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Frage Nummer 7472 Costanza

Wieso geht eine Flugzeugtür nicht während des Fluges auf?

Durch die Druckverhältnisse müsste doch die Tür ständig aufgehen? Wird sie hydraulisch verschlossen, oder wie funktioniert das?
Antworten (5)
Highspeed
Ja, wird sie.
KHDecker
Nein, sie wird nicht hydraulisch verschlossen. Die Flugzeugtüre lässt sich nur dann öffnen, wenn sie in einem ganz bestimmten Winkel zur Längsachse desFlugzeuges bzw. der Außenwand des Flugzeuges aufweist. Hierzu ist die Türe nicht nur mit einem einfachen Scharnier angeschlagen, sondern über einen ziemlich komplexen rein mechanisch wirkenden Mechanismus.
Die Drehung der Türe, die zu diesem Winkel führt, muss von der Flugzeugbesatzung herbeigeführt werden, er kann sich nicht selbsttätig einstellen. Weist die Flugzeugtür diesen Winkel nicht auf, dann wird sie vom Überdruck im Flugzeug in ihre Halterungen, also ihren Rahmen gepresst, so dass sie selbst bei Versagen aller technischen Systeme im Flugzeug sich von selbst nicht öffnen kann.
Dass die Tür nur unter ganz bestimmten Umständen geöffnet werden kann, mögen Sie daran erkennen, dass die Tür geöffnet werden muss, bevor das Flugzeug an einem Flugsteig andockt. Wäre es angedockt, reichte der Platz zum Öffnen nicht aus.
wurzelkitt
Tinnef. Die Tür wird vor dem Abflug zugeschweißt, damit sie nicht versehentlich aufgeht. Und nach der Landung wieder aufgeflext. Deswegen dauert es auch so lange, bis man nach dem Stillstand des Flugzeuges wieder aussteigen darf.
stephan74
Blödsinn! Die Tür wird nicht hydraulisch verschlossen!
Durch den Überdruck in der Kabine wir die Tür gegen Bolzen gedrückt, zum öffnen wird die Tür angehoben so dass sie an den Bolzen vorbei gleiden kann.
Das alles funktioniert rein mechanisch (bie Airbus und Boeing) ohne irgendwelche hydraulische und oder elektrische Hilfe.
Die einzige mir bekannte ausnahme ist die DC10 und MD11, hier wird die Tür elektrisch bewegt aber auch durch den Überdruck verriegelt / blockiert.
HB-IDF
Das sichere Design der Kabinentüren wurde ja schon beschrieben. Weniger bekannt ist, dass es bei nicht korrekt geschlossenen Frachtraumtüren teilweise gefährliche Zwischenfälle gab, bei denen diese tatsächlich durch den Überdruck während des Fluges aufsprangen. Im glimpflichen Fällen gingen ein paar Koffer verloren (F100, MD80), im schlimmsten Fall kam es zum Absturz (DC10 bei Paris Anfang der 70er). Deshalb wurde z.B. bei der DC10 der Verschlussmechanismus noch nachträglich modifiziert.