahre Lösung ganz individuell in jedem von uns liegt..

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03.10.2012, 09:49 Uhr
 
starmax

Widerspruch. "Gier" ist eine menschliche Triebfeder, die nicht verhandelbar ist. Wir beschimpfen ja auch nicht die Tabakpflanze, sondern die Raucher. Will heißen: Im an und für sich guten Kapitalismus (weil leistungsbezogene Vergütung) müssen Regeln bestehen und eingehalten werden, z.B. ein Zinsverbot! Denn nur der daraus resultierende Zinseszins schrottet Papiergeldsysteme so ca.alle 60 Jahre: Und es erlaubt den Wohlhabenden, sich auf Kosten der Masse zu bereichern - und kurz vor Systemexitus in Sachwerte zu wechseln, die ihren Wert über den Crash hinaus behalten.

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