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Amos

Wer weiß, wonach sich die Länge von Flüssen ergeben?

Ich wüßte gerne mal, wer die Länge bzw. die Quellen von Flüssen bestimmt (hat), denn jeder Fluß hat ja auch Nebenflüsse, die ebenso Quellfluß sein könnten!


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ANTWORTEN (14)
19.08.2010, 16:51 Uhr
 
Klabusterb...

Ganz einfach: Man betrachtet dessen Anfangs- und Endpunkt und misst die Strecke dazwischen.

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19.08.2010, 17:07 Uhr
 
Amos

Echt blödsinnige Antwort! Darum ging es mir nicht. Die Weser hat z. B. keine Quelle, sondern entsteht aus Werra und Fulda, hätte ja auch sein können, daß es keine Fuldaquelle gibt, weil es die Weserquelle gewesen wäre (die Frage war ernst gemeint!)

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19.08.2010, 17:14 Uhr
 
Klabusterb...

Echt blödsinnige Frage. Die Weser fäng an, wo die Weser anfängt, und nicht irgendein Nebenfluss.

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19.08.2010, 17:36 Uhr
 
anne-emilie

Eigentlich eine interessante Frage! Ich bin der Meinung,daß die Länge eines

Flusses von der Quelle bis zur Mündung gemessen wird, alle Biegungen

natürlich mitgerechnet.Nebenflüsse und andere Quellflüsse haben ja eigentlich

nichts mit der Länge des betreffenden Flusses zu tun.Sollte ich mich mit dieser

Meinung irren,bitte ich um Aufklärung von kompetenter Seite!!

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19.08.2010, 19:50 Uhr
 
Amos

@klabusterb: die Armut kommt von der pauvreté, n'est ce pas??

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19.08.2010, 19:58 Uhr
 
Tucan

Also die Flußlänge wird von der Quelle bis zur Mündung berechnet. Im Fall der Weser die ja aus dem Zusammenfluss von Fulda und Werra entsteht, wird die Länge vom Zusammenfluß der beiden in Hann.-Münden bis zur Mündung gemessen.

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20.08.2010, 10:57 Uhr
 
Klabusterb...

Na eben: Eben dort, wo die Weser anfängt, fängt sie an, und nicht, wo irgendein anderer Fluss anfängt. Hab ich doch gesagt, was ist denn daran so schwierig?

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20.08.2010, 12:32 Uhr
 
eric111

Ich glaube, viele haben den Sinn deiner Frage nicht verstanden.

Ich bin zwar kein Experte, aber würde sagen, dass wenn zwei Quellflüsse eine gewisse Form, Größe und Länge oder Geschichte zum Zeitpunkt der Namensgebung haben, diese mit eigenständigen Namen versehen wurden und bei einem Zusammentreffen in eine abgewandelte Form zu einem neuen Fluss werden: Werra + Fulda = Weser bzw. Rednitz + Pegnitz = Regnitz, etc.

Somit gibt es keine allgemeingültige Regelung, außer die, sich an die heute gültigen Namen zu halten und eben - wie bereits von anderen beantwortet - die Länge daran zu messen.

Warum jedoch manchmal ein Fluss bei einer Quelle beginnt und ein anderes Mal zwei Flüsse ihren Namen ab der Mündung ändern ist einfach nicht mehr möglich allgemeingültig in eine Formel zu packen, da die Namensgebung oft vor Jahrhunderten erfolgte und keinem weltweit gültigen Reglement unterlag und ggf. sogar politisch oder bürokratisch beeinflusst war.

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20.08.2010, 12:44 Uhr
 
mmarkus

Ein besonders schönes beispiel ist auch die Donau. Ein langer Fluß? Die offizielle Länge beträgt entweder 2845 oder 2888 Kilometer - je nach dem, welche der möglichen Quellen in der Nähe von Donaueschingen man als 'die' Quelle ansieht. Es kommt noch besser: Auf dem Weg zwischen Donaueschingen und Ulm verschwindet sie gelegentlich im Untergrund - an der Oberfläche ist kaum noch 'was von ihr zu sehen. Ein Teil des Wassers fließt dann über den Bodensee in den Rhein. In Ulm kommen dann die Donau (ein klägliches Rinnsal), die Blau und die Iller zusammen. Wenn Du an der Illereinmündung stest, fragst Du Dich dann wirklich - was ist hier der Hauptfluß und was ist die Einmündung?

