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briddie33

Wie sinnvoll ist der Kauf einer Entkalkungsanlage für den privaten Haushalt mit Garten? Wird das Wasser sehr viel besser?


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ANTWORTEN (9)
23.03.2011, 11:35 Uhr
 
Maegwyn

ja, der Härtegrad des Wassers sinkt erheblich. Kaffee und Tee werden auch wieder besser schmecken ;-)

hier ein interessanter artikel zu den verschiedenen anlagen und den effekten:

http://www.eurogrube.de/haus-und-garten/entkalkungsanlage.htm

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23.03.2011, 12:46 Uhr
 
Highspeed

Erst mal solltest Du prüfen, wie kalkhaltig Das Trinkwasser bei Dir ist. Beim Wasserversorger nachfragen.

Der Kalk ist für Dich nicht schlecht oder gesundheitschädlich, kann aber für die Haushaltsgeräte ein Problem werden. Hier solltest Du abwägen, wie viel Aufwand es ist diese Gräte entsprechend zu pflegen, oder doch so eine Entkalkungsanlage zu kaufen. Lass auf jeden Fall die FInger von diesen Magnetentkalkern!

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23.03.2011, 18:12 Uhr
 
MarkusDippold

Teil 1 meiner Antwort:

Wir haben seit Jahren einen chemischen Entkalker. Für unseren 6 Personen-Haushalt brauche ich im Jahr etwa 125kg Enthärtersalz (hier in Broxetten-Form). Dafür braucht man bei Waschmaschine, Spülmaschine etc. praktisch nichts mehr.

Aus dem Entkalker selbst kommt das Wasser völlig kalklos heraus. Über eine Bypass-Armatur mit Steuerventil wird diesem Wasser wieder normales Wasser beigemischt, bis ein neutraler Härtegrad von ca. 5g Kalk pro Liter Wasser erreicht ist. Völlig kalkloses Wasser ist vergleichsweise aggressiv und greift z.B. Metall-Wasserleitungen an. Mit der Bypass-Armatur kann man das auch so einstellen, daß das Wasser gar nicht entkalkt wird. Das mache ich immer dann, wenn ich für den Garten die Wassertonnen auffülle. Für den Garten ist eine Entkalkung nicht notwendig.

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23.03.2011, 18:12 Uhr
 
MarkusDippold

Teil 2 meiner Antwort:

Normal sind bei uns im Ort 21g Kalk pro Liter Wasser. Dieser Wert wird in den Entkalker eingegeben. Dieser mißt den Wasserverbrauch und weiß, wann er das Granulat, in dem das Kalk gebunden wird, wieder freispülen muß. Während dieses Spülvorganges steht natürlich auch entkalktes Waser zur Verfügung. Die Uhrzeit, zu der gespült werden soll, kann man beliebig einstellen.

Unser Gerät arbeitet völlig automatisch. Salz nachfüllen, wenn der Behälter leer wird, das war's im Grunde. Alle zwei Jahre lasse ich das Gerät inspizieren. Dann werden Dichtungen ausgetauscht, geprüft, ob die Ventile alle noch einwandfrei funktionieren und sowas.

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24.03.2011, 20:22 Uhr
 
Hengsto

Hallo!

Die meisten Anlagen bringen für private Haushalte überhaupt nichts - ein Freund von mir hat verschiedene dieser Anlagen verkauft und ist der selben Meinung (viele Hausbesitzer sind aber ängstlich und so lässt sich ne Menge Geld verdienen).

Ruf am Besten einfach mal bei deinem Wasserwerk an und frag nach dem Härtegrad. Denn erst bei der höchsten Härtegradstufen lohnt sich die Überlegungen weiter zu führen.

Im Übrigen bringen auch Kalkstoptabs für die Waschmaschine und Spülmaschine nichts.

Die Entkalker sind in 99% der Wasch- und Spülmittel enthalten.

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25.03.2011, 09:23 Uhr
 
MarkusDippold

@Hengsto:

Das stimmt nur bedingt.

Der Entkalker in Wasch- und Spülmitteln schützt vor Verkalkung der Bauteile in dem Gerät, aber nicht die Zuleitungen vom Geräteanschluß bis zur Entkalkungsstelle.

Was hilft's, wenn die Heizstäbe und sowas glänzen wie neu, aber kein Wasser mehr durch die Zuleitung reinkommt.

Bei weichem bis mittlerem Härtebereich (also bis 14°dH) kann man es sich überlegen, ob man einen Hausentkalker benötigt. Im harten Härtebereich (über 14°dH) ist es durchaus sinnvoll. Wir haben 21°dH, da staubt's, wenn man den Wasserhahn aufdreht. Seit wir den Entkalker haben, reicht es, die Kaffeemaschine, Wasserkocher etc. einmal im Jahr zu entkalken (vorher 1-2 mal im Monat). In die Waschmaschine, Spülmaschine kommt gar kein Enthärtersalz mehr rein. Die Dusche schaut auch nach mehrmaligem Duschen immer noch aus wie eine Dusche und nicht wie eine Tropfsteinhöhle.

==> Wasserhärte

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26.03.2011, 09:41 Uhr
 
Vincent Sc...

Ich würde sagen, dass es sehr darauf ankommt, was du im Garten anbauen willst. Bist du hier recht aufwendig tätig, könnte sich eine solche Anschaffung lohnen. Aber nicht in jeder Region ist das Wasser gleich kalkhaltig: Mancherorts wird sich kaum etwas verändern.

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28.03.2011, 17:27 Uhr
 
lolok23önig

Natürlich schwankt die Qualität des Trinkwasser, je nach Gebiet und Region in der man lebt. Aber trotzdem ist die Wasserqualität in der Bundesrepublik sehr gut. Meiner Meinung nach wird ein regelrechtes Geschäft mit dem Wasser betrieben und ich persönlich halte es für absolut unnötig.

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29.03.2011, 19:36 Uhr
 
Pablo888

Eines wurde hier überhaupt noch nicht diskutiert. Die so genannte "chemische" Entkalkung beruht auf einem Ionen-Austausch, wenn dem Rohwasser Calcium entzogen wird, wird im Austausch Natrium abgegeben, d.h. der Natriumgehalt des entkalkten Wasser steigt. Das ist in der Regel unbedeutend und nicht gesundheitsgefährdend, sofern der Natriumgehalt des Rohwassers niedrig ist - die Regeln der Trinkwasserverordnung, die einen max. Natriumgehalt festlegt, sollten unbedingt beachtet werden. Schmecken kann man das in der Regel übrigens nicht. Das Calcium, welches in der Anlage an Harze gebunden wird, wird spätestens alle 4 Tage im Rahmen der automatischen Regeneration wieder gegen Natrium ausgetauscht, das frei gesetzte Calcium wird dann ins Abwasser gespült.

Übrigens Brita-Filter arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip.

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