Haflad

Wieso ist SternTV bei der Diskussion über die G8/G9-Umstellung vom 23.02. so unseriös gewesen?


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ANTWORTEN (6)
24.02.2011, 15:38 Uhr
 
Haflad

Hier noch eine Erläuterung:...

Keiner hat in der Sendung vom 23.02. Eltern, Lehrer oder gar Schüler eingeladen, die in einem Bundesland leben, in dem schon immer das G8-System existiert.

Für mich ist das eine einseitige Beleuchtung um die "Familientragödie", welche die Systemumstellung angeblich mit sich bringt, möglichst dramatisch darzustellen. Das Problem ist nicht der Anspruch der an Schüler gestellt wird!!! Eigentliche Ursache für die Überforderung: Die Eltern in den "G9-Ländern" versuchen nur auf Krampf ihre Kinder aufs Gymnasium zu zwingen, stellen sich aber nicht die Frage, ob diese überhaupt dazu in der Lage sind es zu schaffen. ES IST NICHT JEDES KIND GLEICH.

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24.02.2011, 15:39 Uhr
 
Haflad

Hinterher stellen sie fest, dass ihr Kind trotz tagelangem Büffelns und Aufgabe der Freizeit, nicht den Anforderungen gerecht werden kann - da stelle ich mir die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, dieses Kind auf die Realschule zu schicken. Wenn es dann feststellt, dass es dort absolut unterfordert ist, kann es immernoch auf das Gymnasium mit entsprechenden Noten wechseln. Ich bin Schüler der 12. Klasse (und letzten) in Thüringen und habe einen 1er Schnitt. Ich halte mich nicht für hochbegabt oder ähnliches.

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24.02.2011, 15:39 Uhr
 
Haflad

Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass viele meiner (ehemaligen) Mitschüler von ihren Eltern nach der Grundschule mehr oder weniger auf das Gymnasium gezwungen worden sind und trotz großem Lernaufwand gescheitert sind.Weiterer Kritikpunkt: Ja ich stimme den Leuten zu, die behaupten, dass Realschulen oft einen sozialen Brennpunkt darstellen, da sie von einigen als "Mülleimer" für diejenigen zählen, die es nicht aufs Gymnasium geschafft haben. Das finde ich, ist eine "Fehlkonstruktion" und für mich auch ein indirektes Produkt derjenigen Elternschaften, die ihre Kinder überschätzen.

Zum Schluß stellt sich für mich nur die Frage, ist das mit der Überschätzung der eigenen Kinder ein Ergebnis der immerweiter zurückgehenden Geburtenraten oder ist das eine natürliche "Elternneurose"? :-D

Die letzte Frage kann ich mir aufgrund meiner mangelnden Erfahrung leider nicht selbst erklären. Deshalb die ganze Geschichte hier in die Runde und ich würde mich über eine kontroverse Debatte freuen!

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24.02.2011, 20:08 Uhr
 
--dumm--

Das gleiche habe ich mich auch gefragt als ich den Beitrag gesehen habe. Die ostdeutschen BLs haben sie schön rausgelassen bei dem Bericht. Ich selber habe auch nach 12 Jahren Abi gemacht (im Jahr 2000), hatte insgesamt nen 2,5er Schnitt und kann nicht behaupten jeden Tag bis 21, 22 Uhr in der Schule und an Hausaufgaben gesessen zu haben. Bin selber nicht superklug oder sonst wie, habe Hausaufgaben oft nicht gemacht oder frühs in der Schule abgeschrieben und hatte JEDE MANGE Freizeit. Kann mir nicht vorstellen, dass 10 Jahre später in der Schule das doppelte Pensum absolviert wird.

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24.02.2011, 20:09 Uhr
 
--dumm--

Mein Bruder hatte dann nach 13 Jahren Abi gemacht und er meinte in dem einen zusätzlichen Jahr wären zum Großteil nur Wiederholungen der vorrangegangen Jahre dran gekommen. Er hätte sich gewünscht lieber nach 12 Jahren sein Abi zu machen, statt sich ein Jahr zu langweilen.

Wenn ich in dem Beitrag höre, dass 75% der Klasse versetzungsgefärded seien dann kann wohl irgendwas mit der allgemeinen Bildung der Kinder nicht in Ordnung zu seien.

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25.03.2011, 01:50 Uhr
 
Gerdd

Warum Stern TV unseriös war, weiß ich nicht. Aber ich frage mich, warum es in Ländern, wo die Schule noch nie länger als 12 Jahre gedauert hat (auch im Ausland), keine Probleme gibt, und in Ländern mit 13jähriger Schulausbildung eine Riesenpanik. Wir hatten in NRW 1966/1967 zwei Kurzschuljahre, um den Beginn des Schuljahres von Ostern auf den Herbst umzustellen, so wie es anscheinend die Mehrheit der damaligen Bundesländer hatte. Das lief im Endeffekt auch auf eine Verkürzung der Schulzeit um 10 Monate heraus. Wir (und unsere Lehrer) haben das eigentlich ohne großen Mehraufwand ganz gut hinbekommen - als Abi-Jahrgang '67 hatten wir auch keine Chance, das später irgendwann nachzuholen.

Es geht also: Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist!

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