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20.08.2010, 12:50 Uhr
 
Papayu

Wenn alle Bruenlein fliessen, so muss man trinken. Da hat doch einer eine Flut von Antworten losgetreten. Was muss der Bodensee alles schlucken und laeuft nicht ueber. Donau, Rhein usw. Bloss aufpassen, dass da keiner Rheinfaellt.

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21.08.2010, 01:05 Uhr
 
Ennovon

Welcher Namen bei einem Zusammenfluss beibehalten wird ist eigentlich recht einfach, und zwar der des Stromes der an diesem Punkt länger ist.

Beispiel wieder die Donau. In Ulm fliesst wie oben schon geschrieben die Iller in die Donau. Und ist hier definitiv grösser.

Allerdings ist die Iller hier 147km "alt" die Donau allerdings schon 500km. Also wird weiterhin der Name Donau benutzt.

Bei den anderen Großen Nebflüssen der Donau ists auch so. Auch der Inn hat beim Zusammenfluss meist mehr Wasser als die Donau selbst.

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22.08.2010, 13:54 Uhr
 
Gerdd

Und von der Regel, daß an der Stelle des Zusammenflusses der bis dahin längere Fluß den Namen behält, gibt es auch wieder Ausnahmen - neben der Fulda-Werra-Weser-Geschichte: Auch der Mississippi ist so ein Fall, denn beim Zusammenfluß ist der Missouri eigentlich länger, und so hätte der mächtigste Strom Nordamerikas eigentlich Missouri heißen müssen. Ob diese Ausnahmen wohl damit zu erklären sind, daß man es manchmal einfach noch nicht genau wußte?

Wer sich für die Herausforderungen der frühen Gographen interessiert, der möge mal die Geschichte der Entdeckung der Nilquellen nachlesen ...

Übrigens, es gibt auch eine Theorie, wonach Werra und Weser aus dem gleichen Wortstamm hergeleitet werden. Danach hätte die Weser dann wohl den "richtigen" Namen, da die Werra ja länger ist als die Fulda. Es ist übrigens hier so wie auch anderswo, daß nämlich der kürzere Fluß mehr Wasser beiträgt. Ein faszinierendes Thema!

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22.08.2010, 14:59 Uhr
 
Amos

Noch mal ganz dumm: führt denn immer der längste Arm zur Quelle? Oder ist da die Quelle, wo die größte Höhe über NN (gemäß des ganzen Flußquellverlaufs) ist?

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23.08.2010, 09:58 Uhr
 
DerGuido

Ich würde gerne mal eine Nebenfrage aufmachen: Gibt es einen offiziellen Maßstab, mit dem Flusslängen bestimmt werden?

Zur Erläuterung: Die Längenmessung eines unregelmäßigen Gebildes, wie z.B. eines Flussufers hängt stark von der Länge des Maßstabs ab. Messe ich z.B. einen Fluss durch wiederholtes Anlegen eines geraden Maßstabs mit 1 km Länge, bekomme ich einen völlig anderen Wert heraus, als wenn ich wiederholt einen Maßstab mit 1 cm Länge anlege.

Bei einem Flussufer ist das Problem relativ offensichtlich, aber selbst wenn man die Mitte des Flusses misst ergibt sich das gleiche Problem. Erstens: Wo genau ist die Mitte? Und zweitens ist auch hier durch die unregelmäßige Krümmung die Länge des Maßstabs wichtig.

In der Mathematik ist dieses Problem wohlbekannt (Stichwort: Dimension von Fraktalen), aber wie lösen das die Geometer, um ihre "offiziellen" Zahlen zu ermitteln?

